Samuel Salzborn im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger”:
Wenn man sich die Entwicklung in den letzten Monaten ansieht, kann man sagen, dass Die Linke auf dem besten Weg ist, eine antisemitische Partei zu werden.
…
Ich bin kein Prophet. Aber die wenigen klugen Köpfe, die Kritiker des Antisemitismus werden sich fragen müssen, ob das noch eine Partei ist, in der sie politisch aktiv sein können.
Starker Tobak, nicht wahr? Kann das denn sein, Antisemitismus in einer linken Partei, in der Linkspartei gar? Nun, es gibt dafür Anzeichen. Man muss wissen, dass innerhalb der linken/linksextremen Szene eine Art Kulturkampf zwischen „Antiimperialisten” und „Antideutschen” tobt: während die „Antiimps” die Meinung vertreten, dass Israel als letzter Vertreter des Imperalismus generell bekämpft werden muss, sind die „Antideutschen” der Ansicht, dass Deutschland strukturell antisemitisch sei und Kritik an Israel immer antisemitisch. Bedingungslose Solidarität mit dem jüdischen Staat gehört zum Selbstverständnis der „Antideutschen”. Eine gute Übersicht liefert ein Vortrag von Stefan Kestler. Weiterhin lohnt sich ein Blick auf die Seiten des NRW-Innenministeriums. Die „Antideutschen” haben sich innerhalb der Linkspartei im „BAK Shalom” organisiert; die „Antiimperialisten” haben sich (noch) nicht organisiert; es scheint auch nicht nötig zu sein, da sich die Linkspartei ja generell als antiimperialistisch versteht. Während die „Antiimps” mit der Linkspartei-nahen „Jungen Welt” ihre eigene Hauszeitung haben, steht das Linkspartei-Blatt „Neues Deutschland” und die „Jungle World” eher den „Antideutschen” nah. Weiterhin gibt es die „Antiimperialistische Koordination”.
Bei der „Amadeu Antonio Stiftung” schreibt Anetta Kahane:
Bringen die Antiimperialisten in ihrem Engagement für Gaza den Menschen dort wirklich und echt Interesse entgegen? Ich bezweifle das. Wie ist es sonst möglich, dass sich die Linken-Abgeordneten Annette Groth und Inge Höger auf einem Schiff der Gaza-Flottille von ihren männlichen Freunden abends auf dem „Frauendeck” einschließen ließen? Diese Frauen, die in Deutschland jedes Substantiv feminisieren, reisten im Namen des Antiimperialismus mit Leuten türkisch-islamistischer Organisationen — Frauenfeinden, Schwulenkillern, Antisemiten. Haben sich Linke von Dschihadisten aus Naivität instrumentalisieren lassen? Nein. Die Gleichgültigkeit der deutschen Flottilleros lässt eher vermuten, dass sie ihrerseits die islamistischen Menschenrechtsverletzer benutzt haben: gegen den Imperialismus, wie sie ihn verstehen, gegen Israel und natürlich gegen die Juden, die ihre Geschichtslektion nicht gelernt haben.
Vor einigen Tagen hat sich bei Facebook eine Gruppe „Stoppt den BAK Shalom!” gegründet, mit klaren Ansagen:
Wir wollen und können zu dieser Frage nicht weiter schweigen. Wir pflegen ein kritisch– solidarisches Verhältnis zur LINKEN und es gibt sicherlich einiges an der Partei oder auch bestimmten GenossInnen zu kritisieren. Dass der BAK Shalom aber verdiente Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Partei, wie zuletzt bei Ulla Jelpke und vorher schon bei Norman Paech geschehen, offen Antisemitismus unterstellt und in die Nähe von Neonazis rückt, zeugt von einem verbohrten Fundamentalismus, der seines Gleichen sucht und in unserem Jugendverband nicht zu dulden ist. Unter GenossInnen gibt es keinen schlimmeren Vorwurf, als sie in die Nähe von Nazi-Schlägern zu rücken, gegen die sie selbst seit Jahren kämpfen. Wie auf einer solchen Grundlage weiter diskutiert werden kann, ist uns schleierhaft. Der BAK Shalom zerschneidet durch das eigene Vorgehen auch noch das letzte Band und die letzten gut gemeinten Diskussionsangebote.
Der Gruppengründer Peter H. gab bis vor wenigen Tagen noch folgendes Hobby in seinem Facebook-Profil an:
„Antideutsche” suchen, finden und von der Erde tilgen scheiß reaktionäres Pak.
Das war dann wohl auch seinen Genossinnen und Genossen zuviel, mittlerweile ist diese spaßversprechende Freizeitbeschäftigung aus seinem Profil verschwunden. Ein weiterer Gruppen-Admin, Claus Stephan S. (siehe auch seine „Räuberhöhle”), findet ebenfalls klare Worte:
Da ich das Gedöns um „political correctness” ziemlich lächerlich finde, (ebenso wie „Gender Mainstreaming”, aber das ist noch eine Spur lachhafter), ist die Default-Einstellung meiner Posts „political incorrect”.
In bester pluralistischer Tradition fragt ein Gruppenmitglied via Facebook-Pinnwand:
Ist es nicht möglich ein Verbot des BAK Shaloms zu initieren?
Auch zu lesen ist:
Ebenso wenig normal find ich eine Petra Pau, die die 9 Morde mit keinem Wort erwähnt, aber stattdessen Parteimitglieder, die soeben von einer extrem anstrngenden Reise zurückkehren, übel zu dissen versucht.
Wir sehen: Kritik an Israel, sog. „Israelkritik”, ist besonders in der Linkspartei sehr beliebt. Dass prominente Mitglieder wie Bodo Ramelow und Halina Wawzyniak sich klar mit Israel solidarisieren, soll hier nicht unerwähnt bleiben; ebenso, dass Gregor Gysi im Januar 2009 einen Strategiewechsel versuchte mit dem Ziel, die Linkspartei klar pro Israel zu positionieren. Allein, es ist festzuhalten: die Strategie scheint gescheitert. Die Kommunisten und Israelkritikerin Sahra Wagenknecht wurde zur Linkspartei-Vize gewählt, mit dem besten Ergebnis aller Stellvertreter, während Wawzyniak abgestraft wurde. Im Programmentwurf der Linkspartei taucht „Israel” mit keiner Silbe auf. (Zum Vergleich: im Hamburger Programm, dem Grundsatzprogramm der SPD, steht auf Seite 21: „Deutschland hat eine besondere Verantwortung für das Existenzrecht Israels. Auch deswegen engagieren wir uns für einen umfassenden Frieden im Nahen Osten auf der Grundlage internationaler Verträge. Wir setzen uns für die Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes und die Schaffung eines lebensfähigen palästinensischen Staates ein.”)
Es führt kein Weg daran vorbei: die Linkspartei muss ihre Haltung zu Israel und Antisemitismus klären. Irre gibt es in jeder Partei — aber in der Linkspartei bekleiden die Irren hohe Parteiämter und haben enormen Einfluss. Der deutschen Linken muss klar werden: Antisemitismus, der als Antizionismus daher kommt, bleibt deshalb dennoch Antisemitismus. Das Bekenntnis zu Israel ist Staatsräson; wenn die Linkspartei das nicht akzeptiert, dann sind jegliche R2G–Träume völlig sinnlos.

Das ist das Erzeugnis der Antideutschen.
Wenn so eine Überschrift möglich ist, dann weil eine kleine Gruppe mit der Diffamierung der ganzen Szene begonnen hat.
Das ist ein Ergebnis linker Vogel-Strauß-Politik, die den eigenen Anteil am Antisemitismus nie reflektiert hat; obwohl es von Anbeginn Interventionen gab (z.B. diese hier http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr248.htm). Dieses Dilemma findet sich in der Partei der nationalen Staatssozialisten der Linkspartei noch in potenzierter Form.
Und zu welchem Schluss ist jetzt der Autor gekommen?
Ganz offensichtlich ist das Interview mit Salzborn nicht als ernst zu nehmen. Zu viele Fehler, Lügen und Diffamierungen. Im Antiimperialistischen Zentralorgan Junge Welt (http://www.jungewelt.de/2010/07–10/002.php) steht auch ein wunderbarer Artikel zu der Frau Kahane.
Zu den Antideutschen sei gesagt, dass diese nichtmal als links bezeichnet werden, sondern sogar als Faschisten. Wenn man sich ihre menschenverachtenden, rassistischen Positionen durchliest, wird einem auch schnell klar, warum. Es wäre weitaus löblicher, wenn sich der Autor gegen die Antideutschen in der Linkspartei wie Pau, Ramelow und Wawzyniak positioniert hätte. Das einzige was es zu klären gibt, ist die Position zu diesen antideutschen Spinnern: Sie sind Kriegstreiber, Hetzer und verbreiten unreflektiert zionistische Positionen. Selbst die Linke in Israel ist schockiert, dass es solche Personen in einer angeblich linken Partei Raum verschafft haben, was in einem Brief, welcher vor einem halben Jahr an die deutsche Linkspartei geschickt wurde, mit der wundervollen Überschrift „Ich tue, was Linke tun: Ungerechtigkeit bekämpfen” publiziert wurde (der Brief ist im antideutschen Zentralorgan Neues Deutschland erschienen).
Noch eine Sache: Antizionismus ist nicht gleich Antisemitismus. Das ist ganz einfach Bullshit. Wer sowas behauptet ist einfach nicht mehr ernst zu nehmen. Ebenso auch der Gebrauch des pejorativen Begriffs „Israelkritik” hat nichts mit einer sauberen Diskussionskultur zu tun; so eine schäbige Diskussionskultur kennt man vielleicht noch von Leuten wie Roland Koch.
@„Zu den Antideutschen sei gesagt, dass diese nichtmal als links bezeichnet werden, sondern sogar als Faschisten. Wenn man sich ihre menschenverachtenden, rassistischen Positionen durchliest, wird einem auch schnell klar, warum. Es wäre weitaus löblicher, wenn sich der Autor gegen die Antideutschen in der Linkspartei wie Pau, Ramelow und Wawzyniak positioniert hätte.”
Selten so einen Dünnschiss gelesen. Dann erklär mir dochmal, warum ‚die Antideutschen’ Faschisten sind! Mit Definition von Faschismus und Belegen für deine These. Danke. Und übrigens: Seit wann ist Pau denn antideutsch? Wenn du den Begriff so weit dehnst, dann wird die Beweisführung für dich noch schwieriger.
@„Antizionismus ist nicht gleich Antisemitismus.” Das mag für den jüdischen Antizionismus gelten; auch für den kommunistischen Antizionismus bis 33. Aber auf keinen Fall für den linken Antizionisus der Nachkriegs-BRD. Selbst was man den Linken 68ff. noch zugute halten kann, nämlich, dass sie den ‚antiimperialistischen Kampf’ als einen globalen verstanden, der noch die Perspektive der Weltrevolution enthielt, so gilt dies heute doch schon längst nicht mehr. Es geht nur noch um ‚das Recht’ irgendwelcher Völker, deren wildes Herumgeballere als Widerstand gefeiert wird. Antizionismus deligitimiert Israels Existenz an sich — und ist natürlich antisemitisch. Das gilt natürlich nicht, wenn man einen Antisemitismusbegriff auf Kindergartenniveau hat, der ihn schlicht als eine mögliche Spielart und Ausdrucksform von Rassismus betrachtet.
Antizionismus deligitimiert Israels Existenz an sich — und ist natürlich antisemitisch.
Da hast du recht.
Es geht nur noch um ‚das Recht’ irgendwelcher Völker, deren wildes Herumgeballere als Widerstand gefeiert wird.
Israel ballert zwar weniger wild herum, trifft aber trotzdem nicht weniger Zivilisten und handelt nicht weniger willkürlich.
Es ist außerordentlich problematisch, dem inhaltsleeren Begriff des „Existenzrechts” hinterzudackeln. Wieso hat ein Staat ein Existenzrecht? Wieso sollte man als Linker die Existenz eines Staats verteidigen? Kann ein Staat überhaupt existieren? Ist er ein lebendes Subjekt? Ist er sogar so lebendig, dass er wächst, sich ausdehnt und weiteres Gebiet einnimmt?
Der Begriff Existenzrecht ist nicht inhaltsleer. Existenz bedeutet Dasein. Und Existenzrecht das Recht auf Dasein. Antizionismus bedeutet, dem Staat Israel sein Recht, da zu sein, abzusprechen. Antizionismus bedeutet nicht, gegen den Staat Israel zu sein, wie er heute existiert, sondern gegen jeden denkbaren Staat Israel zu sein.
Und natürlich kann ein Staat existieren, also da sein. Entweder etwas ist da oder es ist nicht da. Es gibt nicht so etwas wie ein halbes Dasein, jedenfalls nicht im Makrokosmos.
Nichtsdestotrotz muss Kritik an Israel erlaubt sein, und zwar ohne besondere Rücksicht auf die israelische und deutsche Geschichte. Israel hat sich nicht dadurch, dass Millionen Juden in deutschen Konzentrationslagern vernichtet wurden, einen Freibrief erworben, seinerseits Menschenrechte zu verletzen. Wenn es Deutschland um die Bewahrung der Menschenrechte geht, dann steht Deutschland in der Pflicht, auch Kritik an Israel zu üben – und zwar wie an jedem anderen Land auch, in dem Menschenrechte verletzt werden, inklusive dem Inland.
Antizionismus bedeutet gegen einen zionistischen Staat zu sein, aber nicht gegen einen Staat per se.
Da Antideutsche israelische Rechtsextremisten, die offen die Ausrottung von Palästinensern fordern, unterstützen, nehme ich mir die Freiheit, diese Gruppierung als Faschisten zu bezeichnen. Die ganzen islamophoben Ressentiments, die in dieser Gruppierung gepflegt und verbreitet werden, das brutale Auftreten von Mitgliedern dieser Szene bei Demonstrationen gegen linke Teilnehmer und der geforderte entfesselte Kapitalismus, unterstreicht nochmal ihre antidemokratische, nicht-linke Einstellung.
Petra Pau steht ebenso wie Wawzyniak und Ramelow dem BAK Shalom nahe; sie ist Mitglied im bellizistischen, islamophoben und philosemitischen „Stop the Bomb”-Bündnis und attackiert blindwütig Mitglieder der Linkspartei, wenn sie nicht auf der israelischen Linie sind.
Was du da über Antizionismus schreibst, kapier ich ehrlich gesagt nicht. Es wäre schön, wenn du nicht auf kindergartenniveau Beiträge verfassen würdest.
Und hast du mal den Brief der Israelischen Linken rausgesucht?
‚Die Antideutschen’ unterstützen diejenige Partei, die Israel als explizit jüdischen Staat erhalten will — und kann. Nicht mehr und nicht weniger. Du weißt genau, dass sie niemals die ‚Ausrottung von Palästinensern’ unterstützen würden und das keine Regierung in Israel dies betrieben hat, betreibt und betreiben wird. Was du die Pflege und Verbreitung von Islamophobie (übrigens ein Unbegriff) nennst, nenne ich Islamkritik. Ich gehe jetzt mal von den Veröffentlichungen von Bahamas über konkret, der Phase2 bis hin zu Teilen der jungle world aus: Man kann sich da an einigigen Urteilen stoßen und sie ablehnen, aber dort von Islamophobie zu sprechen ist doch Unsinn.
Was das brutale Auftreten angeht, würde ich mal sagen, das sich da beide Seiten nicht sonderlich unterscheiden. Es gehört seit jeher zu jeder linken Praxis, auch mal ‚mehr’ zu machen als eine Sitzblockade. Die Übergriffe auf Antideutsche sind doch ebenso zahlreich, wenn nicht sogar häufiger; da sollte man sich nicht so ins Hemd machen. Zuguter letzt treten ‚die Antideutschen’ doch nicht für einen entfesselten Kapitalismus sui generis ein, sondern aus bestimmten Gründen (Es sind übrigens Gründe, die von Marx entlehnt sind) Diese brauchst du ja nicht teilen…
Das du den Rest nicht kapierst, ist schon klar. Was ich meinte, und auch geschrieben habe, ist, dass es vor Auschwitz eine plausible und mehr oder weniger realistische Alternative zur Lösung der Juden-/Antisemitenfrage gegeben kat: die Hoffnung auf eine klassen– und staatenlose Weltgesellschaft.
Zuletzt nochmal zum Existenzrecht: Es geht doch nicht darum, Israel ein gesondertes Eistenzrecht zuzusprechen. Dass es Leute gibt, die darauf pochen, liegt doch vielmehr daran, dass es Leute gibt, die Israels Existenz delegitimieren — und nur Israels. Über eine allgemeine Staatskritik und die Rolle, die Israel darin zukommt, lasse ich gerne mit mir diskutieren. Aber eine Staats-‚Kritik’, die ihr Objekt allein im ‚künstlichen und archaischen’ Israel sieht (Antizionismus), müsste diesen Umstand vielleicht mal erklären — und nebenbei erläutern, warum andere Staaten nicht betroffen sind. „Wieso sollte man als Linker die Existenz eines Staats verteidigen?” — wieso sollte ein Linker diesem einen Staat wesentlich mehr Feindschaft entgegenbringen (und dafür sogar einen eigenen –Ismus prägen) als anderen Staaten und überdies noch vergessen, dass man es auf der Gegenseite mit einer Nationalstaatsgründungsbewegung zu tun hat.
Du bist ein großer Freund der Unwahrheit. Dein Hobby ist das Lügen und Verdrehen von Tatsachen.
Habe ich jemals von einem Antideutschen eine Kritik an Lieberman gehört? Gibt es eine Reaktion an dem neuen Nentanjahu Video? Kann ich bei euch was zu den Verbrechen im Gazakrieg nachlesen?
Der Begriff „Islamkritik” ist eine Verniedlichung des brutalen Rassismus´ von antideutscher Seite; zu finden in Hasspublikationen wie der bahamas oder auf pi-news. Es verärgert mich auch, wie du die Angriffe von Antideutschen runterspielst. Meistens sind diese nicht nur islamophob, sondern auch sexistisch und homophob. Wie antideutsche Gruppierung außerdem Steckbriefe von Linken erstellen und diese im Internet veröffentlichen hat bereits Nazi-Qualität!
Deine Vorstellung, dass es mehr „Hass” gegen Israel gibt, ist ein Irrwahn. Seit Jahrzehnten wird Unverständnis gegenüber des endlosen Krieges und der zahlreichen ungesühnten Verbrechen geäußert. Seit Jahrzehnten schaut die Staatengemeinschaft weg oder Israel ignoriert Beschlüsse der UN. Illegale Landnahme, völkerrechtswidirge Kriege, Metzeleien an der Zivilbevölkerung, ein Gefängnis für 1,5 Mio Menschen usw.. und du wunderst dich, weshalb dies vielen so sehr im Fokus ist? Geht´s noch?
„Du bist ein großer Freund der Unwahrheit. Dein Hobby ist das Lügen und Verdrehen von Tatsachen.” So sieht’s aus. Am besten gefällt mir ja der Homophobievorwurf von propalästinensischer Seite.…
Selten so einen Mist gelesen… ließ mal ein Buch und komm wieder runter… Macker
apropos Lieberman: Was hältst’n von seinem Vorschlag — mal ungeachtet dessen dass er natürlich ein archaisch-religiöser ultrarechtsextremermagamaganeonazirassist und zugleich neoliberaler neocon-Bellizist und sonstwas-Faschist ist — hab ich was ausgelassen? Ach ja: Neurechts (Kurt F. bitte google mal nach Neue Rechte… danke!) ist er bestimmt auch…:
http://nexusrerum.blogspot.com/2010/07/was-nutzt-die-liebe-in-gedanken.html
>Es führt kein Weg daran vorbei: die Linkspartei muss ihre Haltung zu Israel und Antisemitismus klären.
Ist das wirklich so? Kann man das Thema nicht einfach so treiben lassen, so für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte? Ein bißchen Pro-Israel, ein bißchen pro-Palästina, einträchtig vereint unter dem Dach des demokratischen Sozialismus. Ein kleiner Nebenwiderspruch, der sich bestimmt ausräumen ließe, wenn erstmal die Weltrevolution bewältigt wäre…
Der gesamte Nahostkonflikt wartet ja auch schon ein Weilchen auf seine „Lösung”, obwohl er angeblich so ein drängendes Problem sein soll. Irgendein amerikanischer Präsident der letzten 50 Jahre, der dieses Ziel nicht auf der Agenda gehabt hätte?
>Das Bekenntnis zu Israel ist Staatsräson; wenn die Linkspartei das nicht akzeptiert, dann sind jegliche R2G–Träume völlig sinnlos.
Man wird sehen. Auf Landesebene hat das ambivalente Verhältnis zu Israel zumindest noch keine Zusammenarbeit zwischen SPD und Ex-SED verhindert.
@ „steht das Linkspartei-Blatt „Neues Deutschland” […] eher den „Antideutschen” nah.”? Bin ja mal gespannt auf einen Beleg/eine Begründung…
@ „Das Bekenntnis zu Israel ist Staatsräson; wenn die Linkspartei das nicht akzeptiert, dann sind jegliche R2G–Träume völlig sinnlos.”… so weit ist die Haltung der Spitze der Linkspartei ja wohl nicht von Rot-Grün entfernt, oder? So ein blödes abstraktes Bekenntnis würde ja sogar noch die Linkspartei über die Lippen bringen.
@ warum warten und aussitzen, eine wichtige Teillösung ist doch schon in Sicht: http://nexusrerum.blogspot.com/2010/07/was-nutzt-die-liebe-in-gedanken.html
http://rotstehtunsgut.de/2010/07/19/antisemitismus-in-der-linkspartei/#comment-9268
Mal abgesehen davon, dass die Frage nach dem Antisemitismus kein Nebenwiderspruch in der Linken ist (z.B. hier die ganze Seite 64: http://tinyurl.com/387ua8w); aber es kommt natürlich drauf an, was man unter ‚links’ und Kommunismus versteht.
… na, da ist mir einiges verrutscht… das letzte @ gilt natürlich Forentourist, und die eine Verlinkung war keine Absicht
@Christian:
mal wieder ein S/W-Artikel im besten „Sudel-Ede”-Stil– hast Du alle Folgen des „Schwarzen Kanals” auf DVD?
Wer so „diskutiert”, muß sich über das Schweigen der anderen Seite nicht wundern, er sollte im Gegenteil froh sein, wenn er sich als „Diskutant” nicht über allen Maßen desavouiert und blamiert.
Zudem vermisse ich in Deinem Beitrag einige Belege, vom einfältigen Gleichnis „Kommunist(in)=Antisemt(in)” einmal abgesehen (mal mit der Gründungsgeschichte Israel beschäftigt?). Inwiefern und warum wurde Halina von wem wann „abgestraft”? Gilt das auch für Ihren Bezirks-/ Landesverband? Wird sie angefeindet– und das gar („nur”) aufgrund ihrer Haltung zu Israel? Wo Belege fehlen, wird es nebelig– Deine FB-group als Beleg und irgendwelche solids, die mal wieder abdrehen, weil sie das falsche Zeugs geraucht haben, ist m. E. nicht mal für Vermutungen tauglich, geschweige denn für die von Dir ausgemachte Tendenz, die LiPa sei antisemitisch. Ich jedenfalls lasse mir diesen Schuh nicht anziehen.
@nexusr.:
Danke für den Link… wäre erfreut, wenn es eine Kurzzusammenfassung gäbe.
@f-tourist:
SEDSPDCDUFDP– alles eine Soße ;-)
Im Übrigen solltest Du Christians Artikel besser nochmal lesen (Stichwort: Bodo…).
@all:
na klar, es gibt Auseinandersetzungen über die o. a. Themen. In der Regel ist es allerdings wahrlich ein „Nebenwiderspruch” (Danke an FT für die Erinnerung), der mit dem Partei– und Politik-Alltag (!) wenig bis nichts zu tun hat, also ob sich fernab (an der Peripherie) ein paar DogmatikerInnen an die Gurgel gehen, salopp gesagt. Ja, das ist fürchertlich „nationalistisch”, dass mich mein eigener „Hinterhof”, da wo ich lebe, ein wenig mehr kümmert als das Schicksal bedrohter Völker weltweit, an dem ich doch zumist wenig bis nichts ändern kann, außer ich glaubte, dass wohlfeile Worte Probleme lösen würden. Und sei das jetzt auch nicht „pc”, ist mir egal.
@Christian […]
Volle Zustimmung, Nordstadt.
Außerdem ist es völliger Schwachsinn, dass „Antiimps” die Meinung vertreten, dass Israel letzter Vertreter des Imperalismus ist.
Nordstadt und Arne haben recht.
Keine Argumente, bloß das selbstgefällige Darstellen der eigenen Meinung und das argumentlose Denunzieren anderer als „Irre”. Und das nicht zum ersten Mal.
Also: Es hat keinen Zweck hier Argumente anzubringen, mit sowas will Christian sich eh’ nicht auseinandersetzen. Und da dieser Blog vor allem von Christian betrieben wird sage ich: tschüssikowski.
@Nordstadt
So könnte ich das auch unterschreiben.
Wobei ich dieses verbeisen in die Linke eh nicht verstehe. Die SPD hat mehr als deutlich ausgedrückt sie kann/will/ wird nie mit der Linken zusammenarbeiten.
In einer kategorischen „lalala ich kann dich nicht hören” Form.
Zumal es die Partei eh nicht geben kann, bzw gibt wird ja eh alles von der SPD vertreten
Warum wird dann hier die Koalitionsfähigkeit diskutiert?
Und wen man schon über erlaubten Antisemitismus reden möchte kann man das doch auch bei der NPD, die streitet das nichtmal ab, bzw diskutiert ihn nicht mal.
Oder über deutsche Firmen die ganz pragmatisch den Irak mit Mitteln zur Herstellung von Kampfstoffen beliefert haben, einen erklärrten Feind Israels. Die Reden nicht nur drüber, die machen was.
Antisemitismus, der als Antizionismus daher kommt, bleibt deshalb dennoch Antisemitismus.
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. Ein Idiot, der als Sozialdemokrat daherkommt, bleibt dennoch ein Idiot. Und deswegen sind alle Sozialdemokraten Idioten?
„Es führt kein Weg daran vorbei: die Linkspartei muss ihre Haltung zu Israel und Antisemitismus klären.”
Nö, erklären muss sie, warum sie eine Strömung (BAK Shalom) innerhalb ihrer Reihen duldet, die eindeutig neurechte, neokonservative und neoliberale Positionen vertritt.
Alleine der Satz „Weiterhin gibt es die „Antiimperialistische Koordination” zeigt die Bescheidenheit des Verfassers, die Verhältnisse innerhalb der Linkspartei angemessen zu reflektieren. Die AIK ist nicht in der Linkspartei. Das nicht nur, weil sie in Österreich sitzt, sondern weil deren Positionen beispielsweise wohl auch von der übergroßen Mehrheit der Wagenknecht-WählerInnen nicht geteilt werden. Aber um den Antikapitalisten und Antiimperialisten…äh…ich meinte Antisemiten.…innerhalb der LINKEN eins auszuwischen, dafür kann man ja die Splitterminisekte AIK hervorragend benutzen.
Und noch ein Beispiel für die Bescheidenheit des Autors: „In bester pluralistischer Tradition fragt ein Gruppenmitglied via Facebook-Pinnwand:
Ist es nicht möglich ein Verbot des BAK Shaloms zu initieren?”
Die Frage nach einem Verbot kann sich gar nicht stellen, aber die eines Ausschlusses — wie er übrigens schon mehrfach innerhalb der solid gefordert wurde. Und wenn es um Pluralismus geht, den der BAK Shalom immer einfordert, dann sollte doch nicht unerwähnt bleiben, dass BAK Shalom sich selbst nicht an die für sich in Anspruch genommene Devise hält. Oder sind etwa Boykottaufrufe und Verhinderungsaktionen gegenüber (jüdischen wie nicht-jüdischen) Israelkritikern pluralistisch?
Was aber besonders übel daran ist, dass hier positiv auf Salzborns Aussagen Bezug genommen wird, ist die Tatsache, dass Salzborn geschichtsrevisionistische Thesen vertritt. Ich zitiere:
„Wir haben zwar in der Geschichte der Bundesrepublik Antisemitismus in allen Parteien erlebt. Doch die haben es immer geschafft, sich gegen ihre Hohmanns und Möllemanns zu stellen.”
Ja, dass war in der Geschichte der BRD immer wieder doll anzusehen, wie es CDU/CDU und FDP immer wieder geschafft haben, sich gegen ihre parteiinternen Antisemiten zu stellen. Globke? Filbinger? Kiesinger? Diese Nazis waren nicht etwa Antisemiten?
Wenn man Salzborn hört, könnte man den Eindruck erlangen, Juden wären in Deutschland nicht von der extremen Rechten, sondern von den Linken massenhaft verfolgt und ermordet worden.
Von solchen Geschichtsrevisionisten sollte sich die Linkspartei grundsätzlich nichts sagen lassen. Ansonsten bleibt zu sagen, dass Anhänger einer rechtsextremen Regierung, die Kritik an dieser feister weise sogar noch als antisemitisch denunzieren, nichts in einer linken Partei verloren haben. Das versteht sich doch wohl von selbst.
Gegen die Querfront — BAK Shalom aus der Linkspartei ausschließen!!
[…] RotstehtunsGut: Antisemitismus in der Linkspartei KLICK […]
Ein weitere Admin der FB-Gruppe „Stoppt den BAK Shalom”:
User „Chris Sedlmair”
http://www.chris-sedlmair.de/news/
http://jungle-world.com/gesterwnblog/499/
Da weiß man doch bescheid, er passt bestens in die Gruppe.
Danke für den Hinweis. Ja, es ist sehr aufschlussreich.
Sehr interessante Kommentare, wirklich. Noch interessanter sind die Kommentare, die ich nicht freigeschaltet habe und auch nicht freischalten werde.
@Christian:
na, das ist also ein „Meinungs-fishing”?
Erst provozieren und sich dann bedeckt halten– a la „der Gentlemen genießt und schweigt”?
Antworte doch mal anstatt hier nur den „Dicken Max” raushängen zu lassen– oder hast Du, ganz SED-mäßig, die Wahrheit gepachtet?
hmm… Zensur oder Schutz vor postpubertären Zwangsvulgarismus?
@DGD (+Christian):
ich bin hier keineswegs vulgär (?) geworden, trotzdem wurde mein Kommentar von heute Nachmittag bis jetzt nicht „freigeschaltet„
… frei nach Willy: „… links und frei.” (steht hier aber nicht links, sondern rechts …)
Ich kann nicht 24/7 Kommentare freischalten.
@Christian:
ja, etwas Delegieren würde helfen.
Du wirst es aushalten können/müssen.
Es gibt vielen Juden und Israelis, die den Zionismus und Staatsterror der Israelischen Regierung ablehnen. Sie haben in Israel Beschimpfungen, Zensur und Repressalien zu ertragen ujnd insbesondere hierzulande kaum eine Stimme.
Es ist eine Verdrehung und ein politisches Totschlagsargument, daß gegen den rassistischen Zionismus und brutale Unterdrückung eines gegen viele UN-Resolutionen und Menschenrechtskonventionen verstoßenden Staates und für die seit jahrzehnten drangsalierten Palästinenser zu sein irgend etwas mit Antisemitismus zu tun hat, zumal Palästinenser auch Semiten sind.
Das ist ein Beispiel für eine echte linke Position:
Ich tue, was Linke tun: Ungerechtigkeit bekämpfen — Offener Brief aus Israel http://wong.to/ikt52
@ Lazar
Antizionismus bedeutet gegen einen zionistischen Staat zu sein, aber nicht gegen einen Staat per se.
Ich habe nicht behauptet, Antizionismus bedeute, gegen einen Staat per se zu sein. Antizionismus bedeutet, gegen einen jüdischen Staat in Palästina zu sein, und zwar gegen jeden denkbaren jüdischen Staat.
Mir ist die Bezeichnung antideutsch übrigens sehr fremd. Im Grunde scheint damit doch ein Antiimperialismus gemeint zu sein, der sich ausschließlich gegen Deutschland richtet. Einen solchen Antiimperialismus finde ich jedoch völlig absurd. Für mich hört sich das eher nach einem schweren Schuldkomplex an. Aber ich habe rein gar nichts mit den Verbrechen der Nazis zu tun und ich erlaube mir, Israel in genau der gleiche Weise zu kritisieren wie jedes andere Land auch, das Kritik verdient. Ich habe diesen Schuldkomplex nicht. Dass Millionen Deutsche deutsche Fahnen während der WM an ihren Autos und Häusern befestigen, widert mich aus ganz anderen Gründen an, nämlich erstens weil die meisten dieser Leute nicht den geringsten Pflegedienst an unserer Demokratie und Kultur leisten und demzufolge so etwas wie Stolz vollkommen unangebracht ist, und zweitens weil gerade unsere Fahne an Hässlichkeit kaum zu überbieten ist. Die Farbkombination ist einfach ein Griff ins Klo. Und ich kann Leute mit schlechtem Geschmack einfach nicht ab. Deswegen bin ich antideutsch. Diese Fahnen-Auf-und Heraushänger bekommen gar nicht mit, wie korrupt dieses Land mittlerweile ist. Offen gesagt habe ich den Begriff antideutsch hier zum ersten Mal gehört. Ich bin antideutsch, aber auch antiamerikanisch und antiisraelisch. Ich bin gegen jeden Staat, der Unrecht begeht, Unrecht an der eigenen Bevölkerung wie auch Unrecht an anderen Volksgruppen. Im Grunde bin ich nicht deswegen anti-US-amerikanisch, weil die USA imperialistisch sind, sondern weil ich es erbärmlich finde, was die US-Amerikaner sich selbst antun. Die zerfressen sich innerlich und werden an ihren eigenen Widersprüchen zugrunde gehen.
hier, gab’s mal für nen Euro, jetzt nur noch als PDF: http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/aak-antideutscher.katechismus.html
„Im Grunde scheint damit doch ein Antiimperialismus gemeint zu sein, der sich ausschließlich gegen Deutschland richtet.” Da kann ich dich beruhigen, darum geht es nicht… vielleicht hilft ja das Bahamaszitat und der Teil danach ein wenig weiter: http://rotstehtunsgut.de/2010/07/07/israelkritik-und-antisemitismus/#comment-9022
Wer Israel kritisiert ist Antisemit.
Ok, dann kann die NPD gleich mal den FREITAG abonnieren: http://www.freitag.de/politik/1029-warum-israel-nach-rechts-rueckt
:P
Auf der Facebook-Seite zeigen die Akteure ihr Gesicht. Die ferngesteuerten antideutschen Sektenjünger tun dies in der Regel überhaupt nicht. Da fällt es nicht schwer, eindeutig Position zu beziehen. Selbst Renate Künast von den notorisch-israelfreundlichen Grünen vermutet hinter „Stop the Bomb” Einflussnahme des Mossad: http://linksunten.indymedia.org/en/node/8970
ich bin eben auf diesen Blogeintrag gestossen und muss mich etwas wundern. Was genau die Gestaltung meiner Wohnung mit „Israel” oder gar Antisemitismus zu tun hat, erschließt sich mir nun nicht so ganz… Ich hab also mal auf den Typen verlinkt, der zuerst meinte, mich „outen” zu müssen, damit man weiss, welch Geistes Kinder da am Werk sind. Billiger Denunziantenpöbel eben…
Was sich mir ebenfalls nicht so ganz erschließt ist die komische Gleichsetzung „Antizionismus = Antisemitismus”. Der Zionismus ist, ebenso wie der Islamismus, ein Missbrauch von Religion (->Massenpsychose) für politische Zwecke. Als Atheist lehne ich jeden Staat, der sich als christlich, jüdisch, muslimisch, oder sonst wie religiös definiert schlicht als diskriminierend für die nicht der Staatsreligion Angehörenden ab.
Märchenbücher, seien sie nun aus der Jungsteinzeit oder auch aus der Spätantike eigene sich nun mal nicht, um ein modernes, demokratisches Staatswesen zu legitimieren und zu begründen. Es kann sich IMHO jeder einen imaginären Freund einbilden, den er als göttlich verehrt, aber man möge doch bitte Abstand davon nehmen, andere, die sich dieser Wahnidee nicht anschließen wollen, deswegen zu unterdrücken.