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Mierscheids „13 Hinweise”

17. Januar 2011
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Aus aktuellem Anlass (Kubicki, Westerwelle, Krise der FDP, Lötzsch, Ernst, Untergang der Linkspartei) sei auf ein älteres Mierscheid-Papier (September 2006) mit dem hübschen Titel „13 Hinweise für den politischen Aufstieg” verwiesen:

1. Nehme eine nicht übermäßig bekannte Forderung aus der Koalitionsvereinbarung
2. Formuliere sie um und wende sie gegen Partei und Fraktion
3. Informiere die Presse
4. Kündige ein Schreiben an deinen Vorsitzenden an
5. Gib Interviews, am besten am Wochenende
6. Schicke den Brief ab, wenn ausreichend über ihn berichtet wurde
7. Lasse deine Initiative von irgend jemanden öffentlich kritisieren, damit sie bekannter wird
8. Kritisiere die Fraktion öffentlich, dass sie noch nicht längst initiativ geworden ist
9. Schweige in der Fraktion
10. Rede mit der Presse
11. Drohe mit abweichendem Stimmverhalten, wenn deine Forderung nicht sofort und ohne jede Änderung beschlossen wird
12. Gehe in die zuständige Arbeitsgruppe der Fraktion, komme zu spät, melde dich sofort zu Wort und gehe wieder, bevor dir irgend jemand antworten kann
13. Beklage die schlechte Information durch die Fraktionsführung und distanziere dich im Wahlkreis von ihr
Und überhaupt:
Besuche viele Talkshows, übergehe Details, zeige grundsätzliches Betroffensein, beklage mangelndes Gehör der einzelnen Abgeordneten und die Koalition überhaupt.

ROTSTEHTUNSGUT wünscht viel Erfolg!


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6 Responses to Mierscheids „13 Hinweise”

  1. Rayson on 17. Januar 2011 at 18:25

    Mierscheid ist eben ein alter Hase. Der weiß, wie es geht. Wahrscheinlich wird ihm deshalb konsequent das Amt des Alterspräsidenten verweigert.

    • Christian Soeder on 18. Januar 2011 at 00:56

      Es ist ein Skandal. :D

  2. Alex on 17. Januar 2011 at 22:08
    • Christian Soeder on 18. Januar 2011 at 00:51

      Der Mierscheid hat’s immer noch drauf! ;)

  3. F.Alfonzo on 17. Januar 2011 at 22:28

    Scherpunktseminar Opportunismus?

    Hach ja, deswegen mag ich Politiker so gerne… Allesamt grundgute Menschen, im Gegensatz zu den Pfui-Teufel-Bankern, die nur Geld wollen, anstatt dem 200 Worte-Absatz im Geschichtsbuch.

    • Christian Soeder on 18. Januar 2011 at 00:52

      Hey, habe es nur für die mitlesenden FDPisten und Linksparteilern verlinkt. :D

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