21 Männer, keine Frau — echt grün

Supergrün!Die grüne Böll-Stiftung macht eine super­mo­derne Veranstaltung zu „Chancen und Risiken künf­tiger Netzregulierung”.

Davon haben Frauen offen­sicht­lich keine Ahnung. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, dass 21 Männer einge­laden wurden — und keine einzige Frau.

Echt grün?

PS: Die grüne Basis reagiert verschnupft: „Und weil ich weiss, dass die Böll-Stiftung es besser kann, ärgert mich das umso mehr.”

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

11 Kommentare zu “21 Männer, keine Frau — echt grün

  1. Die bereiten sich auf auf bundes­weite Koalitionen mit der Union vor… um das zu bewerk­stel­ligen, muss man als erstes alle Frauen entsorgen.

    Alternative Erklärung I: Zufall

    Alternative Erklärung II: Bei den Representanten der verschie­denen Bereiche gibt’s tenden­ziell einen Männerüberschuss (m.E. die rich­tige Erklärung, bitte mal checken).

    • „Alternative Erklärung II: Bei den Representanten der verschie­denen Bereiche gibt’s tenden­ziell einen Männerüberschuss (m.E. die rich­tige Erklärung, bitte mal checken).”

      Das ist in quasi jedem Politikbereich so, da Politik nach wie vor von Männern domi­niert wird. Man kann es sich also einfach machen und nicht nach Frauen suchen — oder man nimmt Gleichstellung ernst und gibt sich Mühe.

      • ein freier Markt quit­tiert so etwas übri­gens umgehend.

        Schon mal versucht Frauen auf eine kosten­pflich­tige Tagung einzu­laden, bei der nur wenige Speaker Frauen sind?

      • Die Frage ist doch eher jene, ob Frauen in bestimmten Bereichen diskri­mi­niert werden, oder ob sie schlicht und einfach kein Interesse daran haben…

        Obwohl die Bereiche, die durch dieses (oben genannte) Line-Up ange­deckt wurden, ja eher Frauendomänen sind… naja, viel­leicht sind die Männer ja schwule? hihihi…

  2. man hätte zumin­dest Margot Käßmann als Quotenfrau einladen können. Die nötige Qualifikation (Frau) hätte sie ja gehabt ;)

  3. Was ich davon halte, steht ja schon beim Basislink. Mich würde aber jetzt natür­lich doch inter­es­sieren, ob es eine thema­tisch ähnlich gela­gerte FES-Veranstaltung gab/gibt, die das mit der Beteiligung von Frauen besser hinkriegt.

  4. Pingback: Missy Magazine » netz:regeln mit Regelschmerzen

  5. Wo ist denn da jetzt das Problem? Da es sich um die Heinrich-Böll-Stiftung und nicht um die Hisbollah handelt kann man/frau davon ausgehen, dass Frauen bei der ReferentInnensuche nicht absicht­lich ausge­schlossen worden sind. Es gibt in diesem Bereich viel­leicht einfach nicht so viele Frauen, dieje­nigen die ange­fragt wurden haben abge­sagt, oder was auch immer. Wichtig ist doch, dass die ReferentInnen kompe­tent über das Thema infor­mieren können und nicht ob sie weib­lich, schwul, schwarz oder sonst was sind. Gegen Männerüberschuss habe ich sowieso nichts einzuwenden :)

    • „Es gibt in diesem Bereich viel­leicht einfach nicht so viele Frauen”

      Das gilt für quasi jeden Politikbereich, wie gesagt. Es gibt nun einmal weitaus mehr Männer in der Politik als Frauen. Wenn man das als Makel empfindet, so wie ich, dann kann man etwas dagegen tun, und die aktiven Frauen, die es gibt, fördern. Wenn man Feminismus blöd findet, kann man es auch lassen — aber das ist nun einmal eine grund­le­gend andere Lebensphilosophie, inso­fern kommen wir da halt auf keinen grünen Zweig. ;)

      • Klar kannst Du aus Über­zeu­gung Frauen fördern. Aber Psst, wir haben eine Bundeskanzlerin ;)

        Ich würde es als Makel empfinden, wenn Frauen (oder Schwarzen oder Homosexuellen etc.pp.) der Zugang zur Politik aktiv verwehrt werden würde. Rechtsgleichheit ohne Ansehen von Geschlecht oder anderen Merkmalen ist unver­han­delbar. Ich sehe mich als Feministin, weil ich die Gleichberechtigung von Frauen einfor­dere. Die ist in Deutschland mitt­ler­weile gegeben, in anderen Teilen der Welt sieht es da noch zappen­duster aus.

        Mir ist aber nicht klar warum es ein Problem ist, wenn sich wenige Frauen in der Politik enga­gieren. Jede® muss für sich selbst entscheiden, welche Interessen er/sie verfolgt. So lange jede® poli­tisch aktiv sein kann, wenn er/sie es will gibt es m.E. kein Problem.

        Vermutlich kolli­dieren da tatsäch­lich zwei unter­schied­liche philo­so­phi­sche Auffassungen. Der grüne Zweig ist ohnehin einer der Orte, wo man mich garan­tiert nicht trifft ;)