Die Berliner SPD hat in der Tat völlig versagt. Sarrazin hatte schon nach seinem „Lettre”-Interview nichts mehr in der SPD verloren, die dort geäußerten Meinungen unterscheiden sich von seinem Buch qualitativ nicht wirklich. Es ist überaus erstaunlich, dass sich ausgerechnet Wowereit jetzt gegen Sarrazin positioniert, mit einer Chupze, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Wer hat denn Sarrazin bitte zum Senator und zum Bundesbankvorstand gemacht, wenn nicht Wowereit? (Aber okay, die Berliner SPD habe ich seit ihrem Anti-Religions-Kampf eh gefressen.)

Die Berliner SPD (und die LINKE sowie GRÜNEN) haben — eindrucksvoll bestätigt durch Volksentscheid — keinen „Anti-Religions-Kampf” geführt, sondern klargestellt, dass die grundgesetzliche Trennung von Staat und Religion zumindest in der Hauptstadt eingehalten wird.
Altväterlicher Zwang zum Pflichtfach Religion ist nun mal mit moderne Gesellschaften nicht vereinbar. Und das ist auch gut so, liebe Genossen. :-)