Monthly Archives: Februar 2011

Thesen zur Hamburg-Wahl

20. Februar 2011
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Absolute Mehrheit für die Hamburger SPD, vor allem dank Olaf Scholz! Fantastisch! Ein historischer Wahlsieg, gerade in einem Fünf-Parteien-Parlament. Dazu Thesen und Bemerkungen: Wenn sich die SPD glaubhaft für die „kleinen Leute” einsetzt, dann sind 40% plus X nach wie vor möglich. Schwarz-Grün zahlt sich insbesondere für die CDU nicht aus. Der Traum von der „Versöhnung der Bürgerlichen” ist genau das: ein Traum. Es hat sich ausgeträumt. Taten zählen. Vor allem ist die CDU keine Großstadt-Partei. Sie muss sich primär als Anwältin des „ländlichen Raumes” aufstellen. Das bringt wenig Prestige, aber Stimmen. Die Grünen werden in Umfragen überschätzt, weil sie als moralisch höherwertig gelten: es „tut gut”, sich zu „Grün” zu bekennen. Man steigt also im Ansehen. (Vgl. FAZ, 24.11.2010: „Die Grünen — mit dem Zeitgeist im Rücken”.) Die einstmals...

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Geheimnis gelöst

20. Februar 2011
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Guttenberg sagte am Freitag: „Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat.” Das Werk, das im Internet unter de.guttenplag.wikia.com untersucht wird, ist nun aber definitiv ein Plagiat. Das kann man bereits jetzt feststellen. Das kann jeder feststellen, der lesen kann. Die Lösung ist also: es muss eine zweite Dissertation existierten, die persönlich von Guttenberg verfasst wurde. Kein Zweifel mehr möglich! Die Frage ist: welcher Kommunist hat die echte gegen die falsche Diss ausgetauscht?

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#Guttenberg steht vor dem Rücktritt

20. Februar 2011
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Die Parteizentralen scharen in Berlin ihre Truppen um sich. Offizieller Anlass ist die Wahl in Hamburg. Aber die gilt als entschieden. Das eigentlich spannende Thema zwischen Reichpietschufer, Reinhardtstraße und Stresemannstraße ist der wohl kurz bevorstehende Rücktritt von Guttenberg. Auslöser ist ein Vorabdruck einer neuen Biographie über Guttenberg in der FAZ (Link). Eckart Lohse und Markus Wehner nehmen darin die quasi unehrenhafte Entlassung der beiden ranghöchsten Dienstgrade der Bw durch Guttenberg in der Kundusaffäre unter die Lupe. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Guttenberg die beiden zu unrecht entlassen hat und sie in persönlichen Briefen mit Unwahrheiten von eigenen Statements abgehalten hat. Guttenberg hatte sich außerdem öffentlich darüber mokiert, dass Einzelheiten aus den persönlichen Gesprächen zwischen ihm und den Staatssekretär Wichert und Generalinspekteur Schneiderhahn an den Spiegel gelangt waren. Im...

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Dem Chefredaktör ist nichts zu schwör

19. Februar 2011
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Im „Handelsblatt” erschien ja recht schnell ein Kommentar, der Guttenberg zum Rücktritt aufforderte. „Potzblitz”, dachte ich, „das ‚Handelsblatt’ traut sich was”. Denn mutig, mutig war (!) dieser Kommentar: Der noch amtierende Verteidigungsminister weiß es: In der Frage des Plagiats geht es für ihn um Ehre und Anstand. Wer geistiges Eigentum stiehlt, setzt seine Ehre aufs Spiel. Wer als ertappt gilt, kann seinen Anstand nur mit einem beweisen: mit seinem Rücktritt vom öffentlichen Amt. Denn das beschädigt er. Eine andere Möglichkeit, die eigene Ehre zu retten und einen Rest Anstand zu wahren, gibt es nicht. Wer den Link angeklickt hat, der hat jedoch gemerkt: der Kommentar, er ist nicht mehr. Technisches Versagen? Abmahnung? Was kann dafür der Grund sein? Ach. Er ist banal. Der Chefredakteur Steingart fand es doch gar zu...

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Plagiat, Politik und Wissenschaft

19. Februar 2011
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Wissenschaft und Politik sind verschiedene Sphären. Das ist eine Binse. Aber ich muss sie hier niederschreiben. Denn es tut Not. Es wird zu sehr verkannt, diese Feststellung. Was in der Politik normal ist, ist in der Wissenschaft ein Unding. Politik heißt: Macht erringen. Politik heißt nicht notwendigerweise, der Wahrheit auf der Spur zu sein. Es gilt grundsätzlich: je höher man in der Politik steigt, desto weniger Reden und Texte schreibt man selbst. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel. Und das ist auch in Ordnung so. Denn es wird nicht die eigene Leistung des Erdenkens bewertet, sondern die Tat des Aussprechens: ob Weizsäcker 1985 auf die grandiose Wendung des 8. Mai als ein „Tag der Befreiung” selbst gekommen ist oder ob das ein Referent erdacht hat — das ist egal. Relevant...

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re:publica 12

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