Liebe Piratinnen und Piraten!

Liebe Piratinnen, ich finde es gut, dass ihr euch für Genderpolitik (via) inter­es­siert. Warum ihr euch aber von irgend­wel­chen Spinnern beschimp­fen lasst, nur weil ihr eine Mailingliste für Piratinnen einge­rich­tet habt, verstehe ich nicht.

Die CDU hat ihre Frauen-Union, in der SPD gibt es die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, bei den Grünen gibt es Frauenräte — und bei den Piraten und Piratinnen soll das nicht möglich sein? Irgendwie ziem­lich verrückt, oder?

Und, liebe Piraten: wenn ihr euch komplett lächer­lich machen wollt, dann macht so weiter. In der SPD spielen die SPD-Frauen eine bedeu­tende Rolle, und das ist auch gut so.

Piratige Grüße, Christian Soeder

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

20 Gedanken zu „Liebe Piratinnen und Piraten!“

  1. Warum sollten sich die Frauen abspal­ten wollen? Wieso braucht es über­haupt eine Trennung beider Geschlechter im verwal­tungs- und orga­ni­sa­to­ri­schen Sinn? Es gibt ja auch keine Männer-Union, keine AG Sozialdemokratischer Männer, keine Männerräte, … und falls es das gäbe fände ich das höchst seltsam. Beide Geschlechter sind gleich viel wert. Wieso siehst du das anders?

        1. Achso? Und die oben verlinkte Wiki-Seite, die habe ich erfun­den oder was? Und die Piratinnen, die Piratinnen sein wollen und keine Piraten, das sind eben keine Piraten? Spannend. Wie eine Sekte. :)

          1. Du kannst auch auf Aaron König verlin­ken und behaup­ten, das wäre Parteimeinung. Eben diese gibt es (noch) nicht. Aber das ist eine andere Diskussion in der ich auch meine Kritikpunkte habe.

  2. Ennomane bloggt das sehr schön und sagt (im Zusammenhang mit mit der Durchwatung des braunen Sumpfes der Piratenpartei): „So konnte auch die Gender-Debatte nicht verfan­gen: Piraten haben etwas gegen Feminismus, weil sie niemals auf die Idee kämen, frau­en­feind­lich zu sein und gedank­lich schon längst im Postfeminismus ange­kom­men sind, der einfach nur jeden Menschen unab­hän­gig vom Geschlecht betrach­ten will.”

      1. Jein. „Postfeminismus” würde „Feminismus” heißen, wenn des die menschen­ver­ach­tende radi­kale Form des Feminismus (á la Alice Schwarzer (lies dir mal ihren Wikipedia-Artikel durch)) nicht gegeben hätte.

        Postfeminismus ist aufge­klär­ter Feminismus.

        Und dass es sowas wie Frauenverbände gibt illus­tiert das sehr schön. Denn gäbe es Männerverbände, würden sich alle aufre­gen.

        1. Keine Sorge, ich kenne Alice Schwarzer. Und ich finde sie furcht­bar. Menschenverachtend (!) ist sie trotz­dem nicht.

          Feminismus mit Alice Schwarzer gleich­zu­set­zen ist darüber hinaus Unfug.

          1. Oh dann ließ noch mal genau, denn sie findet es (noch dazu völlig unre­flek­tiert) gut, wenn eine Frau ihrem Mann den Penis abschnei­det, weil er sie geschla­gen hat. So weit geht nicht einmal die NPD.

            Ich setzt den Feminismus nicht mit Schwarzer gleich. Sie ist aber die bekann­teste Person aus der Frauenbewegung.

  3. Thomas Maier :

    Du kannst auch auf Aaron König verlin­ken und behaup­ten, das wäre Parteimeinung. Eben diese gibt es (noch) nicht. Aber das ist eine andere Diskussion in der ich auch meine Kritikpunkte habe.

    Wo schreibe ich denn, es sei „Parteimeinung”? Es gibt Piratinnen, die Piratinnen sein wollen. Mehr steht nirgends. Aber anschei­nend zählen diese Einzelmeinungen nicht.

    1. Ich habe diese sog. „Spinner” nicht mitbe­kom­men. Vielleicht sind sie das aus ihrer Wortwahl heraus. Aber dass es eine Mailing-Liste für Piratinnen gibt finde ich höchst seltsam. Für was ist die gut? Trauen sich Frauen nicht in die Hauptmailingliste? Oder gibt es Themen die Piratinnen unter sich bespre­chen müssen?

      1. Ich kann Deine Fragen nicht beant­wor­ten. Ich verstehe sie auch nicht. Warum eine Frauenmailingliste so ein großes Problem darstellt, ist mir unbe­greif­lich.

        1. Naja anschei­nend stellt die Nichtexistenz einer solchen Mailingliste — bzw. dass es Leute gibt die so etwas kriti­sie­ren (was ich zu erklä­ren versucht habe) — für dich ein Problem dar.

          1. Quatsch. Einfach lesen, was ich schreibe. Wenn die Piraten ihre Piratinnen raus­ekeln, dann ist das das Problem der Piratenpartei und sicher nicht mein Problem.

  4. Thomas Maier :

    Oh dann ließ noch mal genau, denn sie findet es (noch dazu völlig unre­flek­tiert) gut, wenn eine Frau ihrem Mann den Penis abschnei­det, weil er sie geschla­gen hat. So weit geht nicht einmal die NPD.

    Ich setzt den Feminismus nicht mit Schwarzer gleich. Sie ist aber die bekann­teste Person aus der Frauenbewegung.

    Oho, tatsäch­lich. Die Schwarzer ist völlig abge­dreht. War mir nicht bewusst.

    1. Die Frau ist höchst gefähr­lich — gerade weil sie so tut als wäre sie ein linkes Lämmchen das sich für Minderheiten stark macht. Aber das ist ein anderes Thema.

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