Flughafen „Willy Brandt”

11. Dezember 2009
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Laut Welt Online wird der Hauptstadtflughafen nach Willy Brandt benannt.

Willy Brandt

Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, daß jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.” Abschiedsrede von Willy Brandt auf dem Kongress der Sozialistischen Internationale in Berlin am 15. September 1992 (verlesen von Hans-Jochen Vogel).

Ich meine: Ehre, wem Ehre gebührt.

Bild: Karl-Heinz Münker-Appel; Lizenz: CC-BY-SA 2.0.


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10 Responses to Flughafen „Willy Brandt”

  1. califax on 11. Dezember 2009 at 14:02

    Hoffentlich stellen sie da eine Büste von ihm auf, die ihn nicht als Orc zeigt. :)

  2. Christian Soeder on 11. Dezember 2009 at 14:48

    Die Leserkommentare bei Welt Online zu diesem Artikel sind widerlich wie eh und je.

    • califax on 11. Dezember 2009 at 15:04

      Die Kommentarspalten bei den Onlinezeitungen sollte man sowieso nicht lesen.

  3. nordstadt on 11. Dezember 2009 at 17:49

    Einen Flughafen nach WB zu benennen ist besser als eine Kaserne– dafür gäb’s im Todesfall ja den Genossen Struck („…Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt”).
    Mal schauen, was meine SPDler vor Ort sagen, wenn die nächste Strassen-Neu– bzw. Umbenennung ansteht ;-)

    • califax on 11. Dezember 2009 at 21:02

      Flughäfen sind halt größer. :)
      Aber was spräche denn gegen eine Kaserne?
      Brandt war kein Pazifist.
      Brandt hat Deutschland geliebt.
      Brandt hat Deutschand gedient.
      Brandt hat persönliche Risiken auf sich genommen, als es drauf ankam und auch später als Politiker seinen Mann gestanden.
      Willy-Brandt-Kaserne? Nicht schlecht.
      Mit etwas Humor könnte man dort Einheiten für Auslandseinsätze ausbilden. :)

      • nordstadt on 16. Dezember 2009 at 19:53

        @califax:
        So Einiges: „Bürger in Uniform”, die historischen Lehren aus der NS-Zeit, als eine von gewissenlosem Offizierkorps geleitete Soldateksa „am laufenden Band” Kriegsverbrechen unterstützte und teilweise selbst durchführte.
        a) irgendeinen Beleg hierfür?
        b) naja, das sehen CDZler bis heute anders ;-)
        c) ich würde sagen, ja, aber s. o.
        d) stimmt– deswegen ausgerechnet eine Kaserne nach WB benennen?
        e) nicht Mehrheits-fähig– zumindest im Osten
        f) ja, das wäre der Gipfel an Geschichts-Klitterung– ohne Brandt’s neue Ost-Politik hätte es wahrscheinlich (mindestens einen) Krieg in Europa vor 1993 gegeben, an dem Deutschland beteiligt gewesen wäre– immerhin 27 Jahre ohne direkte Kriegsbeteiligung– das spricht gerade gegen solch eine Benennung.

        • califax on 16. Dezember 2009 at 23:18

          Die Wehrmacht als Grund zur Selbstentwaffnung?
          Das ist Borderline. Da könnte man auch wegen der Nazis das Strafrecht abschaffen nd anschließend jammernd die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

          a) Brandt war Antifaschist und kein Idiot. Man faschistischen Regimen nicht entgegentreten, wenn man die Waffen wegwirft. Das hat WK II gezeigt. Im Gegensatz zu den ganzen Borderlinern und Peace-Heuchlern hatte Brandt genügend Grips, um so einfache Zusammenhäbge zu sehen.
          (Auch wenn sie ihm vielleicht nicht gepaßt haben.)
          e) Was „wissen” Sie denn über den Osten?
          f) Sie haben eben erstens keinen Humor und zweitens nicht auf die Vita von Brandt geachtet..
          Er war während des Regimes im Ausland, hat dort im Widerstand gearbeitet. Ein Auslandseinsatz im Dienste des Vaterlands. Par Excellence.

  4. nordstadt on 17. Dezember 2009 at 09:06

    @claifax:
    Ich hatte keineswegs „Pazifismus” gemeint, rege die Lektüre der SIPRI-Vorschläge aus den 70-80er Jahren an (habe ich noch in der Schule gelernt, dafür gab’s bei uns noch keine Atomphysik ;-)
    Bin über WB durchaus im Bilde, inklusive „meines” ersten subjektiv wahrgenommenen Wahlkampfs 1972, verbitte mir daher den belehrenden Ton.
    Ich kenne meine Partei, denke ich, ganz gut, die z. B. in Sachsen-Anhalt, im Gegensatz zur „Volkspartei” SPD, stärkste Partei und weit mehr grundlegend pazifistisch ist, als die Linkspartei im Westen. Im Übrigen wüßte ich mal gerne, was an Antimilitarismus oder Pazifismus lachhaft sein soll bzw. was der Vergleich mit der Strafjustiz soll… („Totalitarismus-Theorie”?)
    Der Vorwurf, „humorlos” zu sein, ist lustig :-)
    Emigration als „Auslandseinsatz”- ups, das ist ja interessant– WB hätte die Bomben von Kunduz also gutgeheißen? Aha.

    • califax on 17. Dezember 2009 at 13:59

      Auslandseinsatz -> Kunduz.
      Wie der pawlowsche Hund.

      Das mit dem Antimilitarismus und Pazifismus war allerdings ein durchaus guter Ansatz. Das Gelächter, als Sie das schrieben, war bis nach Venezuela zu hören.
      Wer ist denn bei Ihnen am pazifistischsten?
      Die NVA-Veteranen?
      Die Kundschafter des Friedens?
      Die Kommunistische Plattform?
      Cuba Si?
      Die Autonomen mit ihren pazifistischen Maifestspielen?
      Die Freunde von Hisbollah und Hamas?
      Ihr „Pazifismus” hat sich seit der Zeit, als er von Wolf und Schalck-Golodkowski finanziert wurde, keinen Deut geändert: Die Demokratie soll gefälligst die Waffen strecken und vor ihren Feinden kapitulieren.
      Sehen Sie, Brandts Rolle beschränkt sich eben nicht darauf, die DDR ein paar Jahre vor dem Staatsbankrott gerettet zu haben.
      Insbesondere ist er heute noch in ganz Deutschland, Osten inklusive weitaus populärer als irgendein Kommunistenbonze es je war.
      Und bei der Popularität der Bundeswehr würde ich mich an Ihrer Stelle nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Ihre Stärke beruht auch auf dem Versagen der Konkurrenz. Aber auch so eine Position kann man durch Volksferne in eine peinliche Niederlage verwandeln. Das hat Ypsilantis Kunststück, einen schon geschlagenen Koch noch zu unterbieten, drastisch demonstriert.

  5. nordstadt on 18. Dezember 2009 at 00:59

    Ich wünsche viel Spaß in einer bequemen neoliberalen Parallel-Welt irgendwo zwischen Krauss-Maffei und Ronald Reagan.
    Inhalt ist nicht das bloße Aneinanderreihen von Worten
    („… und was its mit Tee?” ;-)
    Früher hätte ich einfach geantwortet: „Fick Dich”.
    Jetzt bin ich älter und gesetzter, sage „Prost” und überlasse den Geifer lieber den „califaxen” :-)

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