
Genau! Das muss man ja wohl noch sagen dürfen! Dagegen ist out, Mitläufertum ist in! Sind allgemein ganz dumme Ideen, diese Demonstrationen! Das hat die FDP ganz super erklärt!

Bild 1: FDP
Bild 2: Bundesarchiv

Genau! Das muss man ja wohl noch sagen dürfen! Dagegen ist out, Mitläufertum ist in! Sind allgemein ganz dumme Ideen, diese Demonstrationen! Das hat die FDP ganz super erklärt!

Bild 1: FDP
Bild 2: Bundesarchiv
Na klar: Bahnhöfe und Atomkraftwerke sind die DDR von heute. Junge, Junge.
@Christian:
von wann ist dieses Plakat? Doch nicht etwa aktuell?
@Jan:
wer Demokratie will, muß auch damit leben, dass gegen die von ihr/ ihm gewünschte Politik legal demonstriert wird. Eigentlich banal– scheint aber nötig zu sein (wie weit sinkt die FDP eigentlich intellektuell noch ab?). Darf ich Dein Statement so auffassen, dass also lediglich Demonstrationen gegen autoritäre Regime wie in BaWü oder Bayern erlaubt sind? ;-)
Nur zur Kenntnis: die DDR gibt’s nicht mehr. Die Leute, denen Volkes Meinung egal oder schei*egal ist, die sind damit nicht verschwunden. Manche von diesen tragen sogar das D im Namen, obwohl es nur die Wenigsten von diesen verdienen, sich damit zu schmücken.
Naja, das Plakat suggeriert eine gewisse Primitivität von Leuten, die eine andere Meinung haben und diese auch kund tun. Ob das so eine gute Idee der FDP bzw für BW FDP/DVP (Deutsche Vermö…Volks Partei) war?
Schließlich beansprucht diese Partei ja liberales Gedankenwerk für sich, in das sich auch das Dagegen-Sein bestimmt einreihen dürfte.
„Dagegen” sein ist genauso wenig deckungsgleich mit Freiheitsliebe, wie es „dafür” sein ist. Es kommt schon auch auf die Inhalte an — und dieses Plakat bezieht sich ja offensichtlich auf die generelle Ablehnung moderner Technik, Fortschritts und Wohlstandes.
Allerdings: Selbst wenn die Wählerschaft für diese Botschaft auch nur ansatzweise empfänglich wäre, würde dass die FDP in Baden-Württemberg kaum noch retten, schätze ich. Macht aber das Plakat ja nicht verkehrt.
@Jan:
dass die FDP anscheinend immer noch meint, entgegen jeder Vernunft, dass Wachstum an sich in jedem Fall einen höchst verteidigenswerten Wert an sich hätte, disqualifiziert mindestens diejenigen, die das Plakat gestaltet haben bzw. verantworten, als Dünnbrettbohrer bzw. Zwangsoptimisten. Beides ist peinlich für eine Partei, die mal (im Bundestag) die einzige Opposition gegen die sog. Notstandsgesetze war. Aber solche Traditionen werden bei euch anscheinend auch genau so wenig gesehen– einfach Liberale nach Kassenlage. Oder wer euch bezahlt, des’ Lied ihr singt…
wer so etwas sagt, hat offensichtlich keinen Plan vom Geld– und Zinssystem auf diesem Planeten. Und versteht natürlich nicht die aufgezeigte Alternative auf dem Plakat.
Das weltweite Geldsystem benötigt Mindestwachstum, ob mans mag oder nicht ist eigentlich irrelvant, das ist aktuell eine Realität. Aber wenn Du es nachgelesen und verstanden hast, bin ich auf einen Alternativvorschlag gespannt.
@don: Hast Du noch nicht mitbekommen, dass die Ökonomen in der Defensive sind und sich und ihre Heilslehren neu formulieren und legitimieren müssen?
Du stellst einfach Behauptungen auf, die irgendwelche Controlling– und VWL-Phantasten in die Welt und ihre Förderanträge schreiben.
Bring mal Beweise. Und zwar solche, die die gegenwärtige Systemkrise reflektieren.
Ich höre und lese von den Neoliberalen nichts als hohle Phrasen, überheblich vorgetragen.
nein, habe ich nicht mitbekommen. Wer ist aktuell verantwortlich für die Realitätswahrnehmung?
Wenn Du den Zusammenhang zwischen Zins & Zinseszins, Geldmenge, Liquidität, WACHSTUM und Inflation begriffen hast, wird Dir evtl. klar, warum die Zentralbanken die Druckmaschinen in der Krise angeworfen haben.
Ob etwas irgendetwas anderes „benötigt”, ist doch eigentlich irrelevant. Die Frage ist, ob es das auch hervorbringt. Und das sehe ich hier nicht.
ja — eigentlich. Aber ich habe da eine tendentiell sorgenvolle Vorstellung wie der Mob „die Dinge” durcheinanderbringt, wenn Wachstum nicht die inhärenten Probleme steigender Geldmengen abfängt.
Der Starrsinn der Jungliberalen erinnert inzwischen an manche Evangelikalen.
@Jan: Du argumentierst viel zu blauäugig. Gegen Fortschritt und Technik sind die CDU und die FDP. Die subventionieren mal eben mit Milliarden jahrzehntealte Atomkraftwerke und ruinieren einen Mittelstand, der sich in zehn Jahren eine Spitenzposition auf den Weltmärkten erobert hat. Das nenne ich technikfeindlich. Und konzernhörig.
Der primitive Affe fällt also auf denjenigen zurück, der ihn auf seine Plakate malt.
Es soll neue Subventionen für Kernkraft geben? Hast du dazu eine Quelle?
http://www.zeit.de/wirtschaft/2010–10/atomkraft-subventionen-greenpeace
Ich weiß, das Atomform bezeichnet die 50 Jahre Dauersubvention gerne als Anschubfinanzierung.
Frank hat aber recht.
Ich sehe auch nicht, dass die „Dagegen”-Fraktion generell zukunfts– und fortschrittsfeindlich wäre. Die wollen eben nur eine andere Zukunft.
Zukunftsfeindlichkeit gibt es auch bei CDU/CSU und FDP in Massen.
Die vom Staat übernommenen Kosten für die Endlagerung (die zum Beispiel aufgrund früherer SPD-Politik anfallen) sind vielleicht eine Subvention. Aber die kann man wohl kaum der Laufzeitverlängerung anrechnen, jedenfalls nicht vollständig. Ich hab nun leider weder Zeit und Lust, mir diese Studie zu besorgen, der Artikel gibt eigentlich nichts haltbares zum Beleg für die Behauptung, dass die Subventionen steigen würden, her.
Für mich ist offensichtlich, dass es in diesem Land eine gewisse Technologiefeindlichkeit gibt. Nicht nur bei der Kernkraft, wo man dass aufgrund der Tschernobyl-Erfahrungen ja gefühlsmässig nachvollziehen kann, auch wenn ein Ausstieg nunmal tendenziell gerade nicht dazu führen wird, dass die Tschernobyl-Reaktoren vom Netz kommen.
Andere Themen sind zum Beispiel die Gentechnik oder — weniger konzeptionell umstritten aber trotzdem immer wieder gut für regionale Aufreger — Handyfunkmasten oder Windmühlen plus Zuleitungen.
(Und ich füge, gemein wie ich bin, noch dezent ein gehässiges „Kohlesubvention!” als Hinweis auf das Glaushaus, in dem sich manche Parteien und ihre Vorturner in Sachen Energie steinewerfend in der eigenen Moral sonnen, hinzu)
@Jan:
wogegen sich die FDP unter Möllemann auch immer vehementestens gewehrt hat– sogar Pinkwart soll Rüttgers tausende Male auf dem Herrenklo des Düsseldorfer Landtags energisch zu recht gewiesen haben ;-)
Ach, ihr „libs”- wann lernt ihr endlich mal, ernsthaft zu argumentieren :-(
Wenn das mal passieren sollte, seid ihr, wie bereits einige (mir entfernt oder auch persönlich bekannte ehem. FDPler) in Nds., gerne in der Linkspartei willkommen. Vorher wird’s leider nichts mit dem Überleben nach dem großen Crash ;-)
[…] der FDP pauschal alle Bürgerinitiativen oder Demonstrationen zu kritisieren, wie es ein paar Sozialdemokraten glauben machen wollen. Der dort verwendete Vergleich mit der Demonstration in der DDR für die […]
Interessant ist auch, dass dieser 1. FC Köln der Demoskopie nun auch zu Tiervergleichen greift.
Sorry, liebe FC-Fans! ;-)