Die grüne Böll-Stiftung macht eine supermoderne Veranstaltung zu „Chancen und Risiken künftiger Netzregulierung”.
Davon haben Frauen offensichtlich keine Ahnung. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, dass 21 Männer eingeladen wurden — und keine einzige Frau.
Echt grün?
PS: Die grüne Basis reagiert verschnupft: „Und weil ich weiss, dass die Böll-Stiftung es besser kann, ärgert mich das umso mehr.„


Die bereiten sich auf auf bundesweite Koalitionen mit der Union vor… um das zu bewerkstelligen, muss man als erstes alle Frauen entsorgen.
Alternative Erklärung I: Zufall
Alternative Erklärung II: Bei den Representanten der verschiedenen Bereiche gibt’s tendenziell einen Männerüberschuss (m.E. die richtige Erklärung, bitte mal checken).
„Alternative Erklärung II: Bei den Representanten der verschiedenen Bereiche gibt’s tendenziell einen Männerüberschuss (m.E. die richtige Erklärung, bitte mal checken).”
Das ist in quasi jedem Politikbereich so, da Politik nach wie vor von Männern dominiert wird. Man kann es sich also einfach machen und nicht nach Frauen suchen — oder man nimmt Gleichstellung ernst und gibt sich Mühe.
ein freier Markt quittiert so etwas übrigens umgehend.
Schon mal versucht Frauen auf eine kostenpflichtige Tagung einzuladen, bei der nur wenige Speaker Frauen sind?
@dgd: Interessanter Ansatz. Da ist wohl einiges dran.
Die Frage ist doch eher jene, ob Frauen in bestimmten Bereichen diskriminiert werden, oder ob sie schlicht und einfach kein Interesse daran haben…
Obwohl die Bereiche, die durch dieses (oben genannte) Line-Up angedeckt wurden, ja eher Frauendomänen sind… naja, vielleicht sind die Männer ja schwule? hihihi…
man hätte zumindest Margot Käßmann als Quotenfrau einladen können. Die nötige Qualifikation (Frau) hätte sie ja gehabt ;)
Was ich davon halte, steht ja schon beim Basislink. Mich würde aber jetzt natürlich doch interessieren, ob es eine thematisch ähnlich gelagerte FES-Veranstaltung gab/gibt, die das mit der Beteiligung von Frauen besser hinkriegt.
[…] und in seinem Blog rotstehtunsgut.de (aus “gesunder sozialdemokratischer Perspektive”) veröffentlicht (zu sehen oben). In den Kommentaren dazu wird dann die Frage gestellt, ob die (SPD-nahe) […]
Wo ist denn da jetzt das Problem? Da es sich um die Heinrich-Böll-Stiftung und nicht um die Hisbollah handelt kann man/frau davon ausgehen, dass Frauen bei der ReferentInnensuche nicht absichtlich ausgeschlossen worden sind. Es gibt in diesem Bereich vielleicht einfach nicht so viele Frauen, diejenigen die angefragt wurden haben abgesagt, oder was auch immer. Wichtig ist doch, dass die ReferentInnen kompetent über das Thema informieren können und nicht ob sie weiblich, schwul, schwarz oder sonst was sind. Gegen Männerüberschuss habe ich sowieso nichts einzuwenden :)
„Es gibt in diesem Bereich vielleicht einfach nicht so viele Frauen”
Das gilt für quasi jeden Politikbereich, wie gesagt. Es gibt nun einmal weitaus mehr Männer in der Politik als Frauen. Wenn man das als Makel empfindet, so wie ich, dann kann man etwas dagegen tun, und die aktiven Frauen, die es gibt, fördern. Wenn man Feminismus blöd findet, kann man es auch lassen — aber das ist nun einmal eine grundlegend andere Lebensphilosophie, insofern kommen wir da halt auf keinen grünen Zweig. ;)
Klar kannst Du aus Überzeugung Frauen fördern. Aber Psst, wir haben eine Bundeskanzlerin ;)
Ich würde es als Makel empfinden, wenn Frauen (oder Schwarzen oder Homosexuellen etc.pp.) der Zugang zur Politik aktiv verwehrt werden würde. Rechtsgleichheit ohne Ansehen von Geschlecht oder anderen Merkmalen ist unverhandelbar. Ich sehe mich als Feministin, weil ich die Gleichberechtigung von Frauen einfordere. Die ist in Deutschland mittlerweile gegeben, in anderen Teilen der Welt sieht es da noch zappenduster aus.
Mir ist aber nicht klar warum es ein Problem ist, wenn sich wenige Frauen in der Politik engagieren. Jede® muss für sich selbst entscheiden, welche Interessen er/sie verfolgt. So lange jede® politisch aktiv sein kann, wenn er/sie es will gibt es m.E. kein Problem.
Vermutlich kollidieren da tatsächlich zwei unterschiedliche philosophische Auffassungen. Der grüne Zweig ist ohnehin einer der Orte, wo man mich garantiert nicht trifft ;)