Hans Peter Schütz schreibt auf „stern.de” über „Lafontaines schwieriges Comeback”:
Im Zentrum des Gesprächs dürfte die Frage stehen, ob Lafontaine bereit ist, weiterhin mit Linkspartei-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch zu kooperieren. Ein Vertrauter Lafontaines sagt: „Zwischen den beiden gibt es keine Vertrauensbasis mehr.” Hinzu kommt, dass Bartsch sich im Berliner Polit-Café „Einstein” unlängst mit SPD-Chef Sigmar Gabriel zum Gespräch getroffen hat. Natürlich wurde der Treff sofort der Führung der Linkspartei gemeldet.
Wenn Oskar Lafontaine jetzt Dietmar Bartsch abservieren sollte, der in der Vergangenheit positiv aufzufallen wusste, als er bspw. die NRW-Linke durch die Blume kritisierte, oder als er CDU/CSU und FDP zu Hauptgegnern erklärte, dann sehe ich wirklich schwarz für eine linke Mehrheit in Deutschland.
Was man von einer Atmosphäre des Misstrauens, in der ein harmloses Treffen „natürlich” sofort gemeldet wird, zu halten hat, ist indessen ein anderes Thema…
Ich setze auch sehr auf die pragmatischen Elemente in der Linkspartei und Bartsch gehört da ganz klar zu.
Solche „Gespräche” wurden in der SPD vor einem Jahr übrigens auch noch mit einer Hexenjagd (unter anderem auf SpOn dokumentiert) quittiert. Das fehlende Vertrauen basiert meines Erachtens eher darauf, dass in der Linkspartei einige Richtungsfragen noch garnicht geklärt sind.
ups, da bin ich gespannt–
welche sind das denn?
Zum Gen. Dietmar, na, da
gab es Debatten, wie wahrscheinlich
bei so ziemlich allen, die in
verschiedenen Positionen für die
Partei (mehr oder weniger) erfolgreich
tätig waren. Ob ein Gespräch mit dem
„Pop-Beauftragten” mich nun aufregt–
nein.
Ob da mal eine Basis innigen Vertrauens
zwischen LaFo und D. Bartsch war, ist
auch Kaffeesatzleserei– aber mit irgendwas
muß ein Journalist sein Medium füllen.
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Pff, welche Richtungsfrage ist denn bei der Linkspartei geklärt? Die Partei hat doch nichtmal ein Grundsatzprogramm. Also bitte, als Mitglied sollte man das nun wissen.