CDU-Fraktion Thüringen nennt SPD-Minister Machnig „Schurke”

Das ist der Stein des Anstoßes:

Erst hatte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) die grüne Frucht im Landtag nur vorge­zeigt. Doch dann sprach er es in Richtung FDP-Fraktion auch deut­lich aus: CSU-Generalsekretär Dobrindt hat recht, Sie sind wirk­lich eine Gurkentruppe.

Und so reagiert die CDU-Fraktion Thüringen via Twitter darauf:

Treffende Überschrift in der OTZ zu Minister Machnig: „Der Schurke mit der Gurke”. Richtig so: Der Thüringer Landtag ist kein Gemüseladen.

Die CDU-Fraktion Thüringen nennt also den SPD-Minister Matthias Machnig indi­rekt einen „Schurken”. Sieht so gute Koalitionsarbeit aus?

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

10 Gedanken zu „CDU-Fraktion Thüringen nennt SPD-Minister Machnig „Schurke”“

  1. Um Gottes willen, nicht das es zu Zuständen wie unter Herbert Wehner kommt. Nicht auszu­den­ken, und dann noch über Twitter.
    Revolution!

      1. Exakt, heute wird ja schon dezente Kritik als Koalitionsbruch oder als Angriff auf die Demokratie gesehen.

        Wie verzwei­felt muss man sein, sowas als Nachricht darzu­stel­len.

    1. Wann hätte Wehner denn den Koalitionspartner in dieser Weise atta­ckiert? Her mit den Quellen.

      1. Ist dies rele­vant? Dieser Mann hat wirk­lich jeden auf den Fuß getre­ten ohne jegli­che Rücksicht auf Verluste. Schurke ist da noch ein Kompliment.

        Die genannte Kritik nötigt mir maximal ein gähnen ab, da gehts beim Winterschlussverkauf härter zur Sache.
        Überhaubt? Was wollt ihr damit errei­chen?
        Es geht schließ­lich um ein Land, etwas mehr Enthusiasmus kann man wohl erwar­ten?
        Man sollte sich entschei­den vor wen man mehr Angst hat. Vor den Koaltionspartner oder den Souverän.

          1. Moment mal, fragen wir doch mal umge­kehrt?

            Was will man jetzt damit errei­chen? Koalitionsbruch?
            Gegenseite wegen des Ausrutschers eines einzel­nen Denunzieren?
            Wähler beein­dru­cken?
            Zu zeigen das man noch eigene Positionen hat?
            Oder das man keinen Plan hat und dies der Gegenseite aber zurech­nen möchte.

            Das ist alles natür­lich den Stile einer gewach­se­nen Demokratie würdig.
            Was also ist der Zweck? Das ist eine Krankheit von mir, ich versu­che in allen einen tiefe­ren Sinn zu sehen und dieser verschließt sich hier mir einfach.

            P.s.
            „Wer raus­geht, muss auch wieder rein­kom­men”.
            Dieser Satz hat die spätere Zusammenarbeit keines­wegs so belas­tet wie man das eigent­lich hätte denken können.

  2. Du bist doch bundes­po­li­tisch inter­es­siert, von daher erstaunt mich die Frage.
    Wie bei CDU/CSU (und der FDP, aber die war hier ja nur als mittel­ba­res Objekt betei­ligt) Koalitionsarbeit aussieht, kann man doch jeden Tag in der Zeitung lesen.

Kommentare sind geschlossen.