Piratenpartei-Bundesvorstand auf dem rechten Weg

30. November 2009
By

Die Abstimmung in der Schweiz hat noch einen anderen Nebeneffekt: ein Piratenpartei-Bundesvorstandsmitglied, Aaron Koenig, offenbart, wohin der Weg der Piratenpartei führen wird, wenn es nach ihm geht: nach rechtsaußen, dort, wo „pi-news.net” reiche Beute für „politisch inkorrekte” Freibeuter bereit hält:

Eine politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens– und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten*, steht hingegen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit — denn Freiheit geht immer nur so weit, wie sie die Freiheit eines anderes nicht verletzt.

Liebe Piraten, kommt (zurück) in die SPD — da werdet ihr gebraucht. In einer Partei ohne Werte ist Euer Einsatz vergebens. Ergänzend sei auf den Artikel zur „Piratenpartei-Querfront” vom 17. September verwiesen.


Ähnliche Artikel:

Tags: , , ,

20 Responses to Piratenpartei-Bundesvorstand auf dem rechten Weg

  1. […] Rot steht uns gut Zum Inhalt springen Über unsAnderswoArchivKontaktImpressum « Piratenpartei-Bundesvorstand auf dem rechten Weg […]

  2. tonycrouton on 30. November 2009 at 14:52

    Ist schon traurig, aber ein orientierungsloser Haufen ist halt leicht zu beeinflussen.

  3. Bernd on 30. November 2009 at 15:56

    Die SPD liegt am Boden und kratz, spuckt und beisst in alle Richtungen.

    • Christian Soeder on 30. November 2009 at 16:00

      Du findest die Aussagen von Aaron Koenig also in Ordnung?

      • Rayson on 30. November 2009 at 18:02

        Selbstverständlich ist die Aussage „eine politisch-totalitäre Bewegung steht nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit” völlig in Ordnung.

  4. Nikita Bondarev on 30. November 2009 at 16:22

    Vielleicht sollte wir alle in die SPD kommen — und die anderen Parteien einfach abschaffen — dann haben alle Werte und alle sind richtig — genauso funktioniert Demokratie ja — wenn nur eine Partei die richtige ist — oder?!

    http://freidemzen.wordpress.com/

    Nikita Bondarev

  5. Flexi on 30. November 2009 at 18:26

    Du kannst es nicht lassen, politisch aktive Menschen in die SPD holen zu wollen?

    Wir reden von Anti-Terror-Datei, Lauschangriff, biometrischen Pässen, nachträglicher Sicherheitsverwahrung, Kontenabfrage, Steuer-Identifikations-Nummer, Abschuß von Passagierflugzeugen, Video-Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, Übermittlung von Passagierdaten, ELENA, Überwachung von Handies, Online-Zensur, Fingerabdruckdatenbanken, …
    Diese SPD, die aktiv bei all dem mitgewirkt hat, empfiehlst Du uns Piraten?
    Mach Dich nicht lächerlich!

    Sei endlich ehrlich und tritt selbst den Piraten bei, statt einer längst verloren Ära nachzutrauern.
    Als eine SPD-Politik an den Interessen der Menschen ausgerichtete war.

    • nordstadt on 30. November 2009 at 19:44

      Diese Kritik greift zu kurz.
      Dort wo die PP irgendetwas bis gar nichts bietet– Arbeit, Soziales, Außenpolitik, Finanzpolitik, Umweltpolitik, bietet (auch) die SPD so Einiges.
      Dass @Christian, Du gerne PP-Leute* in Deiner ehem. Volkspartei hättest– sei’s drum.
      In der Linkspartei will ich die PP-Leute, die sagen, mit Nazis müsse „man doch reden”, lieber nicht haben.
      *ich schreibe bewußt „Leute”, nicht Mitglieder, da ich selbst bei den übelsten Punk-Konzerten nicht so einen desorganisierten und desorientierten Haufen erlebt habe ;-)

      • Flexi on 1. Dezember 2009 at 00:10

        Stell bitte nicht solche Behauptungen auf.
        Sieh Dich mal im Wiki um (ja, auch Nicht-Piraten dürfen das)
        http://wiki.piratenpartei.de/AG_Politik

        Da findest Du sicherlich mehr Ideen als bei der SPD, die sowieso ihr betagtes Parteiprogramm gar nicht mehr wirklich umsetzen mag…

        • nordstadt on 1. Dezember 2009 at 15:33

          @flexi:
          Ich beziehe mich auf einen echten und authentischen Informations– und Meinungsaustausch auf meinem Web-Log mit dem Direktkandidaten vor Ort, da sind mir doch eure Wikis, bei denen jede/r HotzenPlotzIn (Binnen-I-bäh ;-)
          schreiben kann, doch sowas von egal.
          Noch zusätzlichen Traffic generiere ich euch nicht, sorry 4 that ;-)
          Das kommunistische Manifest oder die Schriften griechischer Philosophen oder anarchistischer Theoretiker wie Proudhon mögen Dir „am Arsch vorbei gehen”, da sie angeblich nicht „aktuell” wären. Der Spiegel der selbsternannten modernistischen Ablehnung des bereits Erarbeiteten ist die Gedankenlosigkeit und eine zumeist immanente (innewohnende) Selbstüberschätzung.
          Ob und wie diese SPD irgendwann irgendetwas aus ihrem Parteiprogramm umsetzen kann oder wird, hängt von denjenigen ab, die sie dazu drängen, ihren neoliberalen Kurs einzudämmen oder zu negieren (abzulehnen). Ob die Piratenpartei hierzu etwas beiträgt bzw. beitragen kann oder will, bezweifle ich. Ihr fischt– unverdientermaßen– bei dieser SPD, aber leider auch bei den Grünen und der Linken– und Letzteres versuchen „Verstockte von gestern” wie ich zu verhindern. Insofern habt ihr wenig Freunde :-)

  6. kosinsky on 30. November 2009 at 19:45

    Es sind nicht alle Nazis. Oder doch?

  7. Franzi on 30. November 2009 at 19:59

    mann ist das unuebersichtlich in der Demokratie mit den vielen verschiedenen Meinungen. Und dann noch die Direkte Demokratie. Und die vielen kleineren Organisationen, die so viel bewegen. WEr soll da einen Ueberblick behalten. Soll mal einer sagen, er sei unabhängig, er sei frei. Jeder freie Gedanke wird sofort begrenzt. Dabei einen eigenen Standpunkt zu bewahren, dass ist eine Vision, die es in sich hat.

  8. Franzi on 30. November 2009 at 20:01

    da sind in der spontanen Aktion Rechtschreibfehler drin. Das tut mir Leid.

  9. […] Es soll nicht den Anschein haben, ich sei der Meinung, alle Piraten seien mit den unfassbar dämlichen Thesen des Aaron Koenig einverstanden; das denke ich mitnichten. (Deshalb hege ich noch immer die leise Hoffnung, dass der […]

  10. […] im Bundesvorstand der Piratenpartei, kann’s nicht lassen: obwohl er herbe Kritik für seine Anti-Islam-Hetze einstecken musste und die „taz“ schon berichtete, macht er einfach weiter: aktuell […]

  11. Toreon on 3. Dezember 2009 at 15:51

    Faszinierend diese romantische Mischung aus Narzissmus und Existenzansgt. Woher nimmst du denn das „zurück in die SPD”?

    Ich habe leider keine belastbaren Zahlen, aber die Piratenpartei Mitglieder stammen aus allen Lagern im Bundestag. Unterrepräsentiert sind vielleicht die ehemaigen CDU Symphatisanten.

    Also die Piraten eine „Partei ohne Werte” zu nennen, ist fast schon komisch. Schau dir doch mal die so genannten Werte der etablierten Parteien an! Gäbe es eine EU Wettbewerbsverordnung zu ‚Werten’, würde das was sie heute ‚Werte’ nennen, durch ‚wie Werte wirkendes Substitut’ ersetzt werden müssen. Der einzige erkennbare Wert der entscheidenden Parteipolitiker in den etablierten Parteien ist ‚Macht’.

    Die Piraten sind die einzigen, die derzeit noch Werte vorleben. Und dafür, dass das so bleibt, müssen wir täglich kämpfen. Vor allem wenn Ideologen wie du Hetze betreiben.

    Denn zu diesen Werten gehört es auch, dass ein Vorstand eine private Meinung haben darf. Er muss sich nur im klaren sein, dass diese Position zu seiner Abwahl führen kann und wenn sie bewusst gegen Piratenstatuten verstößt auch zu mehr.

    • Christian Soeder on 3. Dezember 2009 at 15:59

      Die Piraten sind die einzigen, die derzeit noch Werte vorleben.

      Klingt wie eine Sekte. Faszinierend.

  12. Skunki on 6. Dezember 2009 at 18:19

    Wer versucht die PP hier nach rechts zu schieben ist des Lesens nicht mächtig oder einfach nur zu faul dazu. Die Tatsache, daß sich der rechte Flügel der CDU hier nicht zu Wort meldet fehlt ein bisschen als null-Punkt für verfassungsfeindliche Politik, wie wir sie in den letzten 18 Monaten mit starker SPD-Beteiligung vorgeführt bekommen haben.

    Königs Worte stehen völlig im Einklang mit aktuellem, deutschem Recht. Man darf aber nicht vergessen, daß wir hier von der Schweiz sprechen. Deren Überbleibsel direkter Demokratie kann man möglicherweise bekloppt finden, aber so sind eben die Spielregeln, die es zu achten gilt. Wenigstens mußten die Schweizer nicht wie in manchen Kantonen früher ihren Säbel mitbringen.

    König zeigt in seinem Artikel auch was die Schweizer bewegt hat, nämlich die Islamphobie in der Schweiz. Von euch freundlicherweise wegnegiert. Leider hat der Islam keine zentrale PR-Abteilung wie die katholische Kirche. Selbige funktioniert zwar auch nicht immer ohne Reibungsverluste wie wir in Frühjahr erleben durften, aber wenigstens ist sie halbwegs transparent. Menschen haben Angst vor allem vor etwas, das sie nicht kennen. Hier sind die lokalen Imame aufgefordert tätig zu werden und transparent darzustellen was der Islam ist. Wenn ich auf die Website meiner Gemeinde gehe finde ich dort die letzte Sonntagspredigt. So etwas wünsche ich mir auch von den Islamischen Gemeinden. Ein Mangel an Transparenz, wie es die PP immer fordert, hat den Schweizern dieses Problem eingebracht.

    Aus dem Zusammenhang reißen und falsch zitieren ist mehr etwas für die Satireseite einer Dorfklatschzeitung. Das Vorkauen von Anti PP-Propaganda, die nichts mit dem Hauptthema zu tun hat und wichtige Aspekte einfach wegläßt, Bild-Zeitungsniveau für „Bildungsferne”. Schade, daß die SPD im Niveau so weit gesunken ist. Aber zum Glück gibt es die Piratenpartei, die gerade in Punkto Bildung viel vor hat.
    Wir sehen uns bei der nächsten Landtagswahl.

  13. […] Warum wundert mich diese Aussage wohl nicht? […]

  14. Rudolph on 22. Februar 2010 at 21:48

    Ganz klar als Konvertiet Spd und nur so an allen Herren von der Spd macht den Muslimen klar das die Piratenpartei ein haufen intolleranter Arschlöcher ist und die Spd wirklich die einzigen sind die für Gleichheit einstehen denn viele haben sich von dieser rückratlosen Piratenpropaganda beeinflussen lassen man muss einemmuslimnur sagen was diese Partei und ihre dreckigen Mitglieder wirklich vonuns denken zuviele meiner Brüder wählen diese Schweine ich bin auf jedenfall dabei sie vom Gegenteil zu „überzeugen( beedarfnicht viel Überzeugungsarbeit zuvieleKinder sind auf diesen Mist reingefallen Schweine !!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Wir sind dabei

re:publica 12

Facebook

Switch to our mobile site