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SPD: Kampagne gegen Kopfpauschale

25. Februar 2010
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Die SPD plant laut Spiegel Online eine Kampagne gegen die Kopfpauschale. Genau das habe ich schon am 5. Februar vorgeschlagen. Es ist der richtige Weg. Gesundheit ist nach meiner festen Überzeugung das Mega-Thema unserer Zeit. Die Menschen werden immer älter (zum Glück!), die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung immer besser — und teurer. Wenn jetzt nicht das Ruder Richtung Solidarische Bürgerversicherung rumgerissen wird, dann erfüllt sich in einigen Jahren die Forderung von CDU-Missfelder: 80-Jährige bekommen dann kein künstliches Hüftgelenk mehr.

Die Kopfpauschale ist unfinanzierbar und einfach nur pure Ideologie. Wenn SPD und NRWSPD das bis zur NRW-Wahl deutlich machen, dann sehen Miet-Rüttgers und Hotel-Pinkwart alt aus.


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4 Responses to SPD: Kampagne gegen Kopfpauschale

  1. Kalle Kappner on 25. Februar 2010 at 17:56

    Wir müssen den Sozialstaat-Abwrackern die Stirn zeigen ;).

  2. nordstadt on 26. Februar 2010 at 08:23

    Ja.
    Wäre fast zu schön, um wahr zu sein, dass die SPD wieder Politik für die Masse der Menschen, die „einfachen Leute”, macht anstatt nur für die Bosse.

  3. Markus Ritter on 26. Februar 2010 at 10:00

    Da man auf der SPD-Seite das Konzept der Bürgerversicherung nicht so richtig prominent platziert hat (wenn man auf SPD.de Bürgerversicherung eingibt, findet man Stellungnahmen etc., aber nicht das Konzeptpapier. Könntet Ihr das hier mal verlinken?), frage ich mal nach, ob das dem aktuellen Wunsch der SPD entspricht:

    Die SPD möchte, dass alle Menschen in Deutschland für alle Einnahmen, die unter einer bestimmten Beitragsbemessungsgrenze liegen, Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.

    Sehe ich das richtig, dass die SPD damit auch die bisher sozialversicherungsfreien Nacht– und Sonntagszuschläge in die Berechnung einführen möchte?

    Wie soll das ganze geregelt werden? Gibt es neben einer Einkommensteuererklärung zukünftig auf eine Krankenversicherungserklärung, oder muss bspw. der Vermieter das ganze monatlich selbst machen?

    Wenn die Jusos so gegen das Ehegattensplitting sind, warum darf dann der nicht arbeitende Ehepartner beitragsfrei mitversichert sein (bei einem Ehepaar mit einem Einkommen von 2x BBG verdoppelt sich der GKV-Beitrag, wenn statt einer Person mit 100% Einkommen zwei Personen mit jeweils 50% Einkommen arbeiten).

    Wird auf Einnahmen, bei denen es keinen Arbeitgeber gibt, der volle Satz von derzeit 14,9% fällig, oder zahlt man als Vermieter nur den „AN-„Anteil von 7.9%?

    Wird der Beitrag auch fällig, wenn die Einnahmen zwar fliessen müssten, das ganze aber nicht der Fall ist (bspw. weil der Mieter keine Miete zahlt)?

    Werden allgemein steuerfreie bzw. pauschal vom AG versteuerte Einnahmen auch zur Beitragsbemessung herangezogen (bspw. der Sold bei ZDL, GWDL oder der Fahrtkostenzuschuss des AG, Jobtickets, Sachbezüge unter 44 EUR etc.)?

    Auf wieviel hunderttausend neue Jobs in den Abrechnungsstellen schätzt die SPD diese Art der Beitragsberechnung?

    • Christian Soeder on 26. Februar 2010 at 16:09

      Da man auf der SPD-Seite das Konzept der Bürgerversicherung nicht so richtig prominent platziert hat

      Ein Unding, ja. Habe ich schon so oft kritisiert…

      Im Deutschland-Plan ist eine Kurz-Zusammenfassung:

      Deshalb fordern wir die Bürgerversicherung: Alle Bürgerinnen
      und Bürger sollen sich an der Finanzierung des Gesundheitswesens
      nach ihrer Leistungsfähigkeit beteiligen. Eine Finanzierung
      über angemessene Beiträge und über Steuern sorgt auf Dauer
      für eine gerechte und stabile Finanzierung. Darin erweist sich
      gelebte Solidarität. Ob gesetzlich oder privat: Alle Versicherten
      müssen deshalb künftig in den Risikoausgleich einbezogen werden.
      Das soll schrittweise erfolgen, denn wir wollen die erworbenen
      Rechte der privat Versicherten wahren. Voraussetzung sind
      vergleichbare Spielregeln für alle Krankenkassen und Versicherungsunternehmen.
      Auch die privaten Kassen müssen Verantwortung
      für die Qualität und die Preise der medizinischen
      Leistungen für ihre Versicherten übernehmen, so wie das die Gesetzliche
      Krankenversicherung bereits macht.

      Eine ausführliche Version finde ich auf die Schnelle nicht. Wirklich peinlich.

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