Im GuttenPlag-Wiki bekommt man übrigens auch eine hübsche Übersicht über den Stand der Untersuchung.
Mittlerweile ist man bei 176 Seiten mutmaßlich zweifelhaften Ursprungs angelangt, das wären 44,8 Prozent der Doktorarbeit.
Und bisher arbeiten an diesem Wiki nur Amateure, anscheinend ohne Zugriff auf das Komplettdokument.
Da kommt noch mehr nach. Es ist ein Skandal.


Also ich hab jetzt nur einige wenige dieser Stellen gelesen und finde an der ganzen Geschichte eigentlich am erstaunlichsten (Zitiervorschriften hin oder her), dass ein Flickenteppich aus alten Zeitungs– und Zeitschriftenartikeln tatsächlich reicht, um in Deutschland einen Doktortitel verliehen zu bekommen.
Erinnert mich stark an das, wass ich mit 17 in der Schule als Facharbeit eingereicht habe. Schon peinlich.
Eben das war auch mein Gedanke. Wie kann das sein, dass man mit derart lauwarmen Geschreibsel (so jedenfalls mein Eindruck) und billigstem Kopieren aus Zeitungsartikel (!) mal eben „summa cum laude” einfährt?
Scheint so, als ob ein Doktortitel kaum noch etwas wert ist.
Es soll allerdings auch Disziplinen geben in denen man nicht auf Zeitungsartikel zurückgreifen kann. Man sollte seine Wertung da nicht von einer auf alle Disziplinen übertragen.
Wir sind mitlerweile bei 62,8%.
Mich schockiert die Dreistigkeit dieses Lügenbarons. Noch mehr schockiert mich aber die Dummheit der Deutschen, die ihm angeblich glauben (siehe Forsa/Emnid-Umfragen). Wir sind wohl auf dem Weg in die Bananenrepublik.
Ich habe drei Söhne, die ich dazu erzogen habe, mit der Wahrheit sorgfältig umzugehen, die Lüge zu meiden. Heute würde mir das nicht gelingen, da der „Wahrheit” nicht mehr die Ehre gegeben wird. Wie stehe ich heute da, da diese Werte von Parteien infrage gestellt werden, die „vorgeben” christlich zu sein.
Können wir die Sprecher dieser Parteien überhaupt ein nächstes Mal wählen ? Ich jedenfalls lehne solche Menschen ab und ich bedaure die Eltern, die unter diesen Umständen Kinder erziehen sollen.