Als Ergänzung zum vorherigen Artikel ein Verweis auf einen sehr schönen Artikel bei „weissgarnix.de”:
Wenn Hartz IV eine seriöse Alternative für einen nennenswerten Teil des Erwerbspublikums darstellt, dann gibt es niemanden, der eine Arbeitsstelle für weniger annehmen wird. Zumindest wenn er rational agiert, wie es die Neoklassik ja postuliert. Wenn mir Hartz IV im Monat 1000 Euro bringt, ein Vollzeit-Job aber nur 900 Euro, dann wäre ich ja tatsächlich schön bescheuert, dem Job nachzugehen. […] Meine These deshalb: Man sollte tatsächlich versuchen, in den betroffenen Branchen (von denen sich die meisten nicht am Weltmarkt orientieren müssen sondern binnenfokussiert sind) einen Mindestlohn einzuführen, der 25 bis 30% oberhalb von Hartz IV liegt. Und dann müßte man halt mal gucken, was passiert. Ich vermute: gar nichts.
4 Kommentare
„Und dann müßte man halt mal gucken, was passiert. Ich vermute: gar nichts.”
Unsinn. Dann hätten wir Vollbeschäftigung, Sozialneid gäbe es nicht mehr und jeder abhängig angestellte wäre wunschlos zufrieden.
Aha. :)
Weil etwas nicht ausschließlich vorkommt, ist das genaue Gegenteil richtig. Dolle Logik, muss ich mir merken.
das ihr Sozen auch immer gleich ans Geld denken müsst. ;-)
Ein Job bringt ja nicht nur Geld ein, sonder auch Bestätigung, Kontakt, geistige Anregung.
Selbst wer mit Hartz IV mehr bekommen würde kann sich entschließen arbeiten zu gehen, einfach weil er keinen Bock hat den ganzen Tag zuhause rumzusitzen, Fernsehen zu schaun oder WoW zu spielen.
Auch das ist ein rationaler Grund.
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[rotstehtunsgut] Lesetipp: Theorie vom fehlenden Arbeitsanreiz macht keinen Sinn: Als Ergänzung zum vorherigen Art… http://bit.ly/8XzXwg
Lesetipp: Theorie vom fehlenden Arbeitsanreiz macht keinen Sinn: http://wp.me/pti5k-LC
[…] sie die Motivation, einen Job anzunehmen senken. Mal abgesehen davon, dass dieser Mechanismus alles andere als unumstritten ist – die Intention ist klar: Die rechtsdemokratischen Kräfte, inbesondere Guido Westerwelle […]