Johannes Vogel über das Minarett-Verbot

Um zum Minarett-Verbot auch einen Nicht-Sozi zu Wort kommen zu lassen, und dann noch einen, der des Sozi-Daseins unver­däch­tig ist, zitiere ich einfach mal Johannes Vogel MdB, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen:

Oh Gott — die Schweizer verbie­ten per Referendum den Bau von Minaretten! Die Islamophobie in Europa nimmt Ausmaße an, da wird einem übel…

Was soll ich sagen — der gute Mann hat recht.

PS: Ich bin gespannt, wie Rayson von den Bissigen Liberalen den Kommentar des JuLi-Chefs bewer­tet. Bisher konnte er sich ja nur an Sozis abar­bei­ten.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

14 Gedanken zu „Johannes Vogel über das Minarett-Verbot“

  1. Ich kann jetzt nicht auch noch alle Nachzügler ins Boot holen. Aber ich bestä­tige hier gerne, dass Vogels Reaktion bislang eine der dämlichs­ten war. Liegt Vielleicht auch am Medium; ich will zu seinen Gunsten mal anneh­men, dass die Armut des Gedankens der Zeichenbeschränkung geschul­det ist.

    Und nach wie vor gilt: Wer lesen will, wer sich da alles selbst zum guten Menschen erklärt, der muss euer Blog konsul­tie­ren ;-)

    1. Ausschließlich Befürworter? Ach, gibt’s denn ableh­nende Meinungen zu dem Thema, die *nicht* isla­mo­phob und rassis­tisch sind?
      Warum sollten Christian & Co. die Seiereimer der deutsch-natio­na­len Wirrköpfe auch noch in den Fokus rücken?
      Zitiert ihr bei Freidummzen auch mal Andersdenkende?

  2. Seit wann ist Vogel denn kein Sozi? Nur weil er nicht in der SPD ist? Der ist halt ‚n cleve­rer Karrierist als Du, Christian. Aber schau Dir doch mal an, was für Positionen Vogel vertritt: alles kompa­ti­bel zu SPD und Grünen.

      1. Nee, der hat die libe­rale Liberalismus-Prüfung nicht verstan­den. Eine von deren wich­tigs­ten Punkten ist nämlich prin­zi­pi­elle, also philo­so­phisch-ethisch begrün­dete Staatsskepsis. Das bedeu­tet, dass man als Liberaler nicht dem Staat deshalb kritisch gegen­über steht, weil staat­li­che Löungen weniger effi­zi­ent etc. sind, sondern weil das Fundament des Staates die Gewalt oder die Drohung mit selbi­ger ist. Daher versucht der Liberale den Staat immer so weit wie möglich zu begren­zen. Er darf ihm eigent­lich niemals mehr Kompetenzen zuge­ste­hen, als er ohnehin schon hat.

        1. @Hans:
          Diese Theorie zu staat­lich verfaß­ten
          Gemeinwesen ist bemer­kens­wert-
          dass ein (demo­kra­ti­scher) Staat
          Rechtssicherheit schafft (schaf­fen
          kann), das wollt ihr „Liberalen”
          dann aber doch, jeden­falls dann,
          wenn’s der herr­schen­den Kamarilla
          aus MillionärInnen und MilliardärInnen
          nützt, denen, die schon alles haben
          und davon noch immer nicht genug.
          Etwas dolle wider­sprüch­lich… jaja
          „Arbeit muß sich wieder lohnen”
          ;-)
          oder doch nur:
          „Freiheit ist die Freiheit des
          Meistbesitzenden”?

          1. Aber die Milliardärs- und Millionärskamarilla herrscht doch wegen Sozen. Reiche Leute, die was in einem frei­heit­li­chen Wettbewerbzu verlie­ren haben, kuscheln immer mit der Macht und die Macht gerne mit ihnen. Tatsächlich ging’s bspw. Konzernen nie besser als unter Rot-Grün.

          2. Nein.
            Nicht den Konzernen ging es besser-
            den Konzern-Eigentümern, die Masse
            der Arbeitenden hatte ledig­lich
            die Entlassung vor Augen.
            Im Übrigen verstehe ich Dein „aber”
            nicht- kenn so Leute, die immer erst
            mal „Nein” sagen müssen.
            Das ist schon eine gewisse Horizont-
            Einschränkung, besser „man” buckelt
            nach oben und tritt nach unten, nech?!
            ;-)
            Ammerkung @ Christian usw.:
            ändert bitte mal das Layout,
            diese manuell zu setzen­den
            Umbrüche nerven
            :-(

  3. Ich stehe da ganz auf der Seite unseres Juli-Bundesvorsitzenden. Liberalismus betont nämlich auch die Gleichheit vor dem Gesetz. Ein Verbot reli­giö­ser Bauten mit deut­lich sicht­ba­ren Phalussymbolen wäre okay, spezi­elle Minarettverbote hinge­gen nicht.

      1. „ihr” ist da sowieso unan­ge­bracht, ich vertrete mangels Funktion oder Amt nur meine ganz persön­li­che Meinung.

        Und nein, Ironie ist das nicht. Aber da man ein solches Gesetz eben nur ohne Ansehen der jewei­li­gen Religion erlas­sen könnte, sollte man es lieber ganz bleiben lassen.

        Ich persön­lich käme jeden­falls niemals auf die Idee, den Dom abzu­rei­ßen. Ich mag den schon sehr gern. Aber die Entwürfe für die neue Moschee gefal­len mir durch­aus auch… so rein archi­tek­to­nisch gesehen.

Kommentare sind geschlossen.