Die ersten hundert Tage des Sigmar Gabriel

Georg Schwarte kommen­tierte gestern abend im Echo des Tages auf NDR Info und WDR 5 die ersten hundert Tage des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel:

Das neue Jahrzehnt, das könnte das Jahrzehnt dieses Sigmar Gabriel werden. Womit übri­gens gleich die Perspektiven zurecht­ge­rückt wären: Hier gerade einmal 100 Tage Elendsverwaltung als neuer SPD-Chef, da ein neues Jahrzehnt, das es zu gestal­ten gilt. Der Mann hat noch viel vor, aber auch noch viel vor sich. […]

23 % haben Demut erzeugt, nicht Radikalität. Nachdenken statt Nachtreten — auch bei Sigmar Gabriel, der weiß, dass sein Porträt irgend­wann einmal neben dem von Ollenhauer und Brandt hängen wird. Auch das hilft biswei­len, aus einem Bruder Leichtfuß einen gewich­ti­ge­ren Genossen zu formen. […]

Die SPD von heute lernt gerade, und Gabriel als erster, den langen Atem zu schät­zen, erzwun­gen zwar, aber deshalb viel­leicht umso nach­hal­ti­ger. Deshalb sind Umfragen, die die Münteferings und Becks noch zu Getriebenen machten, heute für die SPD zum ersten Mal seit langem wirk­lich das, was sonst aus Politikermund wie eine Unglaublichkeit klingt: Sie sind egal. Die SPD hat ein neues Jahrzehnt für sich zu entwer­fen, nicht die nächste Woche. […]

Wenn dieser Sigmar Gabriel es hinkriegt, in seiner gerade eröff­ne­ten Ideen- und Zukunftswerkstatt SPD nicht nur Funken zu schla­gen, sondern aus all den Schmuddelecken, in denen es brodelt, stinkt und mieft in Deutschland etwas zu formen, das sich als Idee einer neuen Sozialdemokratie eignet, dann hat der Mann schon viel geleis­tet für dieses neue Jahrzehnt der SPD.

In der oben verlink­ten Sendung beginnt der Beitrag etwa bei 5:15.