So könnte ein Bundespräsident Gauck klingen…

SPD und Grüne wollen mit Joachim Gauck einen eigenen Kandidaten in die Wahl um das Amt des Bundespräsidenten schi­cken. Zuvor sollen die Spitzen der beiden Parteien den Bürgerrechtler und ehema­li­gen Chef der Stasi-Unterlagenbehörde der Kanzlerin per SMS als gemein­sa­men Kandidaten vorge­schla­gen haben. Die Antwort: „Danke für die Info“ — inzwi­schen hat sich die schwarz/gelbe Koalition statt­des­sen auf den nieder­säch­si­schen Ministerpräsidenten Christian Wulff fest­ge­legt.

Wir brau­chen in der Situation der Krise und schwin­den­dem Vertrauen in Institutionen jeder Art einen (wort-)starken Bundespräsidenten, der in der Lage ist, den Dampf aus diesen ganzen verrück­ten innen- und sicher­heits­po­li­ti­schen Debatten rund um Kontrolle, Überwachung und Hochrüstung des Staates gegen seine Bürgerinnen und Bürger nehmen kann. So sagte er auf der Pressekonferenz anläss­lich seiner Vorstellung:

Angst kann kein Kompass sein!

Wir brau­chen einen Bundespräsidenten, der es schafft, die Menschen wieder zu poli­ti­schem Handeln und konstruk­ti­ver gesell­schaft­li­cher Partizipation bewegen. Joachim Gauck könnte genau so dieser Bundespräsidenten werden: Geboren während der Nazi-Diktatur, stritt er in der DDR für Freiheit und setzt sich auch in der wieder­ver­ei­nig­ten Bundesrepublik bestän­dig für Bürgerrechte und eine leben­dige Demokratie ein.

Die Ruhrbarone schrie­ben dazu:

Die Wahl Gaucks ist zudem auch ein klares Zeichen gegen die Linkspartei, die sich kaum für die Wahl Gaucks ausspre­chen wird. SPD und Grüne zeigen: Es gibt eine demo­kra­ti­sche Linke mit einer stolzen anti­to­ta­li­tä­ren Tradition.

Und so könnte Gauck als zukünf­ti­ger Bundespräsident klingen:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=nTO-DcYLjog[/youtube]

Autor: Steffen Voß

Steffen Voß bloggt meistens unter kaffeeringe.de und twittert als kaffeeringe. Manchmal bloggt er auch beim landesblog.de Sein Motto ist: "Mach es selbst, oder wunder Dich nicht, wenn es nicht passiert."

2 Gedanken zu „So könnte ein Bundespräsident Gauck klingen…“

  1. „Die Wahl Gaucks ist zudem auch ein klares Zeichen gegen die Linkspartei”

    Das wäre törich­ter Unsinn und inso­fern ist Rot-Grün auch vorzu­wer­fen, die Kandidatur nicht vorher mir der Linkspartei abge­spro­chen zu haben.
    Das Theater, das die Linkspartei jetzt aber verur­sacht ist schon ziem­lich traurig und unwür­dig. Trotzdem hätte man ihr wenigs­tens die Chance lassen sollen. Eine Bundespräsidentenkandidatur zu nutzen um ein Zeichen gegen die Linke und damit gegen Rot-Rot-Grün zu setzen wäre idio­tisch.

  2. „Das Theater, das die Linkspartei jetzt aber verur­sacht ist schon ziem­lich traurig und unwür­dig. Trotzdem hätte man ihr wenigs­tens die Chance lassen sollen.”

    Das war doch vorher klar, dass sich die trot­zi­gen Revisionisten von der KPF inner­halb der LINKEN natür­lich gegen Gauck stellen, aber es gibt doch auch echte Kritikpunkte aus dem linken Lager, die die SPD gut über­de­cken kann, indem sie die Linke mal wieder als Nachfolge der SED darstellt.

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