Der „Vorwärts”, die SPD-Parteizeitung, bekommt einen neuen Chefredakteur: Uwe Knüpfer, ehemaliger WAZ-Chefredakteur. Mir ist der gute Mann nicht näher bekannt. Deshalb ein paar kommentierte Links:
- Sein Projekt „OnRuhr” und das mit dem „Pottblog” geführte Interview im November 2006 zeigt, dass er damals keine Ahnung von „Internet” hatte. Möglicherweise ist das nun anders.
- Entsprechend ist die Zeitung „OnRuhr” im juli 2007 auch gestorben; as „turi2” dazu schreibt, klingt, als sei Knüpfer extrem uneinsichtig in Bezug auf das Internet.
- Was er im Dezember 2008 über Lokalzeitungen zu den „Ruhrbaronen” sagt, klingt sehr gut.
Fazit: Knüpfer hat extrem viel Ahnung von Print-Zeitungen. Das ist sicherlich nicht zu bestreiten. Sein Zeitungsselbstverständnis gefällt mir gut. Deshalb ist er für den Print-Vorwärts vielleicht eine gute Wahl. Aber: sollte Knüpfer über das Internet noch so denken wie 2006 und 2007, und sollte er bei „vorwärts.de” etwas zu sagen haben, dann wäre das eine furchtbare Entwicklung für „vorwärts.de”.
Ein Generationenwechsel sieht übrigens anders aus. Ein junger, frischer Blattmacher wäre besser, dann klappte vielleicht die Verzahnung von Print und Online beim „Vorwärts” besser.


[…] das in Fragen der Sozialdemokratie üblicherweise gut informierte Blog Rot-steht-uns-gut meldet, wird der ehemalige WAZ-Chefredakteur Uwe Knüpfer ab dem 1. Oktober Chefredakteur des […]
Passend dazu:
http://rotstehtunsgut.de/2010/08/10/6-jahre-netzpolitik-org-gluckwunsch/
Die WAZ ist neoliberal bis in die Knochen. Und wer den antideutschen & islamophoben „Ruhrbaronen” Interviews gibt, kann auch gleich der „Jungen Freiheit” Rede und Antwort stehen. So gesehen passt der ganz gut zur SPD-Prawda.
Alles klar, „Linksman”. :D