Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

11 Kommentare zu “Anti-Atom-Demo: Juso-Video

  1. Welchen Beitrag trägt eigent­lich nochmal die SPD zur der Lösung der Endlagerproblematik bei? In welchen Ländern möchte die SPD denn so die Endlager errichten? Und warum nicht auch in IRGENDEINEM der übrigen 15 Länder?

    Und dürfen wir diesmal noch vor der Wahl 2013 mit Ideen rechnen oder werden danach wie bisher wieder die Hände in den Schoss gelegt, weil man so halt niemanden stört?

    Die soge­nannte Atompolitik der SPD ist ein Garant für stei­gende Politikverdrosseneit. Man kann ja eine Meinung haben, man kann sie sicher auch mal ändern. Die momen­tante Aufplusterung aller­dings ist nur noch grotesk. Und löst übri­gens unsere Probleme hier, in der Heimat von Krümmel und Gorleben, kein biss­chen. Schämt Euch.

    • @Jan:
      welcher Partei gehörst Du noch mal grade an?
      Oder bist Du aus der FDP ausge­treten?
      Wer vertritt denn ständig Laufzeitverlängerungen usw.- und das fast unun­ter­bro­chen seit fast 50 Jahren?
      Ja, „ihr” hattet mal eine Anti-AKW-Zeit– aber dann mußten „eure” Chefs die Jungdemokraten durch die hand­zahmen „JuLis” ersetzen– seitdem seid ihr jüngeren FDPler(Innen) für mich eh nicht mehr ernst zu nehmen.
      Ein Jugendverband, der reak­tio­närer ist als die älteren Parteimitglieder, der sollte mal in sich gehen– obwohl, viel­leicht beginnt das grade bei Dir– dann würdige ich das natür­lich („dieser Kommunist, er dreht und windet sich” ;-) ) als Schritt in die rich­tige Richtung– bis bald mal am Schacht– oder hast Du Angst, dass Dich jemand erkennt?

      • Du gehst mir einfach nur auf den Keks. Meine Meinung zum Thema Atomkraft ist hinläng­lich bekannt, auch in meiner Partei. Und es stößt nicht immer auf Begeisterung, wenn ich die z.B. in Leserbriefen an unsere Zeitungen schicke, die die auch gerne drucken. Ich habe keine Ahnung, was du dir von persön­li­chen Angriffen und Vorwürfen versprichst oder wie es eine Diskussion voran­bringen soll, wenn du, statt zu debat­tieren irgend­welche Vorurteile runterdrischt.

        • @Jan:
          nana, nun mal langsam mit den jungen Pferden.
          Ich hatte ledig­lich Dein Engagement (?) in Frage gestellt– wenn Du dann der erste neue AKW-Gegner in der FDP bist, prima– viel­leicht werdet ihr mal mehr– so 5 oder 8.
          Aber die Frage aus dem Nachbar-Thread (Endlager in Süddeutschland)- die kannst Du doch mal beant­worten– wo steht die FDP (in Nidersachsen) in dieser Frage– und das vor allem vor dem Hintergrund, dass „ihr” an der Regierung betei­ligt seid. Wenn es „euch” ernst wäre mit einer kriti­schen Haltung– wie wäre es damit, aus dieser Regierung raus zu gehen (egal, was „man” nun von Hr. McAllister hält– manche lassen sich ja vom Lächeln blenden)?
          Ah, so etwas, das geht natür­lich nicht…
          Und mein kleiner Ausflug in eure Parteigeschichte– der war doch sehr passig– ich bekommen hier ständig „SEDSEDSED” an den Kopf geworfen, selbst dann, wenn’s nicht um Stasi oder den letzten Staatsratsvorsitzenden geht … und die Episode mit den Jungdemokraten war doch sinn­voll– womög­lich wäre ich da Mitglied geworden– aber Deine Altervorderen konnten ja anschei­nend keine Kritik (mehr) vertragen– ist das bei Dir anders?

          • Ich regiere nirgends und habe das auch nicht vor. Ich bin auch nicht deswegen Mitglied einer Partei, weil ich erwarte, dass die sich in allem meiner Meinung anschließt und schon gar nicht, weil ich mir deren Positionen zu eigen machen möchte. Mein Engagement ist also vor allem stra­te­gisch zu verstehen. Daher treffen mich Vorwürfe, wie böse diese oder jene Regierung oder die komplette Partei ist auch nicht. Vermutlich geht so etwas in deinen kollek­ti­vis­ti­schen Dickschädel gar nicht rein aber es gibt für mich da kein scheinbar von dir erwar­tetes „euch”, ich bin Individualist.

            An „die Episode mit den Jungdemokraten” kann ich mich selt­sa­mer­weise nicht erin­nern (wahr­schein­lich, weil ich jünger als 50 bin) aber soweit ich weiss, hatten und haben die noch weniger mit frei­heit­li­cher Politik am Hut, als die JuLis — und die sind da in manchen Punkten schon ausge­spro­chen merk­würdig drauf. Jedenfalls ist mir ziem­lich Laterne, ob du mich für irgendwas kriti­sierst oder nicht, aller­dings ist es schwach­sinnig, mich für FDP-Positionen zu kriti­sieren, die ich nicht teile.

          • @Jan:
            Danke für *Deine* Einlassung– aber „kollek­ti­vis­tisch”? Du verkennst da die Realität– wenn ich mich hier äußere, wird mir SED, Mauer, Schießbefehl vorge­halten, auch wenn’s mit dem Thema wenig bis nichts zu tun hat. Dass „man” sich an irgend­etwas direkt erin­nern können muß, um eine Meinung dazu zu haben, erschließt sich mir auch nicht. Ich habe die FDP-Politik inso­weit kriti­siert, als Du sie Dir (indi­rekt?) zu eigen machst– Deine Strategie ist im Diskurs nahezu bedeu­tungslos, als Randkolorit aller­dings inter­es­sant– Dein Gewissen kann und will ich Dir jedoch nicht ersetzen.
            Besides: auch lange vor meinem 16. Geburtstag inter­es­sierte mich Politik schon mehr als viele andere Altersgenossen :-)

          • „wenn ich mich hier äußere, wird mir SED, Mauer, Schießbefehl vorge­halten, auch wenn’s mit dem Thema wenig bis nichts zu tun hat.”

            Das ist das Los eines jeden Linken (im Sinne der Partei „Die Linke”). Finde ich auch beschä­mend. Aber die Außeinandersetzung mit dem Programm dieser Partei wird vermieden. Lieber zieht man den Strohmann „SED 2.0.” aus dem Hut. Glaubwürdig ist das nicht.

            Und das sage ich, obwohl mir einiges im Linken-Programm nicht gefällt. Aber darüber kann man ja disku­tieren, statt jede Diskussion mit dem SED-Argument abzublocken.

  2. SPD & Grüne haben 7 Jahre selbst regiert und einen windel­wei­chen Atomkompromiss („Ausstieg”) zustande gebracht, prak­tisch eine Bestandsgarantie für die Atomwirtschaft. Ein unum­kehr­barer Ausstieg war das nie, und jetzt macht Schwarzgelb eben alles wieder anders. Weil Rotgrün ihnen die Gelegenheit dazu gab…

  3. „Der Streit um die Verantwortbarkeit der Kernenergie hat in unserem Land über
    Jahrzehnte hinweg zu heftigen Diskussionen und Auseinandersetzungen in
    der Gesellschaft geführt. Unbeschadet der nach wie vor unter­schied­li­chen Haltungen
    zur Nutzung der Kernenergie respek­tieren die EVU die Entscheidung
    der Bundesregierung, die Stromerzeugung aus Kernenergie geordnet beenden
    zu wollen.

    […]

    Beide Seiten werden ihren Teil dazu beitragen, dass der Inhalt dieser Vereinbarung
    dauer­haft umge­setzt wird.”

    http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/atomkonsens.pdf