Mierscheids „13 Hinweise”

Aus aktu­el­lem Anlass (Kubicki, Westerwelle, Krise der FDP, Lötzsch, Ernst, Untergang der Linkspartei) sei auf ein älteres Mierscheid-Papier (September 2006) mit dem hübschen Titel „13 Hinweise für den poli­ti­schen Aufstieg” verwie­sen:

1. Nehme eine nicht über­mä­ßig bekannte Forderung aus der Koalitionsvereinbarung
2. Formuliere sie um und wende sie gegen Partei und Fraktion
3. Informiere die Presse
4. Kündige ein Schreiben an deinen Vorsitzenden an
5. Gib Interviews, am besten am Wochenende
6. Schicke den Brief ab, wenn ausrei­chend über ihn berich­tet wurde
7. Lasse deine Initiative von irgend jeman­den öffent­lich kriti­sie­ren, damit sie bekann­ter wird
8. Kritisiere die Fraktion öffent­lich, dass sie noch nicht längst initia­tiv gewor­den ist
9. Schweige in der Fraktion
10. Rede mit der Presse
11. Drohe mit abwei­chen­dem Stimmverhalten, wenn deine Forderung nicht sofort und ohne jede Änderung beschlos­sen wird
12. Gehe in die zustän­dige Arbeitsgruppe der Fraktion, komme zu spät, melde dich sofort zu Wort und gehe wieder, bevor dir irgend jemand antwor­ten kann
13. Beklage die schlechte Information durch die Fraktionsführung und distan­ziere dich im Wahlkreis von ihr
Und über­haupt:
Besuche viele Talkshows, über­gehe Details, zeige grund­sätz­li­ches Betroffensein, beklage mangeln­des Gehör der einzel­nen Abgeordneten und die Koalition über­haupt.

ROTSTEHTUNSGUT wünscht viel Erfolg!

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

6 Gedanken zu „Mierscheids „13 Hinweise”“

  1. Mierscheid ist eben ein alter Hase. Der weiß, wie es geht. Wahrscheinlich wird ihm deshalb konse­quent das Amt des Alterspräsidenten verwei­gert.

  2. Scherpunktseminar Opportunismus?

    Hach ja, deswe­gen mag ich Politiker so gerne… Allesamt grund­gute Menschen, im Gegensatz zu den Pfui-Teufel-Bankern, die nur Geld wollen, anstatt dem 200 Worte-Absatz im Geschichtsbuch.

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