Westerwave: „In Liebe”

Bundesaußenminister Guido ‚Westerwave’ Westerwelle scheint in guter Stimmung zu sein: auf die Nachfrage einer Journalistin, seine „Welt”-Kolumne einmal vorzu­lesen, um Unklarheiten zu besei­tigen, erklärte er, dies sei nicht möglich, aber er würde ihr die Kolumne gerne mit „In Liebe” signieren, was G.W., der Mann der Tat, dann auch ausführte.

Und ich kann mir nicht helfen, aber ich musste beim Lesen des Carta-Artikels (via) an folgendes Video denken:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ACjHB9GZN18&hl=de_DE&fs=1&]

Das ist natür­lich furchbar unge­recht von mir. Aber es ist auch verdammt lustig.

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

23 Kommentare zu “Westerwave: „In Liebe”

  1. Vor allem unge­recht gegen­über E. Mielke, der zumin­dest als junger Kommunist vor 1931 nicht unbe­dingt ein Schlächter gewesen sein soll.
    G. Westerwelle hat nicht selbst Hand ange­legt– ein echter Deutscher macht so etwas auch nicht– er sorgt lieber dafür, das andere sich „die Hände schmutzig” machen.
    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Mielke sowie über G. W.:
    http://www.udo-leuschner.de/liberalismus/fdp19.htm usw.)
    Mielke hat immerhin für einen Teil seiner Taten einge­sessen– G. W. dagegen sieht, wie Mielke & Co. früher, seine Mission als gerecht­fer­tigt, von messia­ni­schem Eifer beflü­gelt, unbe­irrt von Kritik von fremder Seite oder aus eigenen Reihen, ihm wurde bis vor wenigen Tagen medial der Hof gemacht von „Welt” über „BamS/B*ld” bis Glotze.
    Manchmal merkt man erst später, was für Heuchler manche Politiker (und die sie unter­stüt­zende Journalisti-Kaste) sind.

      • @Rayson:
        immer wieder über­rascht mich, wie schnell
        manche Leute lesen können, zwei ellen­lange
        Quellen in 14 Minuten.
        Tsts, wenn Linke mit Nazis gleich­ge­setzt
        werden, dann regt sich (kaum) eine/r auf–
        neoli­be­rale Betonköpfe mit denen der
        DDR gleich­zu­setzen, na, also *das*
        geht aber nun wirk­lich nicht ;-)

    • @ nord­stadt:

      „Manchmal merkt man erst später, was für Heuchler manche Politiker (und die sie unter­stüt­zende Journalisti-Kaste) sind.”

      Jo, beispiels­weise wenn man die Linke in die Regierung gewählt hat und fest­stellt, dass sich hinter der char­manten Demokraten-Fassade Leute wie du verstecken.

  2. Wenn Kommunisten auch nur kurz die demo­kra­ti­sche Tarnung fallen­lassen, kommen halt jedesmal die selben Lagerwachen und Mörder zum Vorschein. Faschisten in Rot.

    • Lieber califax, der Kalte Krieg ist vorbei, mäßigen Sie sich bitte etwas.

      • Das hat sehr offen­sicht­lich nichts mit dem Kalten Krieg zu tun.
        Es sind übrig­ge­blie­bene Kommunisten, die den Traum von einem neuen sozia­lis­ti­schen Deutschland träumen.
        (Und wenn man sie abseits der Agitprop erwischt, etwas näher kennt und vertrau­lich beim Bierchen redet, dann reden sie auch Klartext. Dann sind sie plötz­lich wieder da, die Erschießungskommandos, die Lager, der ganze ekel­hafte Judenhaß und die Vernichtungsphantasien.)

        Übri­gens scheinen Sie die Herkunft von mir und ihm zu verwech­seln. Sonst wären Sie vermut­lich gar nicht erst auf diese Phrase verfallen. Bezirk Leipzig. In der Familie alles, was die „Linke” zu bieten hat: Volkspolizei, Staatssicherheit, Staatsbürgerkundelehrer, Kampfgruppe, NVA, …
        Die hoffen übri­gens, Euch Sozen noch im KZ zu erleben. Nach den notwen­digen Koalitionen frei­lich erst. Da hat der Gysi nämlich ganz recht: Man muß schön langsam Wiederaufbau betreiben und das Parlament benutzen.

        Kalle, Sie und andere Sozialdemokraten sind naiv in einem Ausmaß, das an Suizid grenzt.

        • und der Genosse Willy Brandt (Tschuldigung, bei Ihnen
          viel­leicht nur unter „Herbert Frahm” bekannt)
          war naiv, klar.
          Und Helmut Schmidt und Franz-Josef Strauß– in Ihrer Sicht.
          Lesen, Cali, lesen. Beiträge sind oben verlinkt.
          Dass sich in Ihrem Bekanntenkreis so viele befinden, die
          Stasi, Mauer, Schießbefehl (usw.) für „Sozialismus” halten,
          ist traurig– viel­leicht sollten Sie dann hier mit dem
          Verallgemeinern aufhören und sich @home ein bißchen
          deut­li­cher ausdrücken.

          • Diejenigen stellen die Mehrheit in der Partei, der Sie sich im Wissen um diesen Umstand ange­schlossen haben. Sparen Sie sich diese billigen Versuche.
            Brandt war einer, der im Gegensatz zu Ihnen und Ihren Genossen dazu­ge­lernt hat, der in einer schwie­rigen, nach Atomkrieg riechenden Zeit, lavieren und gleich­zeitig Anstand bewahren konnte.
            Dafür wird er übri­gens bei uns immer noch heiß verehrt. Euren Willy, der ihn damals wider­willig empfangen hat, sucht wir zu vergessen. Er hat uns ebenso verraten wie alle Eure „Arbeiterführer”.
            Daß ausge­rechnet Sie als Funktionär in Guillaumes Partei hier Brandt als Zeuge verge­wal­tigen wollen, ist eine Beleidigung für diesen heraus­ra­genden Menschen, die er nicht verdient hat.
            Aber eine Schamgrenze gibt es bei Kommunisten nicht. Das weiß ich frei­lich schon aus guter Erfahrung.

  3. @FA+cali:
    Euch/ Sie kann man so einfach provo­zieren. Es ist köst­lich, sollte eine Flasche Rotkäppchen „opfern” :-)
    „q.e.d.” für meine obigen Annahmen.

    • Nö, ich nehm das schon mit Humor, keine Sorge, ein Smilie hätte viel­leicht geholfen. ;)

  4. Pingback: Wenn Menschenfresser Kreide fressen « The Outside of the Asylum

  5. @cali (00:34– leider keine direkte Antwort möglich @Weblogbetreiber):
    nur zur Klarstellung– ich war, bin aber kein Funktionär mehr, ledig­lich Mandatsträger auf kommu­naler Ebene, das macht aber in Ihrer Denke wohl keinen Unterschied (~„alles Verbrecher”). Ihre Statement lesen sich wie von Hass getrieben, basie­rend auf Schwarz-Weiss-Denken, naja, macht manchem das Leben einfa­cher.
    Gute Nacht, armes Deutschland.

    • „Ihre Statement lesen sich wie von Hass getrieben, basie­rend auf Schwarz-Weiss-Denken, naja, macht manchem das Leben einfacher.”

      Das kann ich nur bestä­tigen, und genau das meinte ich mit meiner Empfehlung, die „Kalte Krieg-Attitüde” abzu­legen und sich damit zu befassen, was die Linkspartei HEUTE ist. Man muss sie nicht mögen, man muss sie nicht unter­stützen, man kann sie sogar sach­lich bekämpfen, aber mit SED, Kommunismus, Mauerbau und Stacheldraht hat sie reich­lich wenig zutun. Dass es ein paar übrig­ge­blie­bene Spinner und Betonköpfe aus dieser Zeit gibt: Logisch.
      Die gibt es viel­leicht in den anderen Blockparteien (CDU und FDP) auch. Die Frage ist, ob man von diesen Einzelpersonen auf das Gesamtbild der Partei schließt. Meinem Eindruck entspricht das jeden­falls nicht. Ich nehme die Linkspartei als eine Mischung von naiven Weltverbesserern und aufrechten Sozialdemokraten wahr — Stalinisten sind mir da eher selten aufgefallen.

      • Herr Kappner, im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich damit beschäf­tigt, was die SED heute ist: Eine revan­chis­ti­sche Organisation der Kommunisten der ehema­ligen DDR, die sich jetzt west­deut­sche Mitläufer, Spinner und Kommunisten einver­leibt hat.

        Mann kann keine SED ohne ihre Mitglieder machen.
        Man kann keine SED ohne ihre Verlautbarungsorgane Junge Welt und Neues Deutschland machen.
        Man kann auch keine SED ohne ihre Rosa-Luxemburg-Stiftung und deren Solidarität mit Terrorismus, Unterdrückung und Massenmord machen.
        Und sie können keine SED ohne deren inter­na­tio­nale Freunde und Verbündete machen: Hamas, Hisbollah, Ahmadinedschad, Chavez, FARC, Castro, Milosevic, Mugabe.

        Sie latschen hinter einer Leninfahne her und fanta­sieren, daß währen Demokraten oder gar Menschenrechtler. Wieviele Millionen Ermordete und Versklavte sind denn Lenins haupt­säch­li­ches Verdienst?
        Eben.
        Oh, natür­lich. Es gibt da auch die sekten­in­ternen Ketzer: Trotzkisten und Maoisten. Und wieviele Millionen Ermordete und Versklavte tragen die stolz auf ihren Plakaten und Fahnen durch die Welt? Eben.
        Sie, Herr Kappner, und viele Ihrer Genossen wollen einfach die Wahrheit nicht sehen und flüchten sich dann in Ihre Kalter-Krieg-Klischees.
        Das sind billige rheto­ri­sche Tricks, mit denen Sie versuchen,vor der trau­rigen Wahrheit zu entkommen. Genau wie diese Gebetsmühlenleier von der angeb­lich mangelnden Differenzierung.
        Differenzeren wir doch die Truppe mal schön ausein­ander: http://rotstehtunsgut.de/2009/12/11/flughafen-willy-brandt/#comment-3467
        Und? Die Reaktion sprach Bände.
        Die Wahrheit tut eben manchmal weh, wenn man sich in eine Verbrechertruppe verliebt hat.

        Meine Einstellung diesen Leuten gegen­über hat nichts mit Haß zu tun. Ich habe denen gegen­über nur Verachtung und Ekel übrig.
        Und wer sich sehenden Auges und frei­willig dieser Truppe anschließt, hört auf Sozialdemokrat zu sein, war es viel­licht nie.

      • Ist das jetzt nur Naivität oder bewusste Verschleierung?

        Die „Linke” steht nicht nur, und das auch nicht zufällig, in der Rechtsnachfolge der SED, sie hat auch einen Großteil der alten Mitglieder und Funktionäre mit über­nommen. Ein Mann wie Modrow ist da Ehrenvorsitzender, und bei jemandem wie Gysi stellt sich nur die Frage, wie er dem herr­schenden System gedient hat, ob nur als IM oder als Mitglied der Nomenklatura.

        Es ist auch kein Zufall, dass von dieser Seite immer wieder Verharmlosungen der DDR-Diktatur kommen.

        Interessant ist, in welchem euro­päi­schen Parteiverbund sich die „Linke” bewegt, und inter­es­sant sind auch die jähr­li­chen Huldigungen von Liebknecht und Luxemburg.

        Die Rhetorik, Kritik durch eine „Kalte-Krieg”-Analogie unter­binden zu wollen, ist übri­gens auch typisch für diese Herrschaften. Die Mauer, der Schießbefehl — das war alles der böse „Kalte Krieg”, da war kein Mensch für verant­wort­lich und schon gar keine Ideologie.

        Das sollen „aufrechte Sozialdemokraten” sein? Es ist mir unbe­greif­lich, wie sich echte Sozis solche Beleidigungen gefallen lassen können.

        • @Rayson:
          wieder mal Verallgemeinerungen und Unterstellungen
          (wo ist die Verharmlosung der DDR? Dass ich nicht
          – gebets­müh­len­artig– in jd. 2. Satz einstreue:
          „alles Verbrecher, Mauerschützenmörder, Stasi-Meuchler”?).
          Die Sache mit der Rechtsnachfolge ist auch so’n Ding–
          die Bundesrepublik ist auch „Rechtsnachfolgerin„
          des 3. Reiches. Das sagt nicht viel aus– ausser
          für ein paar abge­drif­tete linke Spinner (RAF)
          oder wider­sprichst Du mir da– bist Du etwa
          ein verkappter RAF-Sympathisant?

          Ich kann, vor dem Hintergrund der zuneh­menden
          Verwestlichung der Linkspartei, des zuneh­menden
          Ausbleichens (physisch) der „alten Kader„
          und der Verstrickung sog. Blockflöten (lies mal
          im obigen verlinkten Beitrag, wirkich inter­es­sant),
          keine Logik erkennen, die meine Parteimitgliedschaft
          ange­sichts der inner­par­tei­li­chen und allge­meinen
          Veränderungen im Lande anrü­chig macht.
          Aber fahre ruhig Deinen Stil der „Ab-len-kung„
          (chine­si­scher Presseminister) weiter. Ich habe
          das Wort „Kalter Krieg„
          im Übrigen nicht benutzt, es verein­facht ledig­lich
          die Konfliktlinien,
          so wie Du das auch machst– unge­fähr so:
          Luxemburg= Diktatur, Untermensch
          …= Freiheit, Herrenrasse
          *…- you name it– ganz nach Deiner Vorstellung:
          a) Westerwelle ;-) (jaja)
          b) Hitler
          c) Stalin
          d) Donald Duck (das ist der schlimmste ;-)

          Ich finde es zudem befremd­lich, dass Du Dir ein Urteil
          darüber erlaubst, wer nun *echte* Sozialdemokraten sind
          und was sie demzu­folge als „Beleidgung” aufzu­fassen hätten.
          Der nächste 11.11. ist noch lange hin, ist
          wohl ein „Warmlaufen” :-)

      • @Christian:
        tja, while the cat’s away :-)

        @kalle:
        Hoho(ho) … nee, im Ernst:

        @cali (off-topic: ist die hindu­is­ti­sche Todesgöttin
        http://de.wikipedia.org/wiki/Kali_%28G%C3%B6ttin%29
        gemeint? und „fax” = fast– fast Tod/ tot oder Tod / tot fast(en) ;-)

        Sich selbst zu zitieren ist manchmal ganz lustig:
        „Ich wünsche viel Spaß in einer bequemen neoli­be­ralen Parallel-Welt irgendwo zwischen Krauss-Maffei und Ronald Reagan.
        Inhalt ist nicht das bloße Aneinanderreihen von Worten
        (“… und was its mit Tee?” ;-)
        Früher hätte ich einfach geant­wortet: “Fick Dich”.
        Jetzt bin ich älter und gesetzter, sage “Prost” und über­lasse den Geifer lieber den “cali­faxen” :-)„
        von http://rotstehtunsgut.de/2009/12/11/flughafen-willy-brandt/#comment-3468
        Das mit dem „Prost” laß’ ich noch– kein Bier vor vier :-)
        [np: Sisters of mercy „temple of love”]
        Es ist doch müßig, mir irgend­wel­ches zusam­men­ge­reimtes Zeugs an den Kopf zu werfen, während welt­weit Kinder verhun­gern, alte Menschen in ihrer Schei*e liegen bleiben und Tretminen jeden Tag Gliedmaßen unschul­diger Zivilisten abtrennen (ja– @cali– auch die SU hat diese Tretminen verwendet– die Nachfolge-Armee führt einen erbar­mungs­losen, völker­rechts­wid­rigen Krieg in Tschetchenien, so wie vorher die SU in Afghanistan und heute die USA nebst NATO dort Kreigsverbrechen begeht, auch die SU hat wenig gegen das Kindersterben in der sog. 3. Welt unter­nommen und der Umgang mit älteren Menschen war bzw. ist in SU bzw. Rußland [et. al.] mindes­tens so menschen­ver­ach­tend wie hier– im goldenen Paradies der Werktätigen frei nach Westerwelle).
        Ich bin zur Ansicht gekommen, dass eine Diskussion zwischen uns keinen Sinn macht– Sie gehen davon aus, dass ich ein Verbrecher wäre, ich gehe davon aus, dass Sie nur von anderen Dingen ablenken wollen. *So* wird das nichts.

  6. Bezüglich der Frage Die Linke=SED geht es doch gar nicht vorder­gründig um die Frage der Rechtsnachfolge. Es geht ganz konkret um die Köpfe der Menschen.

    Selbstverständlich ist Vergebung immer möglich. Menschen treffen nun einmal in ihrem Leben viele falsche Entscheidungen, manche mehr, manche weniger, einige haben geringe Konsequenzen, andere aller­schlimmste. Nichtsdestotrotz ist es möglich, zu vergeben. Wer aller­dings Vergebung erbittet, muss dafür auch Reue zeigen. Wenn nun also ein linker oder rechter Verbrecher einsieht, das er als Mitläufer/Täter falsche Entscheidungen getroffen hat, diese bereut und sich von seinen früheren fehlern distan­ziert, so kann er auch darum bitten, dass ihm von den opfern vergeben wird. ob diese gewährt wird, ist eine andere frage.

    Dies ist aller­dings bei der Linkspartei keines­wegs der Fall. Keine Distanzierung, keine Reue, keine Aufarbeitung. Dieselbe Theorie, dieselben Strukturen, (das selbe Vermögen?), nur verpackt in eine scheinbar demo­kra­ti­sche Hülle, mit der sich eben einfach den aktu­ellen Umständen ange­passt wird, im Moment gerade Demokratie, in der man lästi­ger­weise um Unterstützung aus dem Volk werben und sich an Rechtsstaatlichkeit halten muss.

  7. @juco:
    „Bezüglich der Frage Die Linke=SED geht es doch gar nicht vorder­gründig um die Frage der Rechtsnachfolge. Es geht ganz konkret um die Köpfe der Menschen.„
    Manchmal liest man das ganz anders, da geht es nur um den formal­ju­ris­ti­schen Teil-obowhl es auch bei diesen Thesen um die Köpfe geht bzw. den Inhalt hinein­zu­drü­cken, die Linkspartei sei = PDS = SED …

    „Selbstverständlich ist Vergebung immer möglich. Menschen treffen nun einmal in ihrem Leben viele falsche Entscheidungen, manche mehr, manche weniger, einige haben geringe Konsequenzen, andere aller­schlimmste. Nichtsdestotrotz ist es möglich, zu vergeben. Wer aller­dings Vergebung erbittet, muss dafür auch Reue zeigen. Wenn nun also ein linker oder rechter Verbrecher einsieht, das er als Mitläufer/Täter falsche Entscheidungen getroffen hat, diese bereut und sich von seinen früheren fehlern distan­ziert, so kann er auch darum bitten, dass ihm von den opfern vergeben wird. ob diese gewährt wird, ist eine andere frage.„
    Ich habe keine Verbrechen begangen, war nie „IM” oder beim „MfS”.
    Ich wende mich gegen Pauschalierungen und die damit verbun­denen Ablenkungsmanöver– wenn das nicht durch­schaut werden würde, dümplete die Linke wie die PDS im Westen immer noch zwischen 0,5 und 2,5 % herum.

    „Dies ist aller­dings bei der Linkspartei keines­wegs der Fall. Keine Distanzierung, keine Reue, keine Aufarbeitung. Dieselbe Theorie, dieselben Strukturen, (das selbe Vermögen?), nur verpackt in eine scheinbar demo­kra­ti­sche Hülle, mit der sich eben einfach den aktu­ellen Umständen ange­passt wird, im Moment gerade Demokratie, in der man lästi­ger­weise um Unterstützung aus dem Volk werben und sich an Rechtsstaatlichkeit halten muss.„
    Das sind Behauptungen, die Du/ Sie veri­fi­zieren können soll­test, ansonsten nehme(n) ich (und andere) Dein/Ihr Statement nicht ernst. Zudem ist– nach Deinem/ Ihren Denken– ironi­scher­weise die Linkspartei wie vorher die WASG und die PDS Grundrechts– und Rechtsstaats-Partei, wie sich z. B. an der Ablehnung der Schily/Schäuble-Pakete (in den 90ern und im ersten Jahrzehnt diese Jahrhunderts) und der Befürwortung von Datenschutzregularien ablesen ließ und läßt.
    Dass sich auch die SPD und davor die Grünen in der Opposition wieder auf Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit besinnt bzw. besonnen haben haben, ist eine erfreu­liche Entwicklung. Da sitzt „man” nicht immer ganz alleine als „Verfassungsfeind” da, der als Einziger die Verfassung schützt.
    Meine persön­liche Erfahrung als Kommunalpolitiker stützt die o. a. These leider auch– die SPD (teil­weise auch die Grünen) im Bunde mit der CDU nehmen die NGO (Niedersächsische Gemeindeordnung ~ „Grundgesetz der Kommunen”) nur ernst, wenn es gerade nütz­lich ist oder sie gewzungen ist/ wird, sich daran zu halten. Ist schon manches Mal mehr als traurig, wie schwer unsach­lich dort Politik seitens der o. A. betrieben wird.

  8. Hallo, habe zufällig das Buch „Kalles linke Spinner” in die Hand bekommen. Unbedingt lesen! Verunglimpfung vieler Persömlichkeiten die als handelnde Personen in diesem Roman vorkommen. Sicher ohne Zustimmung. MfG Dr. Cleemann