Die Friedrich-Naumann-Stiftung und der Klimawandel (2)

Als Nachtrag zum Eintrag vom 4. Dezember sei auf den Bericht von „Wir Klimaretter“ über die Klimaskeptiker-Tagung der Friedrich-Naumann-Stiftung verwiesen:

Nach Angaben der Veranstalter – unter ihnen war auch die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung – gab es „überwältigendes“ Interesse an der Tagung. Im Saal war Platz für etwa hundert Menschen, doch es bleiben einige Stühle leer. In seinem Hauptvortrag führt Fred Singer dann aus, es gebe seiner Ansicht nach keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss des Menschen auf den Klimawandel. Weiterhin sei eine hohe CO2-Konzentration in der Atmosphäre gut für das Pflanzenwachstum, weswegen die Entwicklungsländer den Industriestaaten eigentlich dankbar sein sollten für ihre Emissionen. Globale Erwärmung, falls sie denn stattfinde, sei insgesamt positiv zu bewerten.
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Wissenschaftlich sind sie ähnlich irrelevant wie die Kreationisten. Doch wie auch bei diesen Leugnern der biologischen Evolution, führt wissenschaftliche Irrelevanz nicht zu einer gesellschaftlichen. Nach einer Umfrage der Londoner Tageszeitung The Times bezweifelt immerhin ein Drittel der britischen Bevölkerung die wissenschaftlichen Tatsachen, in anderen Ländern dürften die Zahlen ähnlich sein. Unverständlich ist das nicht – schließlich sind die Erkenntnisse der Klimawissenschaft alles andere als bequem und verlangen eine grundlegende Änderung des westlichen Lebensstils.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.