Leser „Taiko” schreibt:
Man sollte immer die Unterstützung seiner Partei haben, wenn man kandidiert. in diesem Fall war das aber nicht so. Die Landesspitze wollte lieber den „unkündbaren” Regionalmitarbeiter in Weimar versorgt sehen, als sich auf den bekanntermaßen unbequemen Gesundheitspolitiker. 5 Wochen vor der Wahl gelangte durch eine Indiskretion an die Presse, dass man im Linken Landesvorstand gar nicht traurig wäre, dieses Direktmandat nicht zu erringen. Entsprechend war der Kandidat aus Weimar der einzige Direktkandidat, der bei der „Ramelow-Sommertour” nicht promotet werden sollte. Genossen sprachen sich gegen die Wahl des eigenen Kandidaten aus, wetteten in Internetforen gegen ihn.
Entsprechend war das Wahlergebnis: Ein recht hoher Prozentsatz der Linksparteiwähler versagten dem Kandidaten die Stimme. Gleichzeitig überzeugte „der Linkeste der Linken” eine erhebliche Zahl von Wählern, die mit der 2.Stimme SPD, Grüne und auch CDU wählten. Warum wohl?
Jedenfalls hat er rund 1000 Stimmen mehr errungen, als die Linke jemals bei einer Wahl in Weimar bekam. „Nur” mit den Stimmen der Linkswähler hätte er auch nicht gewonnen.
Wenn man nun noch ergänzt, dass die SPD Weimar den Oberbürgermeister stellt, dann werden die Krokodilstränen von Ramelow und Co. immer unglaubwürdiger.

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