Hartungs Wechsel von Linkspartei zu SPD II

Leser „Taiko” schreibt:

Man sollte immer die Unterstützung seiner Partei haben, wenn man kandi­diert. in diesem Fall war das aber nicht so. Die Landesspitze wollte lieber den „unkünd­ba­ren” Regionalmitarbeiter in Weimar versorgt sehen, als sich auf den bekann­ter­ma­ßen unbe­que­men Gesundheitspolitiker. 5 Wochen vor der Wahl gelangte durch eine Indiskretion an die Presse, dass man im Linken Landesvorstand gar nicht traurig wäre, dieses Direktmandat nicht zu errin­gen. Entsprechend war der Kandidat aus Weimar der einzige Direktkandidat, der bei der „Ramelow-Sommertour” nicht promo­tet werden sollte. Genossen spra­chen sich gegen die Wahl des eigenen Kandidaten aus, wette­ten in Internetforen gegen ihn.
Entsprechend war das Wahlergebnis: Ein recht hoher Prozentsatz der Linksparteiwähler versag­ten dem Kandidaten die Stimme. Gleichzeitig über­zeugte „der Linkeste der Linken” eine erheb­li­che Zahl von Wählern, die mit der 2.Stimme SPD, Grüne und auch CDU wählten. Warum wohl?
Jedenfalls hat er rund 1000 Stimmen mehr errun­gen, als die Linke jemals bei einer Wahl in Weimar bekam. „Nur” mit den Stimmen der Linkswähler hätte er auch nicht gewon­nen.

Wenn man nun noch ergänzt, dass die SPD Weimar den Oberbürgermeister stellt, dann werden die Krokodilstränen von Ramelow und Co. immer unglaub­wür­di­ger.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.