SPD-Fraktion — jetzt auch für Nacktscanner!

Man fasst sich an den Kopf. Die SPD-Fraktion ist für einfachste Oppositionsarbeit zu dämlich. Frank Hofmann, stell­ver­tre­tender Vorsitzender des Innenausschusses, erklärt: „Der knapp verei­telte Anschlag auf eine Linienmaschine nach Detroit macht deut­lich, dass die Sicherheitskontrollen in der Praxis nicht lückenlos sind. Der Einsatz modernster Technik ist notwendig und möglich. Scanner, die die Kleidung von Passagieren durch­dringen, müssen gefähr­liche Gegenstände, nicht aber den Körper des Passagiers abbilden. Die entspre­chende Technik muss sehr schnell zur Serienreife gebracht werden.”

Toll. Nach CDU, CSU und FDP tritt damit auch die SPD für Nacktscanner ein. Vielen Dank auch. „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänz­lich unge­niert” — das neue Bürgerrechts-Motto der SPD. Ich bin „begeistert”.

PS: Pressemitteilungen der Form hatte ich eigent­lich nicht im Sinn, als ich mich über die mangel­hafte Internetarbeit der SPD beschwerte

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

18 Kommentare zu “SPD-Fraktion — jetzt auch für Nacktscanner!

  1. Was ein Quatsch. Frank Hofmann wünscht sich einen Scanner, der nicht den Körper, sondern die gefähr­li­chen Gegenstände abbildet. Dass dies noch nicht dem aktu­ellen Stand der Technik entspricht, ist der Knackpunkt!

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  3. tja, warum darf sich auch ein krimi­nal­oberrat (bka) inhalt­lich um solche fragen kümmern… beste klien­tel­po­litik… vertane chance!

  4. Ich will auch nicht nackt auf Bildschirmen erscheinen.

    Ich will auch von den Geräten nicht verstrahlt werden.

    Aber wenn mit Serienreife gemeint ist, dass man eben nicht mehr den nackten Menschen, sondern vor allem die Gegenstände sehen kann — was sollte man dann dagegen haben? In SciFi-Filmen wird zum Beispiel immer ein stili­siertes Körpermodell ange­zeigt, an dem dann irgendwas markiert wird (Krankheit, Gegenstand). Fänd ich jetzt nicht so schlimm, wenn man vorm Fliegen da durch ginge und dann nur bei Leuten mit Bomben oder Waffen wird ein solches Modell mit dem frag­li­chen Gegenstand angezeigt.

    Man muss dann natür­lich drauf achten, dass die Originalscandaten nicht gespei­chert werden und nicht mit anderen Daten zusam­men­ge­führt werden usw. So nach dem Motto: Mein Nacktbild fliegt schon mal voraus in die USA… :-D

    • Die Geräte strahlen nicht, entgegen anderen Meldungen funk­tio­nieren sie mit Tetrahertz-Technik und nicht mit Röntgen.

      Spätestens, wenn sich raus­stellt, dass das mit der sche­ma­ti­schen Darstellung doch nicht so toll funk­tio­niert (was aufgrund der viel zu kurzen Zeit der Fall sein wird, da können mir dieje­nigen, die die Dinger verkaufen wollen erzählen, was sie wollen) wird man die Scanner ja kaum wieder abmon­tieren und verschrotten wollen.

      Und da wir alle inzwi­schen leid­voll erfahren mussten, dass Ankündigungen, was mit bestimmten Daten auf keinen Fall jemals gemacht werden soll (ich erin­nere nur an die Maut-Daten) sowieso nie einge­halten werden und wir prak­tisch immer auf alles gefasst sein müssen, kann man davon ausgehen, dass auch solche Bilder mittel– bis lang­fristig munter unter den Sicherheitsorganen dieser Welt hin und her geschoben werden würden, wenn man nicht gleich eine gemein­same Datenbank anlegt.

      Bleiben wir realis­tisch. Diese Dinger dürfen nicht in Betrieb gehen.

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  10. Klar, wir schi­cken unsere gesamten Lebensdaten inkl. Bankdaten zu CIA und NSA. Aber wenn Väter dann vor Ihren Söhnen warnen und die US-Behörden bekannte Terroristen ins Flugzueg lassen, dann ist die Reaktion der SPD Nacktscanner und Militärangriffe auf den Jemen. Ist nach­voll­zi­hebar, dass man auf Behördenversagen mit Miltärschlgägen und Polizeistaat reagiert.

    Die SPD will nicht mahr an die Regierung. Die fordenr dann auch Nacktscanner an U-Bahnen, Bussen, Autbahnen, wenn Justizbeamte Terroristen frei­lassen und die irgendwo Bomben zünden. Nacktscanner am Oktoberfest, am Bahnhof in Bologna, in Bundeswehrcamps von „Vernichtern”. Noske-SPD: „Einer muss den Bluthund machen!” und dann stracks den braunen den roten Teppich ausrollen.

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