Frank Schwabe: FDP muss sich von den Klimaskeptikern distanzieren

Ergänzend zum Eintrag vom 22. November sei auf die Einlassung von Frank Schwabe, stellv. Sprecher der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der SPD-Bundestagsfraktion, verwiesen, der die Veranstaltung des „Liberalen Instituts” der Friedrich-Naumann-Stiftung kriti­siert, die auf „Rot steht uns gut” bereits in anderem Zusammenhang unan­ge­nehm aufge­fallen ist:

Drei Tage vor dem Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen veran­staltet das „Liberale Institut” der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung eine Tagung von Klimawandelskeptikern. Seriöse Wissenschaftler wurden nicht einge­laden. Offensichtlich soll nicht ernst­haft disku­tiert werden, sondern medi­en­wirksam der Klimawandel mit all seinen Gefahren klein­ge­redet oder geleugnet und die Notwendigkeit von Klimaschutzpolitik ange­zwei­felt werden. Dass eine auch mit Steuermitteln finan­zierte Parteienstiftung den längst wider­legten Phrasen der Klimaskeptikern eine solche Plattform gibt, ist ein Affront. Und ein Schlag ins Gesicht all der Menschen, die heute schon unter dem Klimawandel leiden und ihre Lebensgrundlagen verlieren.

Anstatt Klimaskeptikern eine Plattform zu geben, sollte die FDP und die ihr nahen Stiftungen wirk­same Maßnahmen für einen Erfolg in Kopenhagen vorlegen. Dazu gehört, dass die EU ihr Klimaziel verschärft und klar sagt, mit welcher Summe sie den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in ärmeren Ländern finanziert.

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

Ein Kommentar zu “Frank Schwabe: FDP muss sich von den Klimaskeptikern distanzieren

  1. ich finde es richtig, Klimaskeptikern ein Forum zu geben. Es ist immer unge­sund, wenn eine wissen­schaft­liche Ansicht so kano­ni­siert und fest­ge­schrieben werden soll wie die angeb­lich menschen­ge­machte Erderwärmung. Dies wider­spricht dem Ethos der Wissenschaft selber, für die ist nämlich Zweifel das Lebenselixier.

    Aber Wissenschaft inter­es­siert auch nicht. Hier geht es um Politik, Ausweitung von Kompetenzen des Staates und um das verschieben von Geld. Wen inter­es­siert da Wahrheit.