Pinkwart vor dem Aus

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Gerhard Papke hat laut „DerWesten” eigen­mäch­tig eine Koalition mit SPD und Grünen ausge­schlos­sen. Auch wenn NRW-FDP-Vorsitzender Andreas Pinkwart für die NRW-FDP dies demen­tiert, wird deut­lich: Chaosforscher Pinkwart ist vor dem Aus. Papke wurde gerade erst als Fraktionsvorsitzender bestä­tigt, auch dies schon ein Affront gegen­über Pinkwart. Die FDP-Fraktion scheint hinter Papke zu stehen, die Aussagen Pinkwarts sind ergo irrele­vant, er ist ange­zählt. Bei den „Ruhrbaronen” heißt es entspre­chend:

Papke exeku­tiert den Willen von Guido Westerwelle, dessen Verhältnis zu Pinkwart ohnehin nicht allzu gut ist. … Ihm geht es um seine Partei, um sein Pöstchen. Papke – ein geschick­ter Stratege ohne jedes Verantwortungsgefühl.

Mit dem Rücktritt Pinkwarts ist stünd­lich zu rechnen. Seine Partei hat ihn erle­digt, in aller Öffentlichkeit.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

3 Gedanken zu „Pinkwart vor dem Aus“

  1. Eigentlich sagen Papke und Pinkwart das Gleiche — sie wieder­ho­len den FDP-Parteitagsbeschluß.
    Ist schon merk­wür­dig, wie die Zeitung daraus einen Richtungsstreit konstru­ie­ren will.
    Und daß ein Fraktionsvorsitzender wieder­ge­wählt wird, ist eine Normalität — und kein Affront.

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