„Wo leben wir eigentlich?”

Halina Wawzyniak (Twitter), stellv. Vorsitzende der Linkspartei, findet deut­li­che Worte für den Artikel bei „stern.de”, in dem über das Nicht-Verhältnis von Dietmar Bartsch und Oskar Lafontaine berich­tet wurde:

Doch Informationen hin oder her, das eigent­lich bestür­zende sind die letzten 10 Zeilen. Wo leben wir eigent­lich? Da wird der Führung der Linkspartei gemel­det (!) wer sich mit wem trifft – wer ist eigent­lich die Führung? Im Geschäftsführenden Parteivorstand wurde nichts gemel­det und wird hoffent­lich auch nie etwas gemel­det. Und man sei sich einig, dass Bartsch für solche Treffen nicht zustän­dig sei? Ja, wer ist eigent­lich für welche Gespräche zustän­dig? Darf ich noch mit meinen Bekannten aus anderen Parteien mich in ein Cafè setzen und zum Beispiel über unsere Erlebnisse bei unserer USA-Reise reden? Oder muss ich das jetzt melden? Bei wem? Werde ich gemel­det? Was passiert mit mir nach dem melden? Sollte der Geschäftsführende Parteivorstand oder der Parteivorstand viel­leicht ein Katalog aufstel­len, wer mit wem wann reden darf? NEIN! Eine Partei in der gemel­det wird wer mit wem redet, eine Partei in der entschie­den wird wer sich mit wem treffen darf wird auf meinen Widerspruch stoßen, eine solche Partei will ich nicht.

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

2 Replies to “„Wo leben wir eigentlich?””

  1. Naja, Halina meldet sich mal zu Wort- als es noch um zukünf­tige Parteiaustrittler wie Schwarzenholz ging, sah sie die inner­par­tei­li­che Demokratie in Gefahr, auch bei SYK, jetzt mal wieder. Immer dann, wenn es um „ihre” Leute geht- jedoch dann nicht, wenn es um WASGler in Berlin ging oder in anderen Fällen (alles schön nach­les­bar be g**gle- „schwar­zen­holz pds halina”), da hielt sie sich (gerne?) an partei­rä­so­nale Ruhe.
    Insofern, media­ler Bull-Shit oder viel Rauch um Nichts.
    Zudem wäre es besser gewesen, einfach mal selbst direkt nach­zu­fra­gen, anstatt die mediale Karte zu ziehen- das wirkt abge­schmackt und billig.