Mit Netz und doppeltem Boden

Christian Wulff will als Ministerpräsident erst nach der Wahl zum Bundespräsidenten zurück­tre­ten. Der angeb­li­che Grund sei Respekt vor der Bundesversammlung, da man das Ergebnis nicht vorweg nehmen wolle.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Mit Netz und doppel­tem Boden sich für das höchste Staatsamt zu bewer­ben, das hat nichts mit Respekt zu tun, sondern mit Feigheit.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

3 Gedanken zu „Mit Netz und doppeltem Boden“

  1. Ich finde das ganz nach­voll­zieh­bar. Er will eben nicht aufein­mal gänz­lich ohne Posten da stehen :).

  2. Och komm. Das ist doch jetzt wieder diese poli­tik­ver­dros­sene Soße. Man kann Christian Wullf ne Menge vorwer­fen, aber doch nicht, dass er weiter gewähl­ter Ministerpräsident von Niedersachsen sein will, sollte er in einer anderen demo­kra­ti­schen Wahl unter­lie­gen. Man muss doch nicht immer erst von allen anderen Ämter zurück­tre­ten, bevor man sich zur Wahl stellt. Hoffe ich — denn sonst wird dieser Maßstab auch an die nächste SPD Kanzlerkandidatur gelegt.

  3. Also die Kritik find ich jetzt doch ein biss­chen sehr klein­lich. Er ist halt gewähl­ter Ministerpräsident und ohne dieses Amt hätte ihn sicher keine Sau zum Bundespräsi machen wollen. Ich sehe da keine Notwendigkeit, zurück­zu­tre­ten.

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