6 Jahre netzpolitik.org: Glückwunsch! Nebst Anmerkungen zu Blogs im Allgemeinen

netzpolitik.org feiert Geburtstag und alle feiern mit. Alles Gute!

Besonders inter­es­sant:

Bevor ich zu einigen Highlights der letzten sechs Jahre komme, viel­leicht mal ein paar Statistiken. Insgesamt finden sich 8,651 Artikel im System und 68,096 Kommentare. Nicht gezählt sind die vom Spamfilter aussor­tier­ten Kommentare, die dürften in die Millionen gehen. Wir tracken nicht so genau, wieviele Menschen hier vorbei­kom­men, aber im Monat sind es regel­mä­ßig über eine Million Besucher bei rund vier Millionen Seitenabrufen.

Wenn das stimmt, und ich wüsste nicht, warum es nicht stimmen sollte, dann bedeu­tet das:

  1. Es ist möglich, als Einzelkämpfer mit viel Arbeit und Mühe erfolg­reich zu sein. Das ist die indi­vi­du­elle Perspektive.
  2. Verlage müssen aufpas­sen: ihre Vorherrschaft in der Medienlandschaft ist nicht gott­ge­ge­ben. Besonders Lokalblogs werden meiner Meinung nach noch stark zuneh­men und haben das Potenzial, Lokalzeitungen das Wasser abzu­gra­ben. Das ist die mediale Perspektive.
  3. Die SPD und der Vorwärts verschen­ken ein riesi­ges Potenzial. Es wäre ein Leichtes, ein Team von 10 Leuten zu finan­zie­ren, die nur die Aufgabe haben, ein Blog aus sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Perspektive zu betrei­ben. Leider ist vorwärts.de grob unter­fi­nan­ziert und spd.de wird ständig neu gestal­tet. Es fehlt, mit einem Wort, an Nachhaltigkeit. Das ist die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Perspektive.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

5 Gedanken zu „6 Jahre netzpolitik.org: Glückwunsch! Nebst Anmerkungen zu Blogs im Allgemeinen“

  1. Die SPD und der Vorwärts verschen­ken ein riesi­ges Potenzial.

    Na ja, wenn man sich den/die/das baden-würt­tem­ber­gi­sche/n blog der SPD im Vergleich zu diesem hier anschaut, dann schei­nen die Leute eher daran Gefallen zu finden, „Privat”-Meinungen zu lesen, als Parteiverlautbarungen.

    Wenn Du da nichts schrei­ben würdest und ich nicht kommen­tie­ren, wäre da völlig tote Hose :-)

    1. Ganz recht, Parteiverlautbarungen sind nicht attrak­tiv; das ist klar. Kapieren Parteileute nur recht selten.

      1. Eben.
        Beiträge wie Deiner zur Rente mit 67 würden vermut­lich nicht so in einem reinen Parteiblog stehen. Aber gerade solche Artikel lassen beim Leser die Attraktivität entste­hen, sich zu betei­li­gen.

  2. Und wenn man sich dann noch die Plattform www. meineSPD.net anschaut — gruse­lig und pein­lich!
    Ein stim­mi­ges und inein­an­der­grei­fen­des Konzept, das Diskussionen ermög­licht und mode­riert, ohne in Schlammschlachten auszu­ufern, fehlt komplett.

    Das hier ist hinge­gen bemer­kens­wert gut aufge­macht!

    1. meinespd.net ist eine Schande. Leider wahr. Wird deshalb auch zum Bundesparteitag einge­stampft und mit spd.de verschmol­zen. Hoffentlich wird es besser.

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