Die Putschisten in Honduras und ihre Helfershelfer der Friedrich-Naumann-Stiftung für die „Freiheit” (FDP) haben ihr Ziel erreicht: der „rechtsgerichtete” Unternehmer Porfirio Lobo wurde als Präsident verteidigt, außerdem wurden „jegliche Verbrechen im Zuge des Putsches unter General-Amnestie gestellt”.
Damit ist der Putsch in Honduras endgültig erfolgreich. Ein schwarzer Tag für Lateinamerika.

Na ja, bei uns sind wir von solchen Verhältnissen auch nicht so weit entfernt.
Der vorherige Verfassungsbruch des ehemaligen Präsidenten und die demokratische Wahl des jetzigen Amtsinhabers sind alles Lappalien, schon klar. Diese dämlichen Latinos wissen einfach nicht, was sie den europäischen Demokratiekämpfern schulden.
Polemik und Unterstellungen, wie üblich.
Ich hätte deinen Beitrag nicht besser zusammenfassen können.
Oh, interessant: wo wurde denn meinerseits etwas unterstellt?
Du hast unterstellt, daß in Honduras ein Putsch stattgefunden hätte, und dieser von FNS unterstützt worden wäre.
Ja, so sind nun einmal die Fakten. Alles oben verlinkt.
Na ja, Politiker sind Gauner, sonst wären sie keine Politiker.
Die verfassungsgemäße Absetzung eines Präsidenten, der die Verfassung bricht, ist kein Putsch, jedenfalls kein illegaler.(Briefträger sind dafür üblicherweise nicht zuständig, sondern eben Militär und Polizei — je nach Verfassung)
Darauf hinzuweisen macht einen nicht zum „Helfershelfer”.
Daß es bei der verfassungsgemäßen Absetzung des Präsidenten zu Formfehlern kam (Verbannung ins Ausland statt Gerichtsprozeß und Gefängnisstrafe), macht die Absetzung auch noch nicht zum Putsch.
Und daß Obamas Club der Freunde lateinamerikanischer Revoluzzer protestiert, wenn einer ihrer Möchtegerndespoten abgesetzt wird, ehe er eine Diktatur errichten kann, macht die Absetzung auch nicht illegal.
Die ganze Welt hat Unrecht, nur califax und Rayson wissen Bescheid. So wird’s sein.
http://rotstehtunsgut.de/2009/11/06/putsch-in-honduras-rasante-kehrtwende-der-friedrich-naumann-stiftung/
http://rotstehtunsgut.de/2009/11/23/putsch-in-honduras-moderatoren-und-ehemalige-stipendiaten-der-friedrich-naumann-stiftung-melden-sich-zu-wort/
„Die ganze Welt” ist mir wurscht. „Die ganze Welt” hielt auch mal die Sowjetunion Stalins für ein Arbeiterparadies.
Das Klischee vom Militärputsch ist bei Absetzungen in Lateinamerika übermächtig. Wen interessiert da schon die Rechtslage vor Ort?
Daß die Absetzung als Dilettantenstadel stattfand, hat auch nicht gerade geholfen.
Dass die FNS ihre ursprüngliche Haltung revidiert hat, wie verlinkt, und ehemalige FNS-Stipendiaten die FNS kritisierten, verdient einen Vergleich mit Stalin. Ich verstehe.
Den Vergleich mit Stalin bildest Du Dir ein. Lern endlich mal Deine Muttersprache.
„Die ganze Welt” ist auch falsch. In den amerikanischen Medien wurde die Verfassungskrise (das ist meines Erachtens das viel treffendere Wort) in Honduras von Anfang an kritisch und differenziert begleitet. Und die Neuwahlen werden sogar fast unisono nicht als Teil oder Erfolg eines Putsches bewertet, sondern als wichtiger und richtiger Schritt zum Neubeginn. Den Gewinner dieser Wahl als „rechtsgerichtet” zu bezeichnen, soll vielleicht suggerieren, dieser sei an der Absetzung seines Vorgängers beteiligt gewesen oder habe die Maßnahmen der Interims-Regierung unterstützt. Tatsache ist jedoch, dass er zu beiden Seiten auf Distanz gegangen ist, was ich für eine sehr weise Entscheidung gehalten habe. Nicht zuletzt deswegen dürfte er auch gewonnen haben.
Übrigens kann man gerade daran, dass der Repräsentant der FNS vor Ort seine anfänglichen Einschätzungen später korrigierte (ist Hinzulernen so undenkbar für Sozis?), entnehmen, dass das Wort „Helfershelfer” gleich zu beidem qualifiziert, also eine polemische Unterstellung ist. Mal ganz abgesehen davon, dass es sich bei der positiven Bewertung der Absetzung nicht um eine Beteiligung daran handelt.
Ich nehme stark an, dass du selbst nicht glaubst, die FNS befürworte Putsche. Wie nennt man das dann, wenn du trotzdem das Gegenteil behauptest?
Streitet ihr euch nicht um des Kaisers Bart?
Gehen die Entscheidungen des honduranischen Volkes uns etwas an?
Unser eigenes Land entwickelt sich doch zum Saustall.