Johannes Vogel über das Minarett-Verbot

30. November 2009
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Um zum Minarett-Verbot auch einen Nicht-Sozi zu Wort kommen zu lassen, und dann noch einen, der des Sozi-Daseins unverdächtig ist, zitiere ich einfach mal Johannes Vogel MdB, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen:

Oh Gott — die Schweizer verbieten per Referendum den Bau von Minaretten! Die Islamophobie in Europa nimmt Ausmaße an, da wird einem übel…

Was soll ich sagen — der gute Mann hat recht.

PS: Ich bin gespannt, wie Rayson von den Bissigen Liberalen den Kommentar des JuLi-Chefs bewertet. Bisher konnte er sich ja nur an Sozis abarbeiten.


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14 Responses to Johannes Vogel über das Minarett-Verbot

  1. Rayson on 30. November 2009 at 20:16

    Ich kann jetzt nicht auch noch alle Nachzügler ins Boot holen. Aber ich bestätige hier gerne, dass Vogels Reaktion bislang eine der dämlichsten war. Liegt Vielleicht auch am Medium; ich will zu seinen Gunsten mal annehmen, dass die Armut des Gedankens der Zeichenbeschränkung geschuldet ist.

    Und nach wie vor gilt: Wer lesen will, wer sich da alles selbst zum guten Menschen erklärt, der muss euer Blog konsultieren ;-)

  2. Nikita Bondarev on 30. November 2009 at 20:46

    Scheiß Schweizer! Zuerst Steueroase – nun Nazi-Paradies!“- http://freidemzen.wordpress.com/2009/11/29/scheis-schweizer-zuerst-steueroase-%E2%80%93-nun-nazi-paradies/

    http://freidemzen.wordpress.com/

    Du machst es genau richtig und suchst ausschließlich Befürworter für deine Meinung — Das ist Pluralismus pur! :-)

    Nikita Bondarev

    • nordstadt on 1. Dezember 2009 at 15:46

      Ausschließlich Befürworter? Ach, gibt’s denn ablehnende Meinungen zu dem Thema, die *nicht* islamophob und rassistisch sind?
      Warum sollten Christian & Co. die Seiereimer der deutsch-nationalen Wirrköpfe auch noch in den Fokus rücken?
      Zitiert ihr bei Freidummzen auch mal Andersdenkende?

  3. Hans on 30. November 2009 at 21:39

    Seit wann ist Vogel denn kein Sozi? Nur weil er nicht in der SPD ist? Der ist halt ‚n cleverer Karrierist als Du, Christian. Aber schau Dir doch mal an, was für Positionen Vogel vertritt: alles kompatibel zu SPD und Grünen.

    • Christian Soeder on 30. November 2009 at 23:52

      Seit wann ist Vogel denn kein Sozi?

      Richtig, ganz vergessen: Vogel hat die Hans’sche Liberalismus-Prüfung nicht bestanden.

      • Hans on 1. Dezember 2009 at 13:18

        Nee, der hat die liberale Liberalismus-Prüfung nicht verstanden. Eine von deren wichtigsten Punkten ist nämlich prinzipielle, also philosophisch-ethisch begründete Staatsskepsis. Das bedeutet, dass man als Liberaler nicht dem Staat deshalb kritisch gegenüber steht, weil staatliche Löungen weniger effizient etc. sind, sondern weil das Fundament des Staates die Gewalt oder die Drohung mit selbiger ist. Daher versucht der Liberale den Staat immer so weit wie möglich zu begrenzen. Er darf ihm eigentlich niemals mehr Kompetenzen zugestehen, als er ohnehin schon hat.

        • nordstadt on 1. Dezember 2009 at 15:51

          @Hans:
          Diese Theorie zu staatlich verfaßten
          Gemeinwesen ist bemerkenswert–
          dass ein (demokratischer) Staat
          Rechtssicherheit schafft (schaffen
          kann), das wollt ihr „Liberalen„
          dann aber doch, jedenfalls dann,
          wenn’s der herrschenden Kamarilla
          aus MillionärInnen und MilliardärInnen
          nützt, denen, die schon alles haben
          und davon noch immer nicht genug.
          Etwas dolle widersprüchlich… jaja
          „Arbeit muß sich wieder lohnen„
          ;-)
          oder doch nur:
          „Freiheit ist die Freiheit des
          Meistbesitzenden”?

          • Hans on 1. Dezember 2009 at 18:11

            Aber die Milliardärs– und Millionärskamarilla herrscht doch wegen Sozen. Reiche Leute, die was in einem freiheitlichen Wettbewerbzu verlieren haben, kuscheln immer mit der Macht und die Macht gerne mit ihnen. Tatsächlich ging’s bspw. Konzernen nie besser als unter Rot-Grün.

          • nordstadt on 2. Dezember 2009 at 00:37

            Nein.
            Nicht den Konzernen ging es besser–
            den Konzern-Eigentümern, die Masse
            der Arbeitenden hatte lediglich
            die Entlassung vor Augen.
            Im Übrigen verstehe ich Dein „aber„
            nicht– kenn so Leute, die immer erst
            mal „Nein” sagen müssen.
            Das ist schon eine gewisse Horizont–
            Einschränkung, besser „man” buckelt
            nach oben und tritt nach unten, nech?!
            ;-)
            Ammerkung @ Christian usw.:
            ändert bitte mal das Layout,
            diese manuell zu setzenden
            Umbrüche nerven
            :-(

  4. Karsten on 1. Dezember 2009 at 13:43

    Ich stehe da ganz auf der Seite unseres Juli-Bundesvorsitzenden. Liberalismus betont nämlich auch die Gleichheit vor dem Gesetz. Ein Verbot religiöser Bauten mit deutlich sichtbaren Phalussymbolen wäre okay, spezielle Minarettverbote hingegen nicht.

    • nordstadt on 1. Dezember 2009 at 15:53

      @Karsten:
      Ist das jetzt Ironie?
      Wollt ihr den Kölner Dom abreißen (lassen)?
      Oder nur „Schnipp-schnapp”-
      (Kirchturms-)Pimmel ab?
      ;-)

      • Karsten on 1. Dezember 2009 at 16:04

        ihr” ist da sowieso unangebracht, ich vertrete mangels Funktion oder Amt nur meine ganz persönliche Meinung.

        Und nein, Ironie ist das nicht. Aber da man ein solches Gesetz eben nur ohne Ansehen der jeweiligen Religion erlassen könnte, sollte man es lieber ganz bleiben lassen.

        Ich persönlich käme jedenfalls niemals auf die Idee, den Dom abzureißen. Ich mag den schon sehr gern. Aber die Entwürfe für die neue Moschee gefallen mir durchaus auch… so rein architektonisch gesehen.

  5. […] bleibt zu sagen: Die politische Linke und diejenigen Liberalen, die sich – wie z.B. der FDP-Bundestagsabgeordnete und JuLi-Bundesvorsitzende Johannes Vogel – meiner Auffassung anschließen, haben mit ihrer harschen politischen Kritik an der […]

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