Endlich wieder Gerd-Show

Schlag 1:

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hält den wirt­schaft­li­chen Aufschwung in Deutschland für eine Folge seiner Reformpolitik und mahnt die SPD indi­rekt, stolz auf die eigene Regierungszeit zu sein. „Die Agenda hat einen erheb­li­chen Anteil am Aufschwung”, sagte er der „Bild”-Zeitung. Weiter sagte Schröder, „die heutige Bundesregierung hat nicht viel damit zu tun.”

Schlag 2:

Er habe die Frömmigkeit des dama­li­gen Präsidenten George W. Bush immer respek­tiert, so Schröder. Die Begründung von poli­ti­schen Entscheidungen durch ein reli­giö­ses Erlebnis halte er jedoch für gefähr­lich. Wenn Bush behaup­tete, er habe eine Entscheidung im Gebet erfah­ren, sei eine poli­ti­sche Diskussion nicht mehr möglich gewesen.

Können wir 2013 nicht einfach wieder mit dem Gerd antre­ten?

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

12 Gedanken zu „Endlich wieder Gerd-Show“

  1. Ja, frag ihn mal ob er Lust hat. Nachdem seine Partei genau die Reformen, die er meint, am liebs­ten nie durch­ge­führt hätte wäre ich auf die Antwort sehr gespannt.

  2. ja.…. brau­chen wir werk­tä­ti­gen drin­gend!
    so drin­gend wie darm­grippe!
    und ich dachte, der spd wär so langsam bewusst gewor­den was sie da ange­stellt hat.
    wie weit will die spd eigent­lich noch absa­cken bevor sie was merkt?

    hey!!!!!!!!
    30 % stimmen bei einer wahl sind grade mal etwa 10 mio. stimmen! bei etwa 60 mio wahl­be­rech­tig­ten!

    volks­par­tei!!!.…… auweia!

    wir wollen unsere brand­t/­weh­ner/­schmidt-spd wieder­ha­ben!
    eure polit-stra­te­gen könnt ihr euch hinter die tapete kleben!

  3. Bloß nicht! Bei „Gazprom-Gerd” würden wir mora­lisch so die Hucke voll kriegen, das geht gar nicht.

    Ich wünsche mir einen der beiden Stones, Steinbrück oder Steinmeier. Beide sind absolut vorzeig­bar und seriö­ser als Schröder.

    1. alex.….. mit verlaub: denken ist erlaubt.…. noch!!!!
      stein­brück hat z .b. die hre „geret­tet”. alles gehört irgend­je­man­dem!
      WEN haben wir steu­er­zah­ler da geret­tet? WEM gehör­ten diese wert­lo­sen schrott­pa­piere die jetzt auf der „staats­ei­ge­nen” bad-bank depo­niert sind?
      alex.…… gehören sie dir? NEIN! du haftest nur dafür!
      alex.….beide stones sind beileibe keine sozi­al­de­mo­kra­ten sondern vorbild­li­che neoli­be­rale!
      ich schimpf zwar über gabriel. aber er denkt im prinzip richtig. ist nur zu weinig mutig!
      er soll sich endlich auf die hinter­beine stellen und sich gegen dieses neoli­be­rale pack durch­set­zen! der witz ist: ich glaube er hätte erfolg! das glaub ich wirk­lich!
      die „stones” sind alles andere.…… nur nicht sozi­al­de­mo­kra­ten!
      meinst du nicht, wir sollten einen sozi­al­de­mo­kra­ten unter­stüt­zen?
      .… immer voraus­ge­setzt, er bekennt sich dazu!

      1. Diese zuwei­len anzu­tref­fende Angewohnheit, anderen Genossen einfach mal so das sozi­al­de­mo­kra­ti­sche aberken­nen zu wollen, weil diese andere in Teilbereichen andere Auffassungen vertre­ten, geht mir so was von gegen den Strich!
        Zu dem sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Dreiklang gehören Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
        Freiheit ist auch die Freiheit, nicht nur eine Schmalspurauffassung vertre­ten zu müssen.
        Die Gerechtigkeit beihal­tet auch, teil­weise anders denken­den Genossen nicht per se verban­nen zu wollen.
        Und Solidarität gilt eben­falls inner- wie außer­par­tei­lich.

        Sorry, aber dieser Ansatz hat mich zu sehr auf die Palme gebracht, um mich inhalt­lich zu äußern.
        Belege mir sauber, dass jemand nicht die Grundwerte der SPD vertritt, bevor du ihm absprichst, Sozialdemokrat zu sein!

  4. @Christian:
    lebst Du in einer Zeitmaschine?
    Ich bin ernst­haft verwun­dert, dass Du einem, naja, viel­leicht ist das eine Beleidigung, Schmock
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schmock
    wie GS derart hinter her trau­erst.
    Bisher hielt ich Dich eher für jeman­den, der Realitäten wahr zu nehmen in der Lage wäre- leider läßt mich das hier zwei­feln :-(

    1. In 5–10 Jahren wird Schröder in der breiten Öffentlichkeit ähnli­che Wertschätzung erfah­ren wie Helmut Schmidt nach seinem Amtsverlust. Du wirst es erleben.

      1. Der Satiriker Wiglaf Droste formu­lierte bereits 1999 alles Wesentliche über Herrn Schröder:

        „I found Schröder such a night­mare when I met him”, berich­tet Jane Kramer, die famose Reporterin des New Yorker. „This man has no culture at all. Absolutely none.” Schröder, erzählt sie, habe den New Yorker für ein Frauenmagazin gehal­ten und sie in einem aufge­don­ner­ten Spesenritterlokal mit Bonvivant-Gehabe zu beein­druk­ken und von seinem savoir vivre zu über­zeu­gen versucht. Auf jede ihrer Fragen habe er nur mit „Eat! Eat!” geant­wor­tet. Man kann es sich lebhaft vorstel­len; wenn man sieht, wie sich Schröder eine Havanna in den Hals steckt, dann trauert man über diese Verschwendung von soviel gutem Tabak an sowenig Mensch, an einen aggres­si­ven Parvenü, der mit Statussymbolen jegli­cher Art das Loch zwischen seinen Ohren zu kaschie­ren sucht. Gegen Schröder, das kann man ohne Übertreibung sagen, war Helmut Kohl in all seiner Grauenhaftigkeit ein Restsozialdemokrat und Sozialpolitiker.”

        Genauer kann man es nicht formu­lie­ren!

        1. Schröder war und ist also kein „Bürgerlicher”, oha. How shocking! Schröder ist eben ein linker Prolet. Dass das dem Salonlinken „Linksman” nicht passt und er Sehnsucht nach Kohl hat, das wundert mich nicht.

          1. @Christian + Kalle:
            na, wenn Sympathie im Vordergrund steht ;-)
            Bauch-Politik wie H. Kohl. Eßt mehr Saumagen!
            Mit ist egal, wo eine/r herkommt- wichtig ist, was er/ sie treibt. Wenn Euch das jedoch egal sein sollte, dann wäre das doch traurig für *Sozialdemokraten*. Und bezeich­nend für die inhalt­li­che Entwertung des Parteinamens.

        2. Um ehrlich zu sein, hat mir dieser „Abriss” über Schröder den guten Mann eher sympa­thi­scher gemacht. Lieber ein unge­schmink­ter Malocher als ein Bürgerlicher ala KTG — mein Geschmack.

          1. Eben. Das ist ja auch der Grund, warum Schröder im „bürger­li­chen” Milieu derma­ßen verach­tet wird. Ein Aufsteiger, ganz oben? Nicht in Deutschland, bitte­schön!

Kommentare sind geschlossen.