Mir fällt nicht viel ein zur Dreistigkeit Guttenbergs, sich derart in Szene zu setzen. Er nimmt seine Frau mit nach Afghanistan, er nimmt einen Fernsehmoderator mit nach Afghanistan. Außerdem noch zwei leibhaftige Ministerpräsidenten. Der „Adel” ist wohl wieder mit Tross unterwegs. Die Soldaten sollen von Guttenbergs Besuch und auch von dessen Ehefrau angetan sein. Das ist nur menschlich. Natürlich wollen die Soldaten nicht wahrhaben, dass sie für ein schäbiges Spiel missbraucht werden. Dass Guttenberg sich auf ihrem Rücken profiliert, dass er qua Anwesenheit deren Leistung herabwürdigt, dass er sie zu Statisten erniedrigt. Es ist richtig, dass der Verteidigungsminister seine Soldaten besucht. Das ist seine Pflicht und Schuldigkeit. Es ist falsch, daraus einen großen Medienaufriss zu machen. Es ist mehr als falsch — es ist unwürdig. Mit der von Guttenberg...


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