Alice Schwarzer und Stephanie Guttenberg für Netzsperren

Noch immer haben Alice Schwarzer und Stephanie Guttenberg (Verteidigungsminister–Ehefrau …) nichts gelernt und argu­men­tieren für Netzsperren:

Alice Schwarzer ist beson­ders unver­schämt. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hält wacker dagegen.

(via)

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

12 Kommentare zu “Alice Schwarzer und Stephanie Guttenberg für Netzsperren

  1. Ist das ein unter­schwel­liges Waffenstillstandsangebot, nachdem hier in letzter Zeit sehr viel gegen die Schnarri– (und auch Guido-)Partei geschossen wurde (mit entspre­chendem Feedback in den Kommentaren)? Wo’s doch so schön und harmo­nisch sein könnte, hier mal ein bißchen auf gemein­same Feinde einzu­dre­schen… :D

    Zum Inhalt: die Sperrlisten von Dänemark, Finnland, Italien und vielen anderen Ländern sind durch­ge­si­ckert. Glaubt jemand ernst­haft, dass eine deut­sche Sperrliste (die wohl an so viele verschie­dene Provider gehen muss wie in den drei genannten Ländern zusammen) lange geheim bleiben würde? Die poten­ti­ellen Schwerstpädokriminellen freuen sich doch schon auf „KinderpornoVZ” — die wöchent­lich aktua­li­sierte Liste, wo es Interessantes im Internet gibt.

    • Ich bin mir sicher, eine deut­sche Sperrliste sickerte durch — zu viele Menschen hätten darauf Zugriff. Das müsste noch nicht einmal böse Absicht sein, sondern einfach Ungeschick.

    • „Schnarri” ist für mich eine der wenigen Hoffnungen, die ich mit der FDP verbinde. Menschen, die nicht nur den freien Markt anbeten sondern auch in anderen Gebieten für libe­rale Gesetzgebung eintreten.

  2. Seit wann ist denn „Verteidigungsminister-Ehefrau” eine Qualifikation, um im Fernsehen aufzu­treten? Sind die „Qualitätsmedien” schon so runtergekommen?

    • Ja. Eine verspä­tete Reaktion auf „Ich als Zahnarzt-Frau empfehle…” im Werbefernsehen vor 20 Jahren.

    • Die Guttenberg hat ihren Göttergatten auch schon bei einem offi­zi­ellen Termin vertreten. Das war noch grotesker. Kohl is back.

  3. @Kalle: ja. Sie ist eine der wenigen, die die 10% Schnittmenge zwischen Linkspartei und FDP vertreten.
    @ R. A.: habe ich auch gedacht :-) Nicht zu fassen, dass wir mal einer Meinung sind– ok, heute ist Sonntag, da stimmst Du / stimmen Sie mir doch auch zu? ;-)
    Die Einflüsse von LebenspartnerInnen auf das Denken des/der Mandats/AmtsträgerIn sind unbe­stritten, dass sich so etwas jedoch so verselb­stän­digt, dass es über „Bitte-Nett-Lächeln”-Veranstaltungen hinaus geht, ist schon etwas sehr befremd­lich. Konsequent zu Ende gedacht: Merkels Mann soll doch bitte auch mal mitdis­ku­tieren und Volker Becks Mann und der von Petra Pau (die hat viel­leicht mehrere ;-)
    Über Frau Schwarzer sollte „man” besser den Mantel des Schweigens hüllen. Ihre Diskursivität und geis­tige Elastizität scheint seit den 80igern erheb­lich abge­nommen zu haben. Schade.

    • „Sie ist eine der wenigen, die die 10% Schnittmenge zwischen Linkspartei und FDP vertreten.”

      LOL :S

  4. Pingback: Hey, Alice Schwarzer! « Rot steht uns gut

  5. Kinderschutz liegt bei den Eltern…ich meine wollen alle Eltern ihre Kinder so rumrennen lassen und weil die Kinderpornos weg sind ist alles gut? Die Videos ändern nichts daran das es Kinderschänder gibt, und da muss man anfangen.…Gott, die Alice Schwarzer ist und bleibt dumm…

  6. Gerade Alice Schwarzer ist ein Beispiel dafür, dass die breite Bevölkerung die statt­ge­fun­dene Diskussion noch gar nicht richtig wahr­ge­nommen hat.

    Würde der nur einmal einer erzählen, dass diese Websperren nicht nur die Allgemeinheit nicht wirk­lich vor einen Zugriff schützen, sondern im Gegenteil die „prak­ti­zie­renden Kinderschänder” aktiv vor Verfolgung schützt, wäre sie vermut­lich ganz schnell dagegen solchen Mist zu machen.

    Da aber wohl keiner sich getraut das Gesetz als ein eben­sol­ches „Kinderschänderschutzgesetz” zu benennen, bleibt das Austauschen von Diskussionsstandpunkten eher lau.

    Ihr könnt euch, wenn die Infrastruktur in Betrieb ist gerne fragen, was ihr falsch gemacht habt. In Großbritannien ist man inzwi­schen so weit, dass dieje­nigen Provider, die sich nicht der „frei­wil­ligen” Infrastruktur anschließen, keine Regierungsaufträge mehr erhalten.

    Die wollen wirk­lich wissen, was passiert wenn der wilde Westen Einzug ins Internet hält …