Monthly Archives: Februar 2011

Aufbruch in die Mehrheitsdemokratie?

9. Februar 2011
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These: mit dem Scheitern der Hartz-IV-Verhandlungen hat sich Deutschland einen weiteren Schritt von der Idee der impliziten Konsensdemokratie durch Zusammenspiel von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Wir bewegen uns immer mehr Richtung Mehrheitsdemokratie: eine Seite bestimmt, die andere bleibt außen vor.

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Gauck: Demokratie und Freiheit

8. Februar 2011
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Fabelhafte Rede von Joachim Gauck. Besonders der Teil mit der Zivilgesellschaft ist wirklich sehr richtig beschrieben. Die „deutsche Vereinsmeierei”, die so oft belächelt wird, ist ein konstitutives Element unserer demokratischen und offenen Gesellschaft. Allen passiven und aktiven Vereinsmitgliedern muss man einfach dankbar sein. Ganz ausgezeichnet ist auch der Teil über die, die das Grundgesetz im Geist um den Satz „Die Besitzstandswahrung ist unantastbar” ergänzt haben.

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Ngram: Kirche, Gott und Staat

8. Februar 2011
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Ngram: Kirche, Gott und Staat

Ein neues Spielzeug von Google: der „Books Ngram Viewer” (via „Zettels Raum”). Oben verlinkte Grafik zeigt sehr anschaulich, wie „Religion” als Grundmoment quasi konstant Erwähnung findet, während „Gott” nach der Nazi-Barbarei einen immensen Bedeutungsgewinn erfährt und „Natur” gleichzeitig massiv zurückgeht. (In den Rohdaten ohne „smoothing” wird das noch deutlicher.) Außerdem sieht man, wie „Kirche” gleichzeitig mit Gott an Bedeutung gewonnen hat und wie „Staat” immer wichtiger wurde. Sehr cool.

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Schröder gegen Lafontaine

8. Februar 2011
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Die ARD-Sendung „Duell: Schröder gegen Lafontaine” war sehr aufschlussreich. Meine Einschätzung, dass Lafontaine in unverantwortlicher Art und Weise die Partei im Stich gelassen hat, nur wegen des eigenen Egos, hat sich nachhaltig gefestigt. Eine kleine Anmerkung noch zum „taz”-Artikel zu ebendieser Sendung. Da steht ein Satz: „Für die von der SPD verbreitete Version, dass Lafontaine unbeherrscht und im bloßen Affekt alles hingeworfen habe, spricht nicht viel.” Und ein paar Sätze weiter steht noch ein anderer Satz: „Lafontaines Rücktritt am 11. März war eine spontane, einsame Entscheidung.” Möchte mir jemand erklären, wie man es als Journalist schafft, sich in einem Artikel von gut 3500 Zeichen fundamental selbst zu widersprechen? Das in diesem Artikel eingangs geschilderte Szenario ist natürlich trotzdem klasse.

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Extra 3: Frauenquote

7. Februar 2011
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Mal wieder ist das Satire-Magazin Extra 3 investigativer als der berühmte „Qualitätsjournalismus”. Wie bei Hofe, als es sich nur die Hofnarren erlauben konnten, dem Herrscher die Wahrheit zu sagen.

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