Ein gutes Beispiel für Zivilcourage ist depub.org. Warum das so ist, erklärt uns „Zeit Online”.
Die Lobbyisten der privaten Verlage und die Politiker, die dieses kreuzdämliche Verfahren erdacht und exekutiert haben, werden schon noch sehen, was sie davon haben.
Meine Unterstützung ist depub.org jedenfalls sicher. Weitere Infos unter netzpolitik.org.


Zivilcourage ?
Ja, es gehört schon Mut dazu sich mit den Juristen der staatlich kontrollierten Medien auf einen Rechtsstreit über die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützte Werke einzulassen.
Immerhin haben sich das Staatsfernsehen bislang immer gut bezahlen lassen, wenn man eine Kopie einer bestimmten Sendung wollte. 30 bis 60 Euro hat das früher gekostet.
Auch wer es gewagt hat, Serien die mit seinen Gebührengeldern produziert wurden zum Download zu stellen konnte mit diesen Juristen schon Bekanntschaft schließen.
Natürlich passt es zum Neosozialistischen Zeitgeist auf die privaten Verlage einzuschlagen.
Denen geht es schließlich nur um den Profit, während es dem Staatlich Kontrollierten Medien nur um das Wohl des Volk geht.
Denen geht es so um das Wohl des Volks, das in Zukunft sich niemand dieser Volksgemeinschaft enziehen kann, etwa mit dem Argument er nutzt die staatlich kontrollierten Medien gar nicht, etwa weil er kein Radio und kein Fernsehempfänger besitzt.
Wer weis, vieleicht gibt es auch in Zukunft eine öffentlich rechtliche Tageszeitung, die mit der Haushaltsabgabe finanziert wird ?
Warum nicht ?
Qualitätsjournalismus gibt es ja nur bei den öffentlich rechtlichen, nicht bei Welt, Zeit, taz, Frankfurter Rundschau, Junge Welt…
Ich bin sicher, rotstehtunsgut würde auch das verteidigen, schließlich dürfte die SPD bei der Besetzung der Redaktion dieser Zeitung mitbestimmen…
Zur Qualitiät des staatlich kontrollierten Rundfunks:
@alrik:
kannst Du (können Sie) mal klar stellen, *was* sie nun eigentlich kritisieren oder bemängeln oder verteidigt sehen wollen? Rundfunkfreiheit oder Pressefreiheit oder Urheberrecht oder Gebührenerhebung oder Gebührenfreiheit oder Kultur-„flatrate” oder „Privat vor Staat” oder ?
Herzlich gelacht habe ich bei der als „privat” aufgezählten Tageszeitung „Junge Welt”- das ist eine „LPG”- mithin solch eine sozialistische „Errungenschaft”, deren real-existierende Umsetzung Deines/Ihresgleichen scheut wie der Beelzebub das Weihwasser.
Achja– was ist eigentlich „Neo-Sozialismus”? Oder ist das dieser angebliche „Linksruck”, den Roman Herzog schon vor 15 Jahren prophezeit hatte? ;-)
natürlich ist die Junge Welt privat.
Schließlich finanziert sie sich aus den Abogebühren. Bestimmte Artikel sind nur zugänglich, wenn man dafür bezahlt.
Kann diese Zeitung ein Interesse daran haben, das ihr die öffentlich-rechtlichen Medien durch kostenlose Artikel im Internet Konkurrenz machen ?
Auch fehlt eine demokratische Kontrolle wie sie die öffentlich rechtlichen Medien durch den Rundfunkrat haben.
Oder sind wichtige gesellschaftliche Gruppen wie die christlichen Kirchen, Unternehmerverbände, Vertreter der Landtagsfraktionen von CDU, FDP ect im Kontrollorgan der Jungen Welt vertreten ?
Ausserdem trägt die Junge Welt nicht zur Grundversorgung der Bevölkerung bei. In keiner Ausgabe die ich gelesen habe findet sich z.B. etwas zum Thema Volksmusik.