Zwei Lesetipps zu PDS und Linkspartei

25. Februar 2010
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Im Januar 1999 ist in der ersten Ausgabe der „Berliner Republik” ein Artikel mit dem Titel „Überleben lernen von der PDS (via) erschienen; Kernthese dieser Analyse war einerseits, dass die PDS vor allem von ihrem Dasein als Ostpartei profitiert und zum anderen der Niedergang der FDP nahe ist.

Nun, die heutige Linkspartei will keine reine Ostpartei mehr sein. Und die FDP ist in einem Maße erstarkt, wie 1999 nicht abzusehen war. In der März-Ausgabe 2010 der „Blätter” ist aktuell ein Artikel mit dem Titel „Die Linkspartei: Blick in den Abgrund” zu finden, der darauf hinweist, dass die aktuellen Schwierigkeiten der Linkspartei auf einen Ost-West-Konflikt zurückzuführen sind. Damit schließt sich der Kreis.


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5 Responses to Zwei Lesetipps zu PDS und Linkspartei

  1. Günther Gruchala on 25. Februar 2010 at 18:35

    Lieber Genosse Christian, toll gemacht, ich finde es gut, das Du die Anregung von mein Herz schlägt links aufgegriffen hast
    Freundschaft
    Günther

  2. Kalle Kappner on 25. Februar 2010 at 18:49

    Nichts für ungut, aber die ständigen Prognosen zum Untergang der Linkspartei wirken allmächlich grotesk.

    Tja, man glaubte 1982 ja auch noch, dass sich die bekloppten Öko-Hippies („Die Grünen”) von selbst erledigen.

    Einen Untergang der Linkspartei wird es nicht geben. Es ist mit einer Etablierung zu rechnen, wobei nicht gesagt ist, dass die Linkspartei ihre momentanen Rekordergebnisse unbedingt halten wird.

    • Christian Soeder on 25. Februar 2010 at 18:55

      Ich finde den „Blätter”-Artikel nicht grotesk, sondern fundiert.

      • Kalle Kappner on 25. Februar 2010 at 21:41

        Und ich frage mich, wie oft die SPD noch eins auf den Deckel bekommen muss, bis sie ihre unrealistische Haltung ablegt…

  3. nordstadt on 26. Februar 2010 at 08:36

    @Christian:
    habe den Artikel nur überflogen, die üblichen Phrasen, die übliche Zentrierung auf’s sog. Spitzenpersonal, keine Unterfütterung mit mehr als „Boulevard”. Nimm mal nur die norddeutschen Landesverbände (das sind die, die ich einigermaßen kenne) als Beispiel-trotz Streß gehen viele Vorhaben besser als zuvor, besonders in den Stadtstaaten ist die im Artikel angesprochene personelle Schwäche nicht zu erkennen. Sie wird herbei fasziniziert. Für diejenigen, die das 2002er gesamtparteiliche Debakel (kein Einzug in Fraktionsstärke in den Bundestag, Nicht-Anerkennung der Ergebnisse des Geraer Parteitags)
    erlebt haben, eigentlich auch für alle Landesverbände, die in den 90ern oder später beim Landtagswahlen angetreten und gescheitert sind, ist die Tendenz sehr gering, sich ernsthaft nochmal so zu zerlegen, wie nach dem Geraer Parteitag bzw. teilweise nach diesen Niederlagen. Anschließend fanden die Debatten statt, für die vorher keine Zeit oder kein Raum war.
    Aber das ist nur eine Innensicht, die bei „kühler Analyse” keine Rolle spielt (?).
    @Kalle:
    positiv mich überrascht bei Dir der Realitätssinn-wäre auch schlimm, wenn die SPD nur aus Ideologen, Demagogen und Wasserpredigern bestünde.

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