Wulff: Bundespräsident von Gysis Gnaden?

30. Juni 2010
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Der schwarz-gelbe Bundespräsidentenkandidat Christian Wulff ist im ersten Wahlgang klar gescheitert: maximal 600 von 644 schwarz-gelben Wahlleuten stimmten für Muttis Liebling. Der rot-grüne Kandidat Joachim Gauck konnte 499 Stimmen erzielen, das sind 39 mehr, als Rot-Grün Wahlleute hat. Luc Jochimsen, die Kandidatin der Linkspartei, erhielt 126 Stimmen. Die absolute Mehrheit dieser Bundesversammlung liegt bei 623 Stimmen. Das bedeutet: hätten die Wahlfrauen und Wahlmänner der Linkspartei geschlossen für Gauck gestimmt, dann wäre Joachim Gauck im ersten Wahlgang mit 625 Stimmen gewählt worden. Falls Wulff nun im zweiten Wahlgang gewählt werden sollte, dann darf er sich als Bundespräsident von Gysis Gnaden betrachten. Am Ende des Tages hätte dann die Linkspartei die Regierung Merkel gerettet — schwarz-gelb-dunkelrot, das Bündnis der Zukunft?

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7 Responses to Wulff: Bundespräsident von Gysis Gnaden?

  1. Kalle Kappner on 30. Juni 2010 at 15:11

    Extrem polemisch.

    Aber im Prinzip stimmt die Aussage: Die Linkspartei mit ihrer kompromisslosen Haltung stabilisiert den rechtsdemokratischen Blog.

    • Christian Soeder on 30. Juni 2010 at 15:12

      Extrem polemisch. ”

      Danke. :-D

  2. R.A. on 30. Juni 2010 at 16:01

    Aber wenn die Linken nun Gauck wählen würden — dann wäre das in Ordnung?

    • Nordstadt on 30. Juni 2010 at 17:16

      @RA:
      für Christian ist bedingungslose Unterwerfung in bestimmten Fragen anscheinend Teil des Kräftemessens im Parteien-Staat– wie wenig das auch mit Demokratie, Kompromiß und ggf. Konsens-Findung zu tun hat.

      Christians Ansatz, jeden Linkspartei-Pfurz zu einem Orkan aufzublähen, amüsiert mich lediglich, das riecht doch zu sehr nach Stromlinie und Jubel-Persertum, um wirklich ernst genommen zu werden.

      Inwieweit ein (erst im dritten Wahlgang) gewählter … die Hornissen-Koalition gefährdet oder nicht, ist rein spekulativ.

      Genau wie Gaucks Sätze „über junge Abgeordnete der Linkspartei, denen die Demokratie wichtig” sei (Interview gestern, sinngemäße Wiedergabe)- am Ende ist das Prinzip dahinter so peinsam wie offensichtlich– divide et impera („Teile und herrsche”).

  3. Frank on 30. Juni 2010 at 20:51

    Aber Christian hat doch recht: Die Linkspartei stabilisiert lieber diese Gurkentruppe als mit ihrer SED-Vergangenheit zu brechen.

    Fortan sind es CDU/CSU und FDP, die ihre Karrieren mit denen der Nachfolgepartei der SED verknüpft haben. Das ist der eigentliche Skandal und die Sensation des heutigen Tages.

    • Nordstadt on 30. Juni 2010 at 22:55

      @ Frank:
      (Anm.: wenn Du auf mich antworten wolltest, äwre es nett, mich auch anzusprechen…)
      „Aber Christian hat doch recht: Die Linkspartei stabilisiert lieber diese Gurkentruppe als mit ihrer SED-Vergangenheit zu brechen.„
      Inwiefern wird irgend etwas stabilisiert?
      Wer wurde nochmal gewählt? Der/ die zukünftige Bundeskanzler/in oder wie? Oder war es die Abstimmung um den Mindestlohn (wie 2006)?
      Ehe der Achselgeruch des Anderen bemängelt wird, sollte „man” nachsehen, ob die eigene Schei*e am Schuh schon fest getrocknet ist.

      Fortan sind es CDU/CSU und FDP, die ihre Karrieren mit denen der Nachfolgepartei der SED verknüpft haben. Das ist der eigentliche Skandal und die Sensation des heutigen Tages.„
      Naja, diese Sensation ist für Dich eine ;-)
      Zumindest die CDU/SU hat sich bestimmt nicht geärgert über die Willfährigkeit der SPD in diversen sog. großen Koalitionen (Bund 20052009, Brandenburg bis 2009, Thüringen ab 2009– zwischendrin Bremen usw.), den sozialen Brandmeister zu spielen. Vorsichtig sollte derjenige sein, der gegen den Wind spuckt …

  4. Lasse on 1. Juli 2010 at 18:50

    Das demokratische System der Zukunft: Stimme für etwas, dass du nicht willst und freu dich, dass du eine Mehrheit erzielt hast.

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