Alle denken an sich, nur ich denk an mich

Die geistig-poli­ti­sche Leere, die Guido Westerwelle in diesem Lande verbrei­tet, hat mit seinem Gastkommentar in der heuti­gen WELT unter dem Titel An die deut­sche Mittelschicht denkt niemand einen neuen Tiefpunkt erreicht. Ein näherer Zusammenhang mit der Hartz IV-Entscheidung des Verfassungsgerichts, auf die er sich bezieht,  ist in seinen Tiraden kaum zu erken­nen.

Flugs hat die Süddeutsche Westerwelle zur Nervensäge der deut­schen Politik gekürt und zieht das Fazit:

Die FDP, die für sich gerne in Anspruch nimmt, die poli­ti­sche Mitte zu verkör­pern, hat sich von dieser Mitte selbst entfernt.

3 Gedanken zu „Alle denken an sich, nur ich denk an mich“

  1. Diese Äußerungen von Guido Westerwelle sind gefähr­lich. Gefährlich spal­te­risch. Ich bin aller­dings wirk­lich froh, das muss ich an dieser Stelle noch einmal sagen, dass in der Union niemand so richtig mitspie­len will bei Guidos ideo­lo­gi­schen Hasstiraden.

  2. Sowas, ich hatte doch tatsäch­lich den Eindruck, die Süddeutsche hätte Westerwelle schon vor Jahren zur „Nervensäge der deut­schen Politik” erklärt. Und jeden Nicht-Sozialdemokraten eh zum Unmenschen.

  3. @Jan:
    ist mir neu, dass ausge­rech­net die „SZ” (wo wird die erstellt und gedruckt) ein SPD-Parteiblatt wäre?
    Vom ND oder der Jungen Welt würdest Du das auch behaup­ten?
    ;-)
    Zu Herrn W. fällt mir nichts Nettes ein- die „spät­rö­mi­sche Dekadenz” jedoch, die kann er ganz bestimmt erken­nen, wenn er doch ständig von lukul­li­schen Ergüssen aller Arten (nicht homo­phob gemeint) umgeben ist, von der Prüme, der créme de la classe poli­tique ;-)
    Grenzt schon an Kafka’s Welt, dass ausge­rech­net der „Chef” der Partei der Krisengewinner und Couponschneider vom „Luxus” der unteren Schichten („Klassen”?) schwa­felt.

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