Sehr guter Artikel im „Cicero” über die Grünen. Mir ist beim Lesen mal wieder klar geworden, was ich an der grünen Partei so seltsam finde. Schlussfolgerung:
Der Ritt auf der Emotionswelle verspricht den Grünen ein erfolgreiches Wahljahr 2011. Doch birgt er auch ein großes Risiko: Emotionswellen verebben schnell wieder. Auch der Obama-Hype verging, weil er einseitig auf emotionalen Faktoren beruhte.


Ohne den Artikel gelesen zu haben ist die Gefahr doch vor allem, dass die Grünen tatsächlich in Regierungsverantwortung kommen. Denn spätestens dann „müssen” sie ihre ganzen „guten” Vorsätze und Ideale (wieder) verraten, müssen Castortransporte und Atomkraft gutfinden und eben Realpolitik machen.
@Jan:
mit „Realpolitik” läßt sich jedes Rückgrat verbiegen? Schon selbst Erfahrungen gesammelt? ;-)
Im Übrigen wählen diejenigen (wieder) Grüne, die 1998 usw. nichts zu leiden hatten– also auch Deine Klientel (MillionärInnen usw.).
Nein, ich beziehe mich auf die Politik der letzten grünen Bundesregierung, sowie die Erfahrungen, die die Bewohner meiner Nachbarstadt Hamburg derzeit machen.
Mir ist bekannt, das die Grünen die Partei der Besserverdienenden sind. Als einfacher Bürger habe ich persönlich übrigens keine Klientel und lege auch keinen Wert darauf. Würde ich mir eine suchen müssen, wären es vermutlich aber doch eher Leute wie ich (also einfache Arbeiter) und keine „MillionärInnen”. Bloß: Was zum Geier soll ich denn mit einer „Klientel”?