Netzsperren: Genug der Selbstgeißelung

Die SPD ist nun gegen Netzsperren. Gut so. Es ist schade, dass die SPD-Fraktion nicht von Anfang an auf die Menschen gehört hat, die ihr davon abge­ra­ten haben, aber letzt­end­lich sind Abgeordnete eben auch nur Menschen — und Menschen machen Fehler.

Die rich­tige Position hat sich inner­halb der SPD durch­ge­setzt. Das ist begrü­ßens­wert. Und damit muss mit der Selbstgeißelung aber wirk­lich Schluss sein. Nabelschau ist mitun­ter notwen­dig, aber man kann es auch über­trei­ben.

Ja, die SPD-Fraktion hat einen Fehler gemacht — und er wurde erkannt und er wird so schnell wie möglich korri­giert werden.

Aber, schon jetzt kann ich sagen: das wird nicht der letzte Fehler bleiben, und es wird nicht der letzte Fehler sein, der erkannt und korri­giert wird. Kein Mensch ist unfehl­bar, auch nicht der Papst — zum Glück.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

Ein Gedanke zu „Netzsperren: Genug der Selbstgeißelung“

  1. Natürlich bringt es der Partei nichts, wenn jetzt weiter Graben aufge­macht werden. Aber ehrli­che Selbstkritik, inklu­sive Analyse und voral­lem einer Lehre für die Zukunkt, gehören eben auch dazu. Es reicht ja nicht, wenn wir keine Fehler mehr machen wollen. Wir wollen Onlinepartei sein und sollten es besser machen…

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