Ich halte von Homöopathie überhaupt nichts. Aber was Mediziner Edzard Ernst bei Spiegel Online im Rahmen eines einzigen Interviews hinbekommt, das ist ein derartiges argumentatives Eigentor, das tut richtig weh:
Das ist die typisch unwissenschaftliche Argumentation von Gläubigen: Wenn eine Studie nicht das zeigt, was man sich erhofft hat, dann ist nicht etwa das geprüfte Mittel unwirksam, sondern die Methode wird angegriffen.
…
Das ist totaler Schmarren! Diese Studien sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt worden sind. Über die Wirksamkeit der Homöopathie sagen sie nichts aus, das weiß jeder, der sich auch nur ein bisschen in der Wissenschaft auskennt.

Äh, wieso argumentatives Eigentor? „Diese Studien” im zweiten zitierten Abasatz bezieht sich doch nicht auf den im ersten zitierten Absatz beschriebenen Typ von Studien, oder?
Ich weiß nicht, wie ich das noch besser erläutern soll, als durch die obigen Zitate … ich versuche es: der gute Mann erklärt, dass viele Leute eine Methode angreifen, wenn nicht das gewünschte Ergebnis erscheint; damit hat er ja auch recht. Ein paar Absätze später legt er aber genau dieses Verhalten an den Tag.
Irrtum! Edzard Ernst kritisiert mit dem „Schmarren-Absatz” nicht das Ergebnis, sondern die Methodik der Studien. Das ist ein erheblicher Unterschied! Insofern bleibt die Behauptung des „argumentativen Eigentors” in Bezug auf E. Ernst falsch! Ein argumentatives Eigentor schießt hingegen dieser Artikel!
Von mir aus. :)