Spaß mit Kommunismus

Kommunismus ist, wenn Jeder von allem genug hat.

Frage an Radio Eriwan: „Kann man als guter Kommunist auch ein guter Christ sein?” Antwort: „Im Prinzip ja, aber warum wollen Sie sich das Leben doppelt schwer machen?”

Frage an Radio Eriwan: „Kann man aus der Schweiz einen kommu­nis­ti­schen Staat machen?” Antwort: „Im Prinizip ja, es wäre aber viel zu schade.”

Frage an Radio Eriwan: „Gibt es in der Sowjetunion eine Pressezensur?” Antwort: „Im Prinzip nein. Es ist uns aber leider nicht möglich, auf diese Frage näher einzu­ge­hen.”

Dem Kapitalismus liegt das Laster der Verteilung des Wohlstandes auf und dem Kommunismus dem der Verteilung des Elends.

Parteilehrjahr. Der Parteikader zu Beginn: „So, Genossen. Heute wird’s schwie­rig. Heute machen wir Philosophie. Also. Frage: Was gab’s früher, die Henne oder das Ei?” Ha’sek über­legt eine Weile, dann meint er: „Früher gab’s beides …”

Fährt ein verdien­ter Genosse endlich nach Eintritt ins Rentenalter in den Westen. Kommt zurück. Die Kollegen: „Und? Wie war’s?” Er: „Ich habe den ster­ben­den Kapitalismus gesehn. Man, ist das ein schöner Tod …”

Mit Dank an die Facebook-Genossen Ulrich, Catharina, Stephan und Philipp.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

20 Gedanken zu „Spaß mit Kommunismus“

  1. Sehr lustig. Besonders in Gedanken an die 100 Millionen toten Inder, die der Marktwirtschaft zum Opfer gefal­len sind seit 1979, konnte ich sehr lachen.

    1. Was soll dieser bekloppte Kommentar?
      Was haben die toten Inder mit der Marktwirtschaft zutun und diese wiederum mit dem Kommunismus?

      Und kannst du über­haupt keinen Spaß verste­hen?

      1. @Lasse und Kalle:
        regt Euch ab.
        Trinkt einen Liter Wunschgetränk, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
        Die meisten Witze kannte ich schon. Über das, das „man” liebt, läßt sich vortreff­lich lachen ;-)

        1. Ich kann über Sarkasmus lachen. Ihr offen­bar nicht. Und das Schwarzbuch des Kommunismus / Amartya Sens Anwort kennt ihr wohl auch nicht.

          1. > Ich kann über Sarkasmus lachen.

            mit dem erken­nen haperts aber ein wenig, wenn ich mich richtig erin­nere.

            Ich fordere die Diktatur des Sarkasmus!

      2. „Und kannst du über­haupt keinen Spaß verste­hen?”

        Also wenn der Kapitalismus z.B. als „schön” bezeich­net wird, dreht’s mir ehrlich gesagt auch den Magen um, wenn ich z.B. bloß an die Millionen Hungertote denke, die er jähr­lich produ­ziert. Lachen kann ich da auch nicht mehr…

          1. Gibt es dazu auch ne Begründung oder wirfst du das einfach so in den Raum?
            Was ist zum Beispiel mit der Kommune 1? Die hatten bestimmt viel zu lachen.

          2. Der wirft das nur so in den Raum.
            Aber lass’ ihn sich doch lustig drüber machen, dass wir über gewisse Widerwärtigkeiten nicht lachen mögen.

    2. > 100 Millionen toten Inder, die der Marktwirtschaft zum Opfer gefal­len
      > sind seit 1979
      Völlig abstruse Behauptung.

      1. Ich zitiere die wohl von dir akzep­tierte Quelle Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzbuch_des_Kommunismus): „Allein die wirt­schafts­po­li­tisch ausge­lös­ten Hungersnöte in China während der soge­nann­ten drei bitte­ren Jahre 1958/59–1961 werden im Schwarzbuch [des Kommunismus] mit 25–40 Millionen ange­ge­ben. Mit Verweis auf den Nobelpreisträger Amartya Sen stellte er [Noam Chomsky] heraus, dass die Anzahl der Todesfälle, bezogen auf die Gesamtanzahl der Individuen (Mortalität) in Indien pro Jahr um durch­schnitt­lich 4 Millionen höher liegt als in China. Alle acht Jahre würde Indien folg­lich mehr Gräber füllen als China während der drei bitte­ren Jahre. Während der Kommunismus nach den Autoren des Schwarzbuches 100 Millionen Tote seit 1917 verschul­det habe, müsste nach dieser Rechenart allein das demo­kra­tisch-kapi­ta­lis­ti­sche Experiment in Indien seit 1979 wirt­schafts- und sozi­al­po­li­tisch mehr als über einhun­dert Millionen Tote verschul­det haben. Die rest­li­che kapi­ta­lis­ti­sche Welt und die von ihr ausge­hen­den Kriege wären hierbei noch nicht berück­sich­tigt.”

        1. Dass wir ihren Autor kennen, macht die Behauptung nicht weniger abstrus.

          Hungertote aufgrund einer bestimm­ten Maßnahme werden vergli­chen mit einer allge­mei­nen Sterblichkeit, unter­schied­li­che Zeiträume werden heran­ge­zo­gen, und der Beginn eines „demo­kra­tisch-kapi­ta­lis­ti­schen Experiments” einfach mal auf 1979 datiert.

          Sich dabei auch noch auf Sen zu berufen, zu dessen Grundaussagen es gehört, dass in Demokratien keine Hungersnöte entste­hen, ist ziem­lich dreist. Eine Demokratie war Indien seit der Unabhängigkeit immer, aber die wirt­schaft­li­che Öffnung des Landes hat erst mit Beginn der 90er Jahre begon­nen, erst von da an kann man also von zaghaf­ten „kapi­ta­lis­ti­schen Experimenten” spre­chen.

          Und siehe da:

          Das Bevölkerungswachstum erklärt sich nicht aus einer gestie­ge­nen Geburtenrate, sondern aus der in den letzten Jahrzehnten gestie­ge­nen Lebensdauer, das heißt der Reduktion der Sterberate. Dies ist unter anderem auf eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge zurück­zu­füh­ren. In der Sterberate hatte Indien bereits 1991 mit Deutschland gleich­ge­zo­gen (10 pro 1.000), für 2006 wird sie auf 8,18 pro 1000 geschätzt. Die Geburtenrate blieb aller­dings hoch (1991: 30 pro 1000) und sinkt nur allmäh­lich (2006: 22,01 pro 1000).

          Das durch­schnitt­li­che Alter der indi­schen Bevölkerung lag 2006 bei 24,9 Jahren, während die durch­schnitt­li­che Lebenserwartung für Männer 63,9 Jahre (1971 waren es nur 44 Jahre) und für Frauen 65,6 Jahre (1971 waren es nur 46 Jahre) betrug.

          Auch Wikipedia.

          1. Das Jahr 1979 ist gewählt um eine Anzahl von 100 Millionen Toten den Opferzahlen des Buches entge­gen­zu­stel­len. Und natür­lich war Indien auch schon 79 ein kapi­ta­lis­tisch-demo­kra­ti­scher Staat. Er förderte die Binnenwirtschaft ähnlich wie die EU heut­zu­tage und war ähnlich reprä­sen­ta­tiv-demo­kra­tisch wie west­li­che Staaten (man denke an die Bush-Regierung)

          2. Und natür­lich war Indien auch schon 79 ein kapi­ta­lis­tisch-demo­kra­ti­scher Staat.

            Demokratisch ja. Aber kapi­ta­lis­tisch beim besten Willen nicht.

          3. Marktwirtschaft?
            Guck dir mal den Quasistaatsbetrieb Boeing aus dem freis­ten Wirtschaftsland der Welt an.

  2. da darf der nicht fehlen:

    Was ist der Unterschied zwischen einem Kommunisten und einem Kapitalisten?
    Der Kommunist hat das Manifest gelesen, der Kapitalist hat es verstan­den!

  3. Ein katho­li­scher Priester, ein evan­ge­li­scher Pfarrer und ein jüdi­scher Rabbi unter­hal­ten sich über die Verwendung der Kollektengelder.
    Der Priester sagt: Ich ziehe auf dem Boden um mich einen Kreisekreis und werfe das Geld in die Luft. Was in den Kreis fällt, gehört Gott, das andere bekomme ich.
    Darauf der evan­ge­li­sche Pfarrer: Ich mache es ähnlich, nur umge­kehrt: Was im Kreis zu liegen kommt gehört mit, das Übrige ist für Gott.
    Dazu der Rabbi. Ich mache das auch so, nur ohne Kreis! — Die Anderen blicken ihn ungläu­big an. “Wisst ihr, ich werfe das Geld hoch und rufe laut: Gott, nimm dir, was du brauchst, was du wieder runter­fal­leb lässt nehme dann ich.”
    :D

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