Auch das noch!

16. März 2010
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Ohje. Jetzt haben wir auch noch ein FTDgate. Wolfgang Münchau kritisiert Guido Westerwelle und seine Amtsführung massiv: „Westerwelle hat die zweite Verhaltensregel missachtet, jeden Anschein von Korruption zu vermeiden. Insofern braucht er sich nicht zu wundern, dass man das ansonsten gute Prinzip außer Acht lässt, einen Außenminister auf Auslandsreisen nicht zu kritisieren.” Und damit ist Wolfgang Münchau laut Silvana Koch-Mehrin und Christian Lindner ein homophober, demokratiefeindlicher Sozialist. Völlig klar!


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14 Responses to Auch das noch!

  1. Frank on 16. März 2010 at 21:50

    DIe Financial Times schadet Deutschland, wenn sie den Bundesaußenminister, Bundesvorsitzenden der FDP und Kiezpatron aus Bad Honnef so kritisiert.

  2. Rayson on 16. März 2010 at 21:56

    Nein. Er ist nur ein Depp.

  3. Kalle Kappner on 16. März 2010 at 23:10

    Wer die FDP kritisiert kann kein Demokrat sein.

  4. Forentourist on 17. März 2010 at 04:20

    Hat man Sarkozy eigentlich schonmal vorgeworfen, er nähme Carla Bruni nur mit auf Tournee, damit die Werbung für ihre neue CD machen kann?

    Die ganze Affäre wirkt doch sowas von lächerlich: Das Zusammenstellen von Delegationen nach Sympathie (und Parteispenden) ist leider seit Jahrzehnten üblich und daher auch kaum als erhöhte Korruption zu werten. Wenn die SPD hier plötzlich den moralischen Zeigefinger erhebt, dann sollte sie nochmal genau nachschauen, wonach etwa ihr Liebling Obama letztes Jahr seine Botschafterposten vergeben hat, oder welche Pressehofschranzen (Prinz!) und Parteispender (von Pierer!) Schröder oder Steinmeier mit auf Reisen nahmen.
    Guido reagiert wie gewohnt dünnhäutig mit einem pathetischen Rundumschlag (Demokratie in Gefahr! Warum nicht gleich der Weltfrieden?), was ich ein bißchen nachvollziehen kann, ist er doch momentan liebster Punchingball von sonst ideenloser Presse und Opposition — als gäb es keine richtigen Probleme in diesem Land.
    Das ganze wirkt auf beiden Seiten so künstlich empört, als hätten wir grade ein Sommerloch zu füllen. Dabei steht in NRW die wahrscheinlich wichtigste Wahl vor der nächsten Bundestagswahl vor der Tür, mit großen Auswirkungen auf die Mehrheiten im Bundesrat und damit die Politik der nächsten eineinhalb Jahre.

    • Christian Soeder on 17. März 2010 at 13:34

      Hat man Sarkozy eigentlich schonmal vorgeworfen, er nähme Carla Bruni nur mit auf Tournee, damit die Werbung für ihre neue CD machen kann?”

      Keine Ahnung, ich verfolge die französische Innenpolitik nicht wirklich. Aber was die französischen Präsidenten für ihre Amtsführung ausgeben, das ist eh völlig maßlos. Dagegen ist Westerwelle ein Waisenknabe.

      • califax on 17. März 2010 at 18:37

        Aber was die französischen Präsidenten für ihre Amtsführung ausgeben, das ist eh völlig maßlos.

        Die Franzosen kennen wie andere Nationan auch das Konzept der Amtswürde. Die Kosten für die Amtsführung des Präsidenten sind Kosten für die Repräsentation der französischen Nation und ihres Stolzes.
        Deutsche Politiker und Journalisten schmieren lieber auf dem Niveau von fensterlnden Dorfbütteln herum. Und so werden sie von den Bürgern dann auch oft eingeschätzt.

        • Christian Soeder on 17. März 2010 at 18:40

          Erstens sind lange nicht alle Franzosen einverstanden mit den hohen Kosten des Präsidenten.

          Zweitens ist das deutsche Pendant zu Sarkozy Herr Köhler.

          Drittens muss bspw. der US-Präsident die Dienstleistungen im Weißen Haus bezahlen.

          • califax on 17. März 2010 at 18:48

            Ersteres habe ich nicht behauptet.

            Zweiteres ist so nicht richtig, da Köhler eher ein Haus-und-Hof-Prediger ist, denn der Repräsentant staatlicher Macht. Wir haben schlicht kein Pendant zum Präsidenten eines Präsidialsystems.

            Drittens ist eine der vielen Kleinigkeiten, welche mir an den USA immer sehr symphatisch sind. Ändert aber nichts am getriebenen Pomp.

    • Frank on 18. März 2010 at 06:06

      Soll der Mronz jetzt auch noch singen?

      Nein, es geht um etwas anderes: Es geht um die Geschäftsanbahnungen des „Herrn Mronz”. Frau Bruni bahnt keine Geschäfte an, wenn sie ihren Mann auf Regierungsbesuchen begleitet.

      Übrigens mal eine Frage: Siezen sich Herr Westerwelle und Herr Mronz eigentlich?

      • califax on 18. März 2010 at 11:12

        Unternehmern die Geschäftsanbahnung zu erlauben, ist eine der traditionellen Hauptaufgaben des deutschen Außenministers. Die offizielle und inoffizielle Wirtschaftsbegeleitung gehört zum Amtsauftrag.

        • nordstadt on 18. März 2010 at 12:38

          @cali:
          genau. Und am besten nimmt „man„
          dann alle „Spezis” und „Amigos” mit.
          Ähnlichkeiten zum SED-Regime oder dem– zum Glück etwas entschärften– Einparteien-System in Bayern, wären rein zufällig.

  5. Christian Soeder on 17. März 2010 at 18:53

    Du hast geschrieben: „Die Franzosen kennen wie andere Nationan auch das Konzept der Amtswürde. Die Kosten für die Amtsführung des Präsidenten sind Kosten für die Repräsentation der französischen Nation und ihres Stolzes.” Rechtlich gesehen stimmt das: der franzöische Präsident kann in Saus und Braus leben, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Aber, wie gesagt, stören sich viele Franzosen an der Maßlosigkeit der franzöischen Präsidenten. Mitterand hat es nicht minder doll getrieben als Sarkozy. Heute bekommen es nur mehr Leute mit.

    Und formal ist Köhler nun mal das Staatsoberhaupt, genau wie Sarkozy. Das der deutsche Bundespräsident in der bundesdeutschen Wirklichkeit so schwach ist, ändert nichts an dieser Tatsache.

    Zustimmung zu den USA: ich finde das auch sehr sympathisch.

  6. R.A. on 18. März 2010 at 15:25

    > Und damit ist Wolfgang Münchau laut Silvana Koch-Mehrin und Christian
    > Lindner ein homophober, demokratiefeindlicher Sozialist.
    Merkwürdig. Ich finde nirgendwo, daß Koch-Mehrin oder Lindner das gesagt haben?
    Sollte das also wieder eine der üblichen Erfindungen sein, von denen die Anti-Westerwelle-Kampagne mangels echter Substanz lebt?

    Ansonsten verdient Münchaus Gesabber keine weitere Beschäftigung.

    • Christian Soeder on 18. März 2010 at 15:28

      Das Stilmittel der Übertreibung (Hyperbel) ist Dir bestimmt bekannt. :-)

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