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Über die Irrelevanz der SPD im Internet

29. Dezember 2009
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Der Internetauftritt der SPD in Deutschland ist, man kann es leider nicht anders sagen, völlig irrelevant. Und das ist selbstverschuldet: die letzte Nachricht auf „spd.de” ist vom 23.12., seither ist auf der Website nichts mehr passiert. Die SPD-Bundestagsfraktion hat ebenfalls Pause gemacht und seit dem 23.12. nichts mehr veröffentlicht — heute mal wieder eine kleine Nachricht zu China. Oho, wie interessant!

Die Abrufraten der YouTube-Videos sind einfach nur peinlich. Das erste Video mit Andrea Nahles wurde gerade noch schlappe 1000 Mal abgerufen, das aktuelle bringt es auf gerade einmal 300 Abrufe. 300! Da bringt jedes Amateurvideo mehr Abrufe — das kann man mit Worten nicht mehr beschreiben.

Zum Vergleich: „CDU.tv” läuft. Das „Antritts-Interview mit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe” wurde über 20.000 Mal (!) abgerufen. Wer kennt schon Hermann Gröhe? Nur Politiknerds — und Andrea Nahles, die schon ewig im Geschäft ist, geht gnadenlos unter.

Die Wahlkampfplattform „wahlkampf09.de” wurde anscheinend komplett abgeschaltet; offensichtlich, ohne die Inhalte zu retten. Schade. Teilweise waren gute Beiträge dabei — alles weg. (Die diversen im Wahlkampf geradezu inflationär verwendeten Domains wie „sozial-und-demokratisch.de” und „team-steinmeier.de” sind auch weg. Gott sei Dank.)

Die Mitmach-Plattform „meinespd.net” ist nach wie vor völlig unbrauchbar. Die Blogs sind schlecht zu bedienen, den Gruppen fehlen elementare Funktionen, von den Foren will ich gar nicht erst reden.

Dann die Sache mit den Bildrechten. Wenn man sich einen Gefallen tun will, dann lässt man die Finger von den Bildern, die der SPD-Parteivorstand online anbietet — ich kann schon gar nicht mehr zählen, in wie vielen Fällen die Bildrechte vom Willy-Brandt-Haus für die Online-Nutzung nur unzureichend geklärt wurden. Angeblich sollen SPD-Gliederungen die Flickr-Bilder des SPD-Parteivorstandes problemlos nutzen dürfen — aber, ich muss gestehen, mein Vertrauen in die Online-Kompetenz in das Willy-Brandt-Haus ist mittlerweile nicht mehr sehr groß.

Dabei machen es Landesverbände und Gliederungen teilweise vorbildlich vor: die NRWSPD stellt die Bilder ihres Flickr-Streams unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung; Hessen nutzt das Internet, um auf einen Wortbruch der Regierung Koch (Nachflugverbot) hinzuweisen; Blogs sind in den Landesverbänden kein Fremdwort mehr. Und so weiter, und so fort.

Ein Blog des Parteivorstandes, in dem zeitnah über Sitzungen und Entscheidungen berichtet wird, wäre eine gute Sache. Möglicherweise in Kooperation mit vorwärts.de, schließlich ist der Online-Auftritt des „vorwärts” so ziemlich der einzige Lichtblick unter den SPD-Internetauftritten.

Die Bundes-Jusos stehen online-technisch ziemlich gut da: aktuelle Website, ein gut gefülltes Blog — leider dringt dieses Blog nicht in die „Außenwelt” vor, die Debatten bleiben akademisch, es entsteht keine Diskussion. Das Blog „Die Neue SPD” der Hessen-SPD ist mittlerweile wieder eingeschlafen — warum? Es ist wirklich gut gestartet, mit spannenden Ideen und guten Ansätzen. Das Forum DL 21 kocht sein eigenes Süppchen mit einem eigenen Blog, das leider kein Blog ist, sondern eine Text-Ablage. Kommentieren will dort natürlich niemand — wozu auch? Die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) scheint zu denken: „Web 2.0, das läuft auch ohne uns” — jedenfalls ist mir keine FES-Initiative bekannt. Die Böll-Stiftung (GRÜNE) hingegen hatte im Wahlkampf ein überaus spannendes Wahlblog, die Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) ist im Netz hervorragend unter Gleichgesinnten vernetzt.

Angeblich sollen die SPD-Mitglieder über die künftige Afghanistan-Politik mitreden dürfen; diverse Medien wussten bereits zu berichten, welcher SPD-Funktionär das gut und wer es schlecht findet. Ich finde es gut, hätte mir aber gewünscht — nein, ich hätte es erwartet, darüber per E-Mail und nicht per Spiegel Online informiert zu werden.

So könnte ich stundenland weitermachen. Wo ist die Schwierigkeit, ein Blog aufzusetzen und dieses zu befüllen? Natürlich werden die Abrufraten anfangs im Vergleich zu den großen Talkshows unglaublich enttäuschend sein. Und natürlich wird das Zeit und Arbeit kosten. Aber hey: andere bekommen das auch hin. Und ich rede jetzt nicht von den Wahlkampf-Profis von Barack Obama — ich rede von ganz normalen Menschen in Deutschland, die es schaffen, lesbare und fundierte politische Blogs zu betreiben. Da gibt es Radikalliberale, Kommunisten, Anarchisten, Sozialisten, Grüne, Sozialdemokraten; alle nur allzu bereit, ihre Meinung der weltweiten Öffentlichkeit zu verkünden (so wie ich selbst ja auch). Nur die eigentlichen Hauptpersonen, nämlich die Spitzenpolitiker, begnügen sich damit, die Mainstream-Medien zu bedienen und nehmen deren Filtermacht in Kauf.

Ich kann mich nur wiederholen: ein Blog wird anfangs enttäuschend sein. Aber es kann auch blitzschnell umfassend rezipiert werden, wenn die Blogger nur hinreichend bekannt genug sind, wie die Blogs von Kai Diekmann und Michael Spreng zeigen. Und dann zahlt sich die anfängliche Investition in Zeit und Geld sehr schnell wieder aus, und das zu Raten, von denen selbst die größten Hedgefonds nur träumen können. Natürlich nur, wenn man es richtig macht — das ist logisch.

Und nur zum Beweis, was für ein unglaubliches Potenziel im Internet liegt, verlinke ich jetzt ein Schmink-Tipp-Video von „xKarenina” (professionell gemacht, keine Frage), das am 6. Dezember hochgeladen wurde und heute bereits über 40.000 Mal (!!!) abgerufen wurde:

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23 Responses to Über die Irrelevanz der SPD im Internet

  1. Dennis Morhardt on 29. Dezember 2009 at 17:27

    Nichts mehr hinzuzufügen. Danke für diese Worte.

  2. Jan on 29. Dezember 2009 at 17:33

    Harte Worte aus dafür bisher eher ungewohnter Feder;)

    Aber wo ist bei den Blogs denn das Problem, du hast mit diesem Projekt hier doch längst respektable Fakten geschaffen. Sicherlich wäre es ganz nett und würde zweifellos die Bekanntheit schlagartig erhöhen, wenn der ein oder andere MdB/MdL sich eventuell herablassen würde, hier einzusteigen. Aber unbedingt nötig ist das nicht, finde ich.

    Und das ist ja bei anderen Parteien auch nicht soo anders. Dort bloggt, wenn überhaupt, die Basis oder vielleicht noch einzelne Abgeordnete auf ihren eigenen Seiten. Wirklich brauchbare offizielle Partei-Blogs sind mir aber jedenfalls mit einer Ausnahme nicht bekannt, man kann also nicht grade behaupten, dass die SPD da jetzt aussergewöhnlich schlecht wäre.

    Es bringt auch wenig, irgendwen dazu verdonnern zu wollen — sowas muss man schon selbst als sinnvoll erachten und auch machen wollen, sonst schläfts eh irgendwann ein oder wird so stiefmütterlich durchgeführt, dass es mehr schadet als nützt. Oder die Mitarbeiter betätigen sich als Ghostwriter, worauf man allerdings dann auch getrost verzichten kann.

    Ansonsten hast du — soweit ich das beurteilen kann — mit vielem Recht. Nur ist die Konkurrenz ja bestenfalls punktuell besser, insgesamt ist aber meines Erachtens zum Beispiel keine einzige dieser parteieigenen Mitmach-Plattformen brauchbar oder auch nur sonderlich beliebt und bekannt (ich vermute: sie sind reine Modeerscheinungen und in Wahrheit völlig überflüssig, die Vernetzung innerhalb der Parteien ist eben auch ohne so etwas vorhanden und funktioniert ja seit Jahrzehnten prächtig).

    Unterm Strich fehlen wahrscheinlich ein paar mehr Christian Soeders, die unter politischem Engagement eben auch gewisse elektronische Aktivitäten verstehen (so wie ich selbst übrigens auch). Sowas muss halt irgendwo von innen kommen und selbständig wachsen, kann einer Partei jedenfalls nicht durch ihre Spitze vollständig abgenommen werden, denke ich.

    Begünstigen kann sie es allerdings sehr wohl, die Sache mit den Fotos ist beispielsweise unglaublich doof.

    • Dennis Morhardt on 29. Dezember 2009 at 17:42

      Es muss nicht ein Partei-Blog sein, aber vielleicht ein „SPD-Rivva”, weil es eben schon viele gute SPD-Blogs gibt. Das kombiniert mit der Presse-Abteilung im WBH, dazu noch meineSPD.net neu gemacht in die Parteiseite einbauen und schon ist sie da: Die perfekte SPD.de. Aber vielleicht ein bisschen zu modern…

  3. Dieter Lattermann on 29. Dezember 2009 at 23:28

    Aus der Seele gesprochen!
    Das Schmink-Beispiel will aber wohl nur zeigen, dass Myriaden von Schmeissfliegen nicht irren können, wenn sie auf Sch.. fliegen. Vielleicht haben wir aber mehr zu bieten. Lasst es uns versuchen!

  4. […] Kleine Lesehinweis: Christian Soeder schreibt auf Rotstehtunsgut.de über die schlechte Internetperformance der BundesSPD. […]

  5. Links anne Ruhr (30.12.2009) » Pottblog on 30. Dezember 2009 at 05:25

    […] Internet: Über die Irrelevanz der SPD (Rot steht uns gut) – Christian Soeder rechnet mit der SPD im Internet ab. Zum Teil zwar übertrieben, im Kern stimmen jedoch (leider) viele Punkte. […]

  6. Bernd on 30. Dezember 2009 at 10:33

    Deine Feststellung zu den Internetaktivitäten der SPD teile ich. Deine Schlussfolgerung, SPD-Vorstandsblog und gut ist, allerdings nicht („Ein Blog des Parteivorstandes, in dem zeitnah über Sitzungen und Entscheidungen berichtet wird, wäre eine gute Sache.”).

    Was soll den da anderes kommen als („Das Forum DL 21 kocht sein eigenes Süppchen mit einem eigenen Blog, das leider kein Blog ist, sondern eine Text-Ablage.”)? Du beschreibst es ja selbst.

    („nämlich die Spitzenpolitiker, begnügen sich damit, die Mainstream-Medien zu bedienen und nehmen deren Filtermacht in Kauf.”) und sind damit schneller und umfassender bei der passiv konsumierenden Gesellschaft als es ein Vorstandsblog schaffen könnte.

    Weblogs müssen m.E. von Einzelpersonen geführt werden (Tagebuch, persönlich). Das weckt Neugier und deshalb gibt es gut wahrgenommene und schlecht wahrgenommene Blogs.

  7. […] PS: Pressemitteilungen der Form hatte ich eigentlich nicht im Sinn, als ich mich über die mangelhafte Internetarbeit der SPD beschwerte… […]

  8. Rayson on 30. Dezember 2009 at 20:49

    Die Sozis sind hier nur effizient. Im Vergleich zum Aufwand, den man als Blogger betreiben muss, ist der Effekt, den das Ganze auf Wählerstimmen hat, minimal.

    Nicht das Medium ist die Botschaft, die Botschaft selbst ist es. Wenn die SPD sich gegen Vorratsdatenspeicherung, gegen Netzsperren und gegen den Abmahnwahn einsetzt, braucht sie keine Blogs, um Sympathien bei denen zu gewinnen, die Blogs lesen.

    • Christian Soeder on 30. Dezember 2009 at 22:16

      Die Botschaft muss stimmen. Selbstverständlich.

      Ich bin mir aber sicher, dass (Politik-)Blogs auch von Menschen gelesen werden, die sich nicht für Netzpolitik interessieren.

      • Rayson on 30. Dezember 2009 at 23:03

        Steht es schon so schlecht um die SPD, dass sie sich um diese zwanzig Hanseln kümmern muss? ;-)

        • Christian Soeder on 30. Dezember 2009 at 23:07

          Genau die Geisteshaltung hat die SPD auf 23% gebracht… wärst ein guter SPD-Spitzenfunktionär…

          • Rayson on 30. Dezember 2009 at 23:27

            Ich würde eher sagen, dass du den Schlüssel nur unter der dir bekannten Laterne suchst.

            Wenn du die verlorenen Wähler unter den Bloglesern vermutest, hätte ich, was die Geisteshaltung angeht, bei keinem SPD-Parteitag eine Chance gegen dich.

          • Christian Soeder on 30. Dezember 2009 at 23:36

            Mh, also entweder, ich drücke mich undeutlich aus, oder Du willst mich bewusst missverstehen. :-)

            1. Ausgangslage: spd.de wird kaum gelesen, geschweige denn rezipiert.
            2. Ziel: „normale” Menschen dazu bringen, spd.de für spannende Artikel/Kommentare/etc. aufzurufen.
            3. Meine Empfehlung: Blog aufbauen, um umgefilert und direkt schreiben zu können.

            Dass man deshalb weiter in Talkshows gehen soll und dass die Politik stimmen muss, das dürfte klar sein. Aber wie kann man denn den Ist-Zustand nicht als beklagenswert empfinden?

          • Rayson on 31. Dezember 2009 at 00:00

            Dito ;-)

            ad 1. Who cares? Würde es wählertechnisch einen Unterschied machen, der den Aufwand lohnt?

            ad 2. Warum? Die „normalen Menschen” haben offensichtlich keine Lust zu sowas. Wann merkt ihr Sozis endlich, dass es Bullshit ist, andere Menschen „zu etwas bringen” zu wollen? ;-)

            ad 3. Würde das was bringen, praktizierte man es längst. Der Markt funktioniert auch bei Stimmen.

            Jetzt mal ehrlich: Wer von denen, die nicht eh schon überzeugt sind, sucht die Seite einer Partei auf? Die Handvoll Leute, die wirklich dem klassischen, von der Empirie leider wenig bestätigten Bild des sich umfassend informierenden Wählers entsprechen? Und was sollte er da finden? Ehrliche Aussagen? Ich lach mich schlapp. Du und ich und die anderen Blogger, wir können reden, wie uns der Schnabel gewachsen ist, und wir können Meinungen äußern ohne Rücksicht darauf, wem sie gefallen. Das wäre von Politikern wohl deutlich zu viel verlangt, denn die Menschen, die sowas toll finden, sind gegenüber denen, die davon irritiert werden, extrem in der Minderheit und haben auch keinen Rückhalt in den sonstigen Medien.

            Vielleicht sieht die Sache in ein paar Jahren anders aus. Momentan verhält sich die SPD da aber sehr effizient.

          • califax on 3. Januar 2010 at 00:57

            Kommunikation ist mehr als Propaganda.
            Die „Effizienz” über die klassischen Medienkanäle eignet sich nur zur Agitation und das auch nur bei gewogenen oder besonders dummen Journalisten.
            Beides gibt es zu Hauf.
            Aber wenn ausgerechnet die dümmsten aus persnlichen Gründen nicht mehr so gewogen sind, hat man es plötzlich mit einer Kampaigne zu tun und kommt auch nicht durch.
            Blogs, Foren und Websites öffnen einen eigenen Kanal, über den man vor allem auch mehr als Agitation betreiben kann. In diesen schriftlichen und nicht auf die Gnade von Redaktionen angewiesenen Kanälen kann man diskutieren und Gegendarstellungen veröffentlichen.
            Wer solche eigenen Kanäle für vernachlässigbar hält, sollte sich mal den Erfolg der Böhsen Onkelz anschauen.
            Deren endgültiger Durchbruch war letztlich ein Ergebnis eigener Kommunikationskanäle — vom eigenen Flyer über das Buch zur Website.

            Übrigens eröffnen eigene internetbasierte Kanäle auch die Möglichkeit, die unterschiedlichen Meinungen und die demokratischen Meinungskämpfe innerhalb einer Partei darzustellen, ohne diese von Journalisten auf noch derselben Seite schlechtreden und diffamieren zu lassen.

  9. Christian Soeder on 31. Dezember 2009 at 00:09

    Wer von denen, die nicht eh schon überzeugt sind, sucht die Seite einer Partei auf? Die Handvoll Leute, die wirklich dem klassischen, von der Empirie leider wenig bestätigten Bild des sich umfassend informierenden Wählers entsprechen?

    Weiß ich nicht. Jedenfalls gibt es auf kommunaler Ebene positive Beispiele (OB-Wahl in Pforzheim aktuell). Das kann man sicherlich nicht eins zu eins auf die Bundesebene übertragen, aber es ist ein Indiz.

    Und effizient ist es ganz sicher nicht, was die SPD im Internet veranstaltet. Zig Design-Änderungen, ständig neue Domains und Websites, dieses seltsame meinespd.net…

    Es ist ja nicht so, als würde nicht ständig was Neues ausprobiert. Aber das ist ja ein Teil des Problemas: man muss auch mal etwas durchhalten.

    • Rayson on 31. Dezember 2009 at 00:18

      Das ist wohl richtig. Operative Hektik ist keine echte Alternative zu geistiger Windstille… ;-)

  10. Edelweiß on 3. Januar 2010 at 00:07

    Wieso? Stimmt doch!
    Die Präsenz der SPD im Internet entspricht der (netz)politischen Irrelevanz.

    PS: darf man den neuen den neuen elektronischen Personalausweis mit in den Nacktscanner nehmen darf, oder geht der dann kaputt?

  11. Edelweiß on 3. Januar 2010 at 00:11

    Wieso? Stimmt doch!
    Die Präsenz der SPD im Internet entspricht der (netz)politischen Irrelevanz.

    Wir freuen uns schon auf die Schmicktipps mit Frau Nahles.

    PS: darf man den neuen elektronischen Personalausweis mit in den Nacktscanner nehmen ‚oder geht der dann kaputt?

  12. Steffen on 3. Januar 2010 at 00:15

    Ich glaube, Du wirfst einige Sachen durcheinandern. Wobei ich Dir im Ergebnis nicht widersprechen möchte. Aber: Neben den offiziellen Sachen aus dem WBH laufen noch viele andere Initiativen — so wie zum Beispiel Euer Blog hier. Genannt sein sollten auch die WebSozis oder spd-net-sh, die Ortvereinen ein in Eigenarbeit erstelltes System und viel persönliche Hilfe zur Verfügung stellen.

    ). Bei Profi-Fotografen ist das aber oft einfach zu teuer. Eine klare Ansage zur Lizenz sollte aber auf jeden Fall drin sein…

    Es ist ein ziemlich Mammutaufgabe eine Lösung für alle zu liefern. Zumal sich das Netz extrem schnell verändert. Ja. meinespd.net ist nicht so einfach zu bedienen, wie facebook. Zum Teil ist es auch nicht verstehen — da sind einfach Knöpfe an der falschen Stelle. Ein Layout-Make-over könnte schon viel verbessern. Der große Vorteil aber von meinespd.net ist, dass wir die Daten behalten und wissen, was damit passiert. Das sollte sich die SPD mal datenschutzmäßig zertifizieren lassen.

    Ich glaube auch nicht, dass Netzpolitik jetzt wirkklich DAS wichtige Ding ist. Wichtig ist, dass nicht nur die SPD, sondern die gesamte Gesellschaft damit umgehen lernt, dass es die totale Sicherheit nur um den Preis der Unfreiheit geben kann. Es geht nämlich bei Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, Netzsperren nicht um das Internet, sondern um das Verhältnis zwischen Staat und BürgerInnen. Da hat die SPD soweit ich weiß eigentlich eine ziemlich klare Meinung und steht traditionell für die Freiheit. Ich habe oft aber den Eindruck, dass den EntscheiderInnen nicht klar war, welche Einschnitte in die Freiheit sie da beschließen, wenn sie für die Vorratsdatenspeicherung stimmen.

    • Christian Soeder on 3. Januar 2010 at 00:25

      Die SPD in Schleswig-Holstein liefert hervorragende Arbeit im Internet ab. Da gebe ich Dir völlig recht. Die Gliederungen sind nicht das Problem. Mir ging es im obigen Beitrag um die Bundes-SPD, die weit hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt.

      Bei der Netzpolitik kann ich Dir nicht ganz zustimmen. Natürlich geht es dabei auch um das Verhältnis Staat und Bürger — aber es ist mehr als das. Dass das nicht das Hauptthema sein kann, ist allerdings ebenfalls klar.

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