Kubicki dreht am Rad

Wolfgang Kubicki, der FDP-Fraktionsvorsitzende aus Schleswig-Holstein, hat laut AFP in einem „Zeit”-Interview jegli­che Zurückhaltung aufge­ge­ben:

Diesen CSU-Generalsekretär werden wir uns als Erstes vorneh­men. Feuer frei von jedem. […] Und warum nicht auch mal den CSU-Chef Horst Seehofer fragen: Hat Ihre Abneigung gegen die Kopfpauschale auch damit zu tun, dass Ihre Familienplanung etwas aus dem Ruder gelau­fen ist? […] Wir haben Protagonisten in der Partei, die — weil sie keinen Arsch in der Hose haben — immer behaup­ten, die anderen seien schuld.

So ist sie, unsere schwarz-gelbe Regierung. Die soge­nannte Wunschkoalition.

Wer solche Parteifreunde wie Kubicki hat, der braucht echt keine Feinde mehr.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

10 Gedanken zu „Kubicki dreht am Rad“

  1. Ich glaube, es war Gregor Gysi, der den Begriff „Quartalsirre” geprägt hat. Kubicki jedoch fällt eher unter die Kategorie „Vollzeitirre”.

  2. Na, ist der Kubicki nicht ein verkapp­ter Sozialliberaler?
    Verfolgt jetzt viel­leicht gerade das Prinzip des Jiu-Jitsu: Eine schäd­li­che Bewegung des Gegners ins Extreme stei­gern, auf dass sie sich gegen den Gegner richtet..

  3. Es lohnt, das Interview auch einmal ganz zu lesen. Kubicki spricht da unge­wöhn­lich offen über Vieles. Schade eigent­lich, dass so etwas in der deut­schen Politik (und im deut­schen Journalismus) heute fast gar nicht mehr geht.

  4. > Wer solche Parteifreunde wie Kubicki hat, der braucht echt keine
    > Feinde mehr.
    Schon wahr.

    Wobei einige seiner Ausführungen durch­aus erfri­schend und richtig sind. Aber eben nur einige, und hilf­reich sind sie auf jeden Fall nicht.

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