Manchmal ist es interessant, den Blick zurück zu werfen. So hat sich Sahra Wagenknecht im „Spiegel” vom 26.12.1994 wie folgt geäußert.
Die sogenannte Wende war im Kern eine Gegenrevolution. Es ist vor fünf Jahren ein Land zugrunde gegangen, in dem jedenfalls der Ansatz gegeben war, eine Gesellschaft ohne Profitprinzip aufzubauen. Heute haben wir wieder die eindeutige Kapitalherrschaft; das ist für mich ein klarer Rückschritt. Im Vergleich zur BRD war die DDR, was immer man im einzelnen an ihr aussetzen mag, in jeder Phase ihrer Entwicklung das friedlichere, sozialere, menschlichere Deutschland. Ich wünsche mir, daß die PDS das Ziel einer sozialistischen Gesellschaft nicht aus den Augen verliert.
Damals war Wagenknecht Sprecherin der Kommunistischen Plattform der PDS, was sie bis vor kurzem auch in der Linkspartei war. Mittlerweile ist sie stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, gewählt mit dem besten Ergebnis aller Stellvertreter.
Ich weiß nicht, ob Sahra Wagenknecht das heute auch noch so sieht. Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das die Führung der NRW-Linkspartei so sieht.
(via)


[…] rot-steht-uns-gut: Wagenknechts Welt KLICK […]
Wo sie recht hat, hat sie recht.
Die Wende war eine Gegenrevolution.
Und von den Folgen dieser Gegenrevolution hat sich die Linke bislang nicht erholt.
Vor allem nicht der Anspruch des Systems einen höheren materiellen Wohlstand zu ermöglichen.
Sogar das alte Klassenkampfvokabular fiel dieser Gegenrevolution zum Opfer, auch wenn es der Linken gelungen ist den Begriff Neoliberalismus als Negativum neu zu etalbieren und als Kampfbegriff gegen ihre Gegner einzusetzen.
Siehe die „neoliberalen” Harz Reformen von SPD und Grünen ;-)
Als Folge davon hat sich die Linke weitgehend vom Anspruch ein materialistische Philosophie zu verfolgen verabschiedet. Auf einmal ist der Wohlstand gar nicht mehr so wichtige, jetzt zählen „höhere”, nichtmaterielle Werte.
Ansonsten muß man das nur didaktisch sehen, dann lösen sich die Widersprüche auf:
In der DDR haben die Energie und Industriekonzernen die Umwelt nicht verpestet um Profit zu machen. Sondern um das Volk zu versorgen.
Niemand ist, weil er Hartz IV Empfänger ist, gezwungen gewesen Obst und Südfrüchte bei LIDL statt beim Bioladen zu kaufen.
Die DDR hat Ausländern aus Angola und Vietnam nicht gezwungen sich zu integrieren, sondern sie in Wohnheimen in ihrem kulturellen Umfeld belassen und sie nach Hause geschickt, falls sie drohten ihre Kultur zu verlieren.
Überhaupt ging es den Arbeitern im Westen nur so gut weil der Westen die Dritte Welt ausgebeutet hat und die Industrie den Arbeiter daran teilhaben lies, damit er nicht rüber in die DDR macht.
Gehaltvoller:
”(…) Dass man mit ein wenig Kreativität überzeugenden Verbraucherschutz umsetzen kann, zeigen ausgerechnet die Behörden im Berliner Bezirk Pankow — früher ein Synonym für die verkrustete DDR: Sie stellten nach unzähligen erfolglosen Kontrollen und Betriebsschließungen kurzerhand die Fotos und Namen von beanstandeten Restaurants und Betrieben ins Netz. Das schauten sich bis zu 40.000 Menschen am Tag an — und die Betroffenen reagierten umgehend: Putzfrauen wurden eingestellt, schmutzige Küchen renoviert, verschimmelte Pizzazutaten entsorgt. Verklagt wurde der Amtsleiter trotz der Empörung von Seiten der Industrie nicht — und das Ergebnis ist eindeutig: Mussten 2008 noch 111 Betriebe geschlossen werden, reduzierte sich die Zahl im folgenden Jahr auf 71. „
von
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,695815–2,00.html
Das sind ja fast schon amerikanische Zustände.
In den USA ist es nämlich üblich, das der Betreiber von Gaststätten die Ergebnisse der städtischen Kontrollen aushängen muß. ;-)
Was haben die Kontrollen des Gesundheitsamtes eigentlich mit der DDR zu tun ?
Gut, in der DDR wo der Staat alles unter Kontrolle hatte gab es natürlich kein Gammelfleisch im Döner. Vieleicht sollten wir nicht so zimperlich sein, und die Stasi 2.0 einführen. Vorratsdatenspeicherung, großer Lauschangriff und Spitzel sind für eine effektive Staatliche Kontrolle ja absolut nötig.
Das ist schließlich das Programm des Neosozialismus: Das der Staat alles unter Kontrolle hat… ;-)
@alrik:
es ist doch immer wieder bezeichnend, wie mühelos ein Text falsch zugeordnet wird. Der obige *zitierte* Text stammt von einem Spiegel-Redakteur, nicht von mir.
Aber für einen Pawlowschen Reflex a là
„Unterdrückung … Spitzel … Datensammelei … alles unter Kontrolle … aha, DDR„
reicht’s doch noch.
Solltest Dir mal ‚ne neue Platte (aka CD) kaufen.
Im Übrigen– im letzten Satz „Das” mit „ss”- ist Deutsch, eij, Alda ;-)
SS ist Deutsch ?
Sorry für den Reflex. Is 4 teh lulz.
Und ey Alda schreibt sich so.
Bitte nachsichtig sein, schon die RAF hat die rechtschreibung inklusive groß & kleinschreibung auf dem altar der revolution geopfert, da solltest Du nicht so reaktionär auf die rechtschreibung achten, das hat mich schon an den oberstufenpunks gelangweilt die sich gerne furchbar linksalternativ gegeben haben aber insgeheim ihre verachtung gegenüber menschen die nicht ihrem sozialen mileu entsprungen sind freien lauf gelassen haben . ;-)
Was hat der Artikel des Spiegels nun mit der Gegenrevolution zu tun ?
@alrik:
Punk war ich nie. Deine Komplexe bzgl. Deiner Schulzeit müssen wir hier nicht erörtern. Das sollte Deine Selhilfegruppe übernehmen ;-)
… Selbsthilfegruppe.
lol @ Selhilfegruppe
Was ist self-pwnage ?
Wenn man einen auf Gramatiknazi macht und dann selber einen Tipfehler liefert.
Ey Alder ! :D
@alrik (vorhin):
freut mich, dass ich wenigstens Deine kleinen Vorurteile befriedigen konnte.
Was aber ist ein Grammatiknazi?
Siehe verlinktes Video.
oder das Video hier, das es besser trifft.
Tip: Sound runter drehen, damit man sich besser auf die Untertitel konzentrieren kann.