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Wer gegen Schwaben ist, ist auch nur Rassist”

4. März 2011
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Starkes Interview (via) mit Sven Regener im „Tagesspiegel”:

Herr Regener, vergeblich wartet man bei der Lehmann-Trilogie darauf, dass Ihre Figur eine Art von Entwicklung durchläuft.

Frank Lehmann hat Spaß an dem, was er macht: Becks rausgeben, abkassieren, Bierkästen stapeln, Bier aus dem Keller holen, Theke abwischen. Und das ist offensichtlich für manche Leute schwer zu verstehen. Ich finde es bedenklich, wenn einer Romanfigur bescheinigt wird, nur weil sie in einer Kneipe arbeitet und damit sehr zufrieden ist, dass sie ein Taugenichts ist, der sich nicht entwickelt. Wer jahrelang Chefredakteur bei der „Zeit“ ist, wird doch auch nicht gefragt, warum er eigentlich nicht mal was anderes macht.

Sie als sein Schöpfer lieben Herrn Lehmann eben.

Ich hätte jedenfalls nicht gedacht, dass das Sozialprestige der Arbeit, die Herr Lehmann macht, so niedrig ist! Dass so viele Leute so vernagelt durch die Welt gehen und denken, ihre Karrierevorstellungen seien das Maß aller Dinge und der Sinn allen Lebens! Aber dann sauer werden, wenn man sein Bier nicht sofort kriegt!

Übrigens ist „Herr Lehmann” als Theaterstück auch ganz fabelhaft.


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