Bei der leidigen Integrationsdebatte geht mir durch den Kopf: in unserem Deutschland leben Hessen, Franken, Bayern, Friesen, Schwaben, Polen, Berliner, Brandenburger, Sudetendeutsche, Italiener, Badener, Lutheraner, Katholiken, Reformierte, Atheisten etc. pp. ziemlich problemlos zusammen — da wird doch wohl noch Platz für ein paar Türken und Muslime sein?
Mein Deutschland ist vielfältig und bunt, hier ist Platz für die Anti-S21-Schwaben und die Hamburger Pfeffersäcke. Und der Gemüsehändler aus Anatolien soll hier keine Chance haben?
Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein, wenn ich bitten darf.

Endlich mal etwas Entspanntes zur Intergrationsdebatte :).
Die Landsmannschaften, die ich vergessen habe, dürfen sich jetzt beschweren. :-)
Wer fordert denn bitte, dass alle Türken und Muslime das Land verlassen sollen oder dass für Gemüsehändler „kein Platz” sein soll?
@Jan:
in der Konsequenz– zu Ende gedacht (tolles deutsches Wort– „Endlösung”)- z. B. Thilo Sarazzin. Aber Realitäten muß niemand zur Kenntnis nehmen ;-)
@NS
na, da muss man ja einige Kurven Denken um zu dem „Ende” zu kommen.
Wow, da hast Du ja schnell reagiert: Gerade noch auf Twitter, jetzt schon im Forum. Also gut:
Ich kann Dir nur zustimmen. Geht man es psychologisch an, komme ich zu dem Schluss: Alle Phobien haben ihren Ursprung darin, in andere die eigenen schlechten Seiten (bzw. Ängste) zu projizierten.
Ausländerfeindlichkeit können nur Menschen überwinden, die ein gesundes Selbstbewusstsein (im wahrsten Sinne des Wortes) haben. Denn nur die trauen sich, Grenzen und Hemmschwellen zu überschreiten und Mitglieder des projizierten Feindbildes persönlich kennen zu lernen. Dabei sind die Unterschiede zwischen „denen” und „uns” immer marginal. Aber wie Marx (oder war es Freud?) sagte: Der Mensch sieht nur den Unterschied.
Ich nehme mich da selbst nicht aus: Ich habe einen einen Investmentbanker persönlich kennen gelernt und kann sagen: Die sind nicht alle schlecht ;-)
Was mich an der sog. Leitkulturdebatte, die die Union ja an der Religion festmacht, massiv stört ist: Wer die Unterschiede zwischen den Religionen betont, hat das Wesen von Religion nicht verstanden. Wer sich als Christ von Muslimen in seinem Glauben bedroht fühlt, oder umgekehrt, ist kein gläubiger Mensch.
Man kann sich nur von denen Bedroht fühlen, die Religionen für persönliche Machtansprüche missbrauchen. Das aber haben die CSU und CDU Prominenten noch nicht verstanden..
Gute Ergänzung.
Mich stört bei der Debatte die Überfrachtung von „Bildung” und „Schule”: Integration findet nicht nur in der Schule statt, sondern auch und vor allem im Verein, am Arbeitsplatz, im Park, etc. pp. Und: gebildete Arschlöcher im Nadelstreifen sind trotzdem Arschlöcher. Ungebildete feine Menschen sind hingegen feine Menschen. „Bildung” per se ist ja kein Gütesiegel.
ich denke mir die Welt *lalala* wie sie mir gefällt …
@DGD:
das kennt „man” doch von Dir.