Gorch Fock

Der beste Text zum Thema ist von „Spiegelfechter” Jens Berger:

In einer Zeit, in der man bemüht ist, das öffent­li­che Bild des Soldaten zu idea­li­sie­ren, erscheint die Gorch Fock anachro­nis­tisch. Die raue Realität eines Segelschulschiffs passt nun einmal nicht in die weich­ge­spülte Hochglanzwelt, die unser Bewusstsein prägt. Vielleicht wird die Gorch Fock schon bald ein Museumsschiff sein, doch damit wäre weder der Marine noch den Seeleuten gehol­fen. […] Die Schuld an der über­zo­ge­nen Kritik an den Vorfällen auf der Gorch Fock trägt jedoch vor allem das Verteidigungsministerium. Wer die Bundeswehr als “ganz norma­len Arbeitgeber” verkauft und in Werbespots den Eindruck erweckt, der Dienst an der Waffe sei eine Art Abenteuerurlaub auf Staatskosten, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn der Nachwuchs unrea­lis­ti­sche Vorstellungen von der Realität hat.

Auch der Text von Michael Spreng ist empfeh­lens­wert.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

Ein Gedanke zu „Gorch Fock“

  1. OT: Kann mir mal jemand erklä­ren, warum Marineoffiziere im 21ten Jahrhundert segeln lernen?
    Falls im Krieg mal der Diesel ausgeht und die grüne Bundesregierung es nicht erlaubt, Kernenergieantriebe zu nutzen, oder wie?

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