Die Sarrazin-Verteidiger sagen ja gerne: er argumentiere so stringent, so kühl. Und seine Gegner hingegen, die seien doch gar zu emotional, Fakten oder vermeintliche Fakten würden nicht gesehen. Man müsse über alles wissenschaftlich reden, ökonomisch rangehen, die Fakten genau betrachten, Fakten und Tatsachen können schließlich nicht schmerzen, und wenn sich jemand davon verletzt fühlt, naja — Pech. Die „Gutmenschen” sind eben gar zu simpel. Alles Unfug. Ratio ist nicht alles. Wer Menschen rein nach ihrem ökonomischen Nutzen bewertet, der verabschiedet sich von Demokratie und Aufklärung. Ein Mensch ist aus sich selbst heraus Mensch, nicht qua Abstammung, Titel, Amt oder Stellung. Ein Mensch ist ein Mensch — ein Mensch. Sich von diesem Grundkonsens zu verabschieden, das heißt, Tür und Tor weit aufzumachen für die Unmenschen mit dem Rechenschieber, die mit...
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