Lafontaine vs. Bartsch?

Hans Peter Schütz schreibt auf „stern.de” über „Lafontaines schwie­riges Comeback”:

Im Zentrum des Gesprächs dürfte die Frage stehen, ob Lafontaine bereit ist, weiterhin mit Linkspartei-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch zu koope­rieren. Ein Vertrauter Lafontaines sagt: „Zwischen den beiden gibt es keine Vertrauensbasis mehr.” Hinzu kommt, dass Bartsch sich im Berliner Polit-Café „Einstein” unlängst mit SPD-Chef Sigmar Gabriel zum Gespräch getroffen hat. Natürlich wurde der Treff sofort der Führung der Linkspartei gemeldet.

Wenn Oskar Lafontaine jetzt Dietmar Bartsch abser­vieren sollte, der in der Vergangenheit positiv aufzu­fallen wusste, als er bspw. die NRW-Linke durch die Blume kriti­sierte, oder als er CDU/CSU und FDP zu Hauptgegnern erklärte, dann sehe ich wirk­lich schwarz für eine linke Mehrheit in Deutschland.

Was man von einer Atmosphäre des Misstrauens, in der ein harm­loses Treffen „natür­lich” sofort gemeldet wird, zu halten hat, ist indessen ein anderes Thema…

Über Christian Soeder

Christian Soeder schreibt zu netzpolitischen Themen, über die SPD und die Gesellschaft generell. Feminist.

4 Kommentare zu “Lafontaine vs. Bartsch?

  1. Ich setze auch sehr auf die prag­ma­ti­schen Elemente in der Linkspartei und Bartsch gehört da ganz klar zu.

    Solche „Gespräche” wurden in der SPD vor einem Jahr übrigens auch noch mit einer Hexenjagd (unter anderem auf SpOn doku­men­tiert) quit­tiert. Das fehlende Vertrauen basiert meines Erachtens eher darauf, dass in der Linkspartei einige Richtungsfragen noch garnicht geklärt sind.

    • ups, da bin ich gespannt–
      welche sind das denn?
      Zum Gen. Dietmar, na, da
      gab es Debatten, wie wahr­schein­lich
      bei so ziem­lich allen, die in
      verschie­denen Positionen für die
      Partei (mehr oder weniger) erfolg­reich
      tätig waren. Ob ein Gespräch mit dem
      „Pop-Beauftragten” mich nun aufregt–
      nein.
      Ob da mal eine Basis innigen Vertrauens
      zwischen LaFo und D. Bartsch war, ist
      auch Kaffeesatzleserei– aber mit irgendwas
      muß ein Journalist sein Medium füllen.

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  3. Pff, welche Richtungsfrage ist denn bei der Linkspartei geklärt? Die Partei hat doch nichtmal ein Grundsatzprogramm. Also bitte, als Mitglied sollte man das nun wissen.