Nicht mit Westerwave

25. Januar 2010
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Sigmar Gabriel im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt”: „Mit einer FDP unter Guido Westerwelle und Generalsekretär Christian Lindner können wir sicher nicht koalieren.”

Meine Rede. Und die Wähler wussten das. Entsprechend schlecht war das Ergebnis der SPD.


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6 Responses to Nicht mit Westerwave

  1. Rayson on 25. Januar 2010 at 14:08

    Und entsprechend gut das der FDP.

    Aber so lange die SPD nicht lernt, dass mit populistischen und parteitaktischen Winkelzügen eines Siggi Pop anstelle einer eigenen und nachvollziehbaren politischen Richtungsbestimmung kein Blumentopf zu gewinnen ist, so lange wird sie vergebens der „Linken” thematisch hinterhecheln.

  2. Harald Wellmann on 25. Januar 2010 at 20:35

    @Christian: Ich kann dir nicht ganz folgen.

    A: Mit der FDP, so wie sie jetzt agiert, kann die SPD nicht koalieren.

    B: Die Wähler glauben, dass A zutrifft.

    C: Das Wahlergebnis der SPD war schlecht.

    Willst du sagen: „Aus A und B folgt C”? Non sequitur!

    Wenn die Wähler glauben, dass die FDP gute Politik macht, dann wählen sie natürlich FDP, unabhängig von A oder B. Das begünstigt C, aber bedingt es nicht.

    Wenn die Wähler glauben, dass die SPD gute Politik macht und dass diese mit der Politik der FDP wenig deckungsgleich ist, dann sollten sie SPD wählen. Das wäre dann „Aus A und B folgt non C”.

    Oder willst du sagen: „Die SPD wird nur dann Erfolg haben, wenn sie in der Lage ist, mit der FDP zu koalieren”?

    Das gibt in meinen Augen der FDP mehr Gewicht, als sie verdient.

    Ich sage: Die SPD sollte bereit und in der Lage sein, prinzipiell mit allen demokratischen Parteien zu koalieren, mit denen sie sozialdemokratische Inhalte umsetzen kann.

    Wozu „Ausschließeritis” und persönliche Animositäten führen, haben wir in Hessen, Thüringen und im Saarland gesehen. So kegelt man sich ohne Not ins politische Abseits.

    Vorbehalte gegenüber der FDP habe ich jede Menge, aber die würde ich nicht an der Person ihres Vorsitzenden oder Generalsekretärs festmachen.

    Wenn Sigmar Gabriel sagen wollte: „Eine Koalition mit der FDP ist angesichts ihrer augenblicklichen Politik für die SPD schwer vorstellbar”, so würde ich ihm zustimmen, aber dann hätte er dies denkbar ungeschickt formuliert.

    Heute weiß keiner, wer 2013 welche Partei führen wird. Erfahrungsgemäß ist eher damit zu rechnen, dass die SPD bis dahin mindestens einen Vorsitzenden verschlissen haben wird.

    Guido Westerwelle ist ja nun immerhin zur Zeit der dienstälteste Parteivorsitzende Deutschlands, wenn mich nicht alles täuscht…

    • Christian Soeder on 25. Januar 2010 at 20:42

      Die SPD hat vor der Wahl gesagt, sie strebe eine Ampel an, obwohl die FDP dies mehrmals ausgeschlossen hat, und obwohl klar war, dass SPD– und FDP-Programm unterschiedlicher nicht sein könnten. Damit machte sich die SPD unglaubwürdig und hat Wahlkämpfer und Wähler demobilisiert.

      • califax on 25. Januar 2010 at 23:13

        Richtig. Teil des Problems war der idiotische Wahlkampf der SPD, bei dem sich jeder halbwegs denkende Bürger verarscht fühlen mußte.
        Zu diesen unsinnigen Ampelangeboten kamen dann noch die Haifischplakate (wir schieben der FDP mal die eigene Politik in die Schuhe), der Grotewohlkurs und die Wahnideen um Ypsilanti und Scheer.

        • Kalle Kappner on 26. Januar 2010 at 17:56

          Jedenfalls hälst du diese Aufzählung von Ereignissen für die Gründe der Wahlniederlage.

  3. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Christian Soeder und Christian Soeder, Tim Rozenski erwähnt. Tim Rozenski sagte: RT @christiansoeder: Nicht mit Westerwave: Sigmar Gabriel im Interview mit dem “Hamburger Abendblatt” http://bit.ly/5icCSi […]

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