Das ist der Stein des Anstoßes:
Erst hatte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) die grüne Frucht im Landtag nur vorgezeigt. Doch dann sprach er es in Richtung FDP-Fraktion auch deutlich aus: CSU-Generalsekretär Dobrindt hat recht, Sie sind wirklich eine Gurkentruppe.
Und so reagiert die CDU-Fraktion Thüringen via Twitter darauf:
Treffende Überschrift in der OTZ zu Minister Machnig: „Der Schurke mit der Gurke”. Richtig so: Der Thüringer Landtag ist kein Gemüseladen.
Die CDU-Fraktion Thüringen nennt also den SPD-Minister Matthias Machnig indirekt einen „Schurken”. Sieht so gute Koalitionsarbeit aus?

Das ist doch schon irgendwie lustig :)
Um Gottes willen, nicht das es zu Zuständen wie unter Herbert Wehner kommt. Nicht auszudenken, und dann noch über Twitter.
Revolution!
Nun, Wehner hatte einen Vorteil, er konnte nicht nur austeilen, sondern auch einstecken.
Exakt, heute wird ja schon dezente Kritik als Koalitionsbruch oder als Angriff auf die Demokratie gesehen.
Wie verzweifelt muss man sein, sowas als Nachricht darzustellen.
Wann hätte Wehner denn den Koalitionspartner in dieser Weise attackiert? Her mit den Quellen.
Ist dies relevant? Dieser Mann hat wirklich jeden auf den Fuß getreten ohne jegliche Rücksicht auf Verluste. Schurke ist da noch ein Kompliment.
Die genannte Kritik nötigt mir maximal ein gähnen ab, da gehts beim Winterschlussverkauf härter zur Sache.
Überhaubt? Was wollt ihr damit erreichen?
Es geht schließlich um ein Land, etwas mehr Enthusiasmus kann man wohl erwarten?
Man sollte sich entscheiden vor wen man mehr Angst hat. Vor den Koaltionspartner oder den Souverän.
„Ist dies relevant?”
Jup.
Moment mal, fragen wir doch mal umgekehrt?
Was will man jetzt damit erreichen? Koalitionsbruch?
Gegenseite wegen des Ausrutschers eines einzelnen Denunzieren?
Wähler beeindrucken?
Zu zeigen das man noch eigene Positionen hat?
Oder das man keinen Plan hat und dies der Gegenseite aber zurechnen möchte.
Das ist alles natürlich den Stile einer gewachsenen Demokratie würdig.
Was also ist der Zweck? Das ist eine Krankheit von mir, ich versuche in allen einen tieferen Sinn zu sehen und dieser verschließt sich hier mir einfach.
P.s.
„Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen”.
Dieser Satz hat die spätere Zusammenarbeit keineswegs so belastet wie man das eigentlich hätte denken können.
Du bist doch bundespolitisch interessiert, von daher erstaunt mich die Frage.
Wie bei CDU/CSU (und der FDP, aber die war hier ja nur als mittelbares Objekt beteiligt) Koalitionsarbeit aussieht, kann man doch jeden Tag in der Zeitung lesen.
Man muss ja nicht alles nachmachen …